Donnerstag, 7. August 2014

"Gott"? - Gott!

Das Motto aller Islamisten weltweit lautet nach wie vor: "Unser Gott ist exakt so groß, wie unsere Waffen ihn machen!"

Das bedeutet, daß Gott in diesem Fall ein winselndes Häufchen Elend ist, welches davon abhängig ist, daß man ihm einen ständig fließenden Strom von Blut zukommen läßt und ihm zugleich auch erklärt, was dieser Strom nun für seine Größe bedeutet.

Die Frage lautet also nicht, ob islamistische Teroristen nun den wahren Islam vertreten oder nicht. Die Frage lautet, wie um alles in der Welt irgendjemand annehmen kann, diese Männer handelten tatsächlich im Namen oder im Auftrag eines Gottes, wenn dieser Gott ganz offensichtlich zu existieren aufhört, sobald man ihnen die Waffen wegnimmt.

Ich habe in den letzten Tagen und Wochen hier ganz schön Wind gemacht, weil die Nachrichten aus allen Teilen der Welt mich belastet haben und weil ich in eigenen Augenblicken nicht meine Pflicht als katholischer Priester gegenüber Christus und allen Menschen in den Mittelpunkt gestellt habe, sondern meine Sorge um Menschen, die mir mehr bedeuten als mein eigenes Leben. Asche auf mein Haupt und so...

Vor dem Hintergrund dieses Beitrags beim Papsttreuen sei nun folgendes gesagt:

Heute Nacht ist irgendetwas geschehen. Ich habe plötzlich den Frieden wiedergefunden und damit auch die Fähigkeit, mit den islamistischen Terroristen mitzuleiden und für sie zu beten*. Man stelle es sich einmal vor: Diese armen Menschen kriegen nachts kein Auge zu, weil irgendwo ein paar Kilometer weiter noch Leute existieren, die nicht so sind wie sie, die lachen, singen, unverhüllt auf die Straße gehen, Fußballspiele anschauen, Bier trinken und die dennoch ihren Kopf auf den eigenen Schultern herumtragen. Diese bemitleidenswerten Geschöpfe erbeben innerlich beim Gedanken an eine Welt, in der sie auf Fragen treffen, die sie nicht mit einem Kopfschuß beantworten können. Diese traurigen Wesen sind gefangen in einer Gefühllosigkeit, die so tief geht, daß ihnen nur noch das großzügig über eine Wand verteilte Hirn des Anderen eine Regung entlocken kann. Diese Leute sind so weit entfernt von allem, was ich in meinem Leben an Menschlichkeit kennengelernt habe, daß ich nicht einmal mehr zu ihnen hinabblicken kann. Ich kann sie in der Tat nur noch erreichen, indem für sie bete.

Feindesliebe? Ja, aber nicht in dem Sinne, daß ich sage "Ich finde das alles ganz furchtbar, was ihr tut, aber ich habe euch trotzdem alle ganz doll lieb!", sondern in dem Sinne, daß ich sage "Es gibt Heilung: Christus liebt auch euch!"

Ich weiß nicht, ob diese Worte dann im Ernstfall auch irgendwelchen machetenschwingenden Zeitgenossen die Waffen aus den Händen gleiten lassen werden. Aber ich denke, je mehr Gelegenheiten solche Leute bekommen, Christus und SEine Wirkung auf Menschen kennenzulernen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, daß sich in ihren Hirnen und Herzen etwas regt.

Da dies nun gesagt ist: Es glaube bitte niemand auch nur für eine Sekunde, daß ich künftig Nachrichten über Greueltaten islamistischer Terroristen und entsprechende Gehversuche in europäischen Ländern totschweigen werde. Da die Medien aber nun einmal Blut mehr lieben als Frieden, und da deswegen die Nachrichten über couragierte Muslime und deren Initiativen dünn gesät sind, ist jeder Hinweis auf solche Aktionen willkommen. Es tut sicherlich nicht nur mir gut, auch von solchen Dingen zu hören.
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* Bevor jetzt die "Ich wußte ja immer schon, daß Alipius ein Krypto-Islamist ist. Betet für die Terroristen, aber nicht für die verfolgten und leidenden Christen!"-Rufe erschallen, sei auf die allseits bekannte "Das Eine tun, das Andere nicht lassen"-Taktik hingewiesen...

Kommentare:

Papsttreuer hat gesagt…

Ich danke herzlich für diese Replik!

Ester hat gesagt…

ja so geht es mir irgendwann einmal auch immer, aber nichtsdesdotrotz weiß ich nicht, ob ich das auch so sagen könnte, (bezweifel es sogar sehr) wenn man, weil ich diese blöde Kopfsteuer nicht bezahlen kann, die Töchter wegnimmt und vergewaltigt und zwangsislamisiert und mich selber nur mit dem was ich anhabe aus dem Haus wirft, mit der Aussicht nirgendwo hinzukönnen, weil um nach Europa zu kommen braucht es mindestens ein Flugticket und das habe ich ja nicht!

Cassandra hat gesagt…

Der beste Weg, den Verfolgten zu helfen, ist für die Verfolger zu beten. Fällt das schwer? Ja, denn wenn es leicht wäre, würden wir es von alleine tun, und Jesus bräuchte uns es nicht extra sagen. Habe ich Lust dazu? Nein. Macht aber nichts.

Denn am Ende wäre es ja das beste, wenn die ISIS-Leute einfach aufhören würden. Oder?
Und das ist zumindest in meinem Augen Sache für den Herrn- jeder andere spielt da einfach außerhalb seiner Liga.

Und bis das klappt: die Verfolgten aufnahmen (Flugzeuge kann man schicken, und zwa rnicht nur für Leute mit der Kohle für Tickets), vor Ort versorgen und schützen.

Eugenie Roth hat gesagt…

Wenn ich gute Nachrichten finde, verlinke ich die selbstverständlich - mit den schlechten tue ich das allerdings auch, damit der Ansporn zum Beten bleibt ...