Mittwoch, 6. August 2014

Schlagzeilen...

Christliche Brigade bringt sich in Stellung gegen IS

Gottesstaat für Einsteiger

ISIS oder Al Kaida: Wiener vertreibt Terror-Artikel

Sind Muslime wirklich unfähig zur Selbstkritik?

CSU-Politziker: Skandalöses Schweigen Deutscher Islam-Verbände

Sensation: Chorherr Alipius Müller enthält sich eines Kommentares: "Der Spagat zwischen lieblosem Verlassen des christlichen Bodens und der totalen Anbiederung an den Islam nimmt im Moment meine ganze Kraft und Aufmerksamkeit in Anspruch, wie besorgte Zeitgenossen aus beiden anklagenden Lagern sicher gerne bestätigen werden."

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

Herr Alipius,

ich las unter anderem dies in einem Artikel:

Zitat:
"Die Muslime in Deutschland und ihr Zentralrat bleiben aufgefordert, sich zuerst für Menschenrechte und Religionsfreiheit in den muslimischen Ländern weltweit einzusetzen und sich von Gewalt gegen Christen und Jeziden im Nahen Osten deutlich zu distanzieren, bevor sie in Deutschland und in der EU ständig weitere Rechte einklagen.“

...es beschämt mich, dieser Politiker beschämt mich. Das ist mir peinlich als Staatsbürgerin. Das ein Politiker fordert Muslime, nebenbei oft auch mit deutscher Staatsbürgerschaft ( und wenn dann für das Leben in Deutschland und deutsche Politik mitverantwortlich aber es ist auch egal welche Staatsbürgerschaft sie haben, leben sie hier ) müssten die Weltpolitik regeln, bevor sie Grundrechte (Menschenrechte für Jedermann) in Deutschland/Europa einfordern dürften. Und "einklagen" bedeutet wohl sich an Gerichte und Gesetzgebung zu wenden. Das sollte doch wirklich jedem Menschen offenstehen in Europa... Aber wenn dies nicht mal "Berufsdemokraten" verstehen... phhhhuuuuu... ;

Ich kenne diese Argumente, wenn mir im -Hier und Jetzt- (nicht in Ihrem Blog aber in meinem Leben) gesagt wird, -ich als in Deutschland lebende Jüdin, dürfte meine Furcht über politische Zustände in Deutschland nicht ausdrücken, solange von israelischen Boden noch Raketen fliegen.- Und immer werde ich auf sterbende Kinder aufmerksam gemacht. Nebenbei dies kam von christlich sozialisierten Frauen als "Argument".

Es gibt aus jeder "Fachrichtung" Menschen die unsägliches raushauen. Ich schiebe dies nicht auf Christen an sich...nicht, dass wir uns da missverstehen. Ich spreche von Menschen.

Zitat:

"Der Spagat zwischen lieblosem Verlassen des christlichen Bodens und der totalen Anbiederung an den Islam nimmt im Moment meine ganze Kraft und Aufmerksamkeit in Anspruch, wie besorgte Zeitgenossen aus beiden anklagenden Lagern sicher gerne bestätigen werden."

Herr Alipius, ich hoffe doch Sie biedern sich an gar nichts an und sie verlassen auch nicht lieblos den christlichen Boden (den ich als Ihr Zuhause verstehe).
Zwischen Extremen gibt es Formen des Widerstandes gegen Gewalt und Abwertungen/Erniedrigung von anderen Menschen, der nicht in Gefahr ist, in das eine oder andere Extrem fallen. Widerstand der bestrebt ist, weder Gewalt zulassen, noch den Verfall von Werten. Der seine Kraft aus Werten nimmt. Daran glaube ich.

In Hannover ist es ruhig, die Demos verlaufen "schweigend" ohne Parolen. Wenn wird miteinander gesprochen. Das liegt sicher daran, dass durch die Staatsamacht signalisiert wurde, es wird eingeschritten geht es zu weit.
Aber auch sehr daran:

"Jüdische und Palästinensische Gemeinde rufen zu Toleranz auf
Hannover (dpa/lni) - Die Jüdische und die Palästinensische Gemeinde in Hannover haben angesichts der Debatte über judenfeindliche Hetzparolen bei Demos zu g e g e n s e i t i g e r (meine Hervorhebung) Toleranz aufgerufen. In einer gemeinsamen Erklärung hieß es am Donnerstag, offene Kritik in jede Richtung müsse immer mit dem nötigen Respekt für den jeweils anderen verbunden sein."

Das war am 24.07.2014 und es entzog den Hitzköpfen auch die Grundlage Bewunderung zu erhalten, wenn sie schreien. Ganz gezielt auch aus der palästinensischen Gemeinde und von der jüdischen auch sehr gezielt auf die eigenen Leute bezogen. In Hannover gibt es eine jahrelange Zusammenarbeit der Gemeinden. Ständige Unterstützung, Austausch und gemeinsame Aktionen. Bei allem Kummer und auch Emotionen auf beiden Seiten. Es gab die Angst Extremisten können Unfrieden schaffen. Und es wurde sich klar positioniert. Das bewundere ich sehr und empfinde es als erfolgreichen Weg.

Toi, toi, toi oder massel tov...

A.