Dienstag, 12. August 2014

Da wüßte ich gerne ein wenig mehr...

Im Bistum Trier soll ein Priester des Amtes enthoben werden, weil er
    einer „mehrfach vorgetragenen Bitte“ des Bischofs nicht entsprochen habe. Die Bitte von Bischof Stephan Ackermann, die zum Schluss wohl eher eine Art Befehl gewesen sein dürfte: Christoph Eckert möge doch bitte in eine andere Pfarrei wechseln.
Der Priester andererseits hat auch eine Vermutung:
    „Da gibt es Leute, in der Pfarreiengemeinschaft, die in Trier Stimmung gegen mich gemacht haben.“ Und warum das? „Ich habe einen konservativen Ruf“
Weiß irgendwer genaueres?

Wenn hier tatsächlich ein lehramtstreuer katholischer Priester weggemobbt werden soll, dann wäre das für mich zwar keine Überraschung, aber dennoch ein Skandal, weswegen ich es hilfreich fände, wenn Leute, die mit dem Fall vertraut sind (und ihrerseits keine Angst vor Repressalien haben müssen), mir im Kommentarbereich ein paar Informationen zukommen lassen (gerne auch anonym, wenn's Euch sicherer scheint).

Und natürlich ist sicherlich ein Gebet angebracht für den Priester und die Gemeinde.

Kommentare:

Eugenie Roth hat gesagt…

Habe ich hier, etwa 50 km entfernt, auch erlebt. Zu beiden Fällen kann ich nichts weiter sagen als dass gemobbt wird ...

Pfarrer Jäger hat gesagt…

Auf dem Bild in der Zeitung ist der Pfarrer mit Mantelalbe und Stola zu sehen. So erkämpft man sich aber keinen konservativen Ruf!

Anonym hat gesagt…

Jetzt schafft es die Heimat für sowas schon in die Presse...

Ich schätze diesen Vorgang als typische Reibungsvorgang bei der Fusion von ehemals selbständigen Gemeinden ein.
Die 'neue' Pfarreiengemeinschaft Beckingen, die jetzt geografisch auch der politischen Gemeinde entspricht, bestand vor noch nicht allzu langer Zeit aus vier und zum Schluss dann drei Pfarreien. Virtuell ist die Fusion zur Pfarreiengemeinschaft auch schon etwas älter, aber de facto wurde das erst relevant seit im vergangenen Oktober der Pfarrer von Reimsbach/Haustadt Pastor Klos und jetzt im Juni der Pfarrer von Düppenweiler Pater Elbert in den Ruhestand gegangen ist. Kurz nachdem Pastor Eckert eigentlich die Leitung der gesamten Pfarreigemeinschaft übernommen hat wurde ihm dann - das allerdings nur für Düppenweiler - der örtliche Dechant als Pfarrverwalter vorgesetzt. Das ging wohl von Trier aus.

Was ich gesichert sagen kann ist, dass mit seiner Amtseinführung in Reimsbach und Haustadt einige die dort immer sehr engagiert waren Knall auf Fall das Handtuch geworfen haben. Von daher hat er innerhalb der Pfarreiengemeinschaft durchaus Gegenwind.

Was ich weiter gerüchteweise gehört habe, und daher mit absoluter Vorsicht zu genießen ist, ist, dass jemand im Ordinariat mit genau diesen Vorgängen befasst sei, den er aus der gemeinsamen Seminarzeit kennen soll und die zwei seien sich wohl nicht ganz grün, was sich in dem Fall negativ für Herrn Eckert auswirkt.

Aber er hat beileibe nicht nur Gegner, ich würde sogar schätzen weniger als Anhänger. Seinen Ruf als Konservativer hat er schon weg. allerdings im wesentlichen aufgrund der Tatsache, dass er im direkten Vergleich zu seinen Vorgängern, nun ja, je nach persönlichem Geschmack kann man sagen überkanditelter oder feierlicher, jedenfalls aber länger zelebriert. Da müssen sich manche nach 40 Jahren schon umgewöhnen.

Disclaimer: So hat es mir meine Mutter vor ein paar Tagen dargestellt. Die Schilderung ist damit also schon aus dritter bis vierter Hand.

kalliopevorleserin hat gesagt…

Wie ist denn das kirchenrechtlch? Mal ganz unabhängig von der Art des Priesters, wenn der Bischof ihm sagt "Geh aus der einen Gemeinde in die andere", muß er dann nicht genau das tun? Egal wie doof er das findet?

Anonym hat gesagt…

Es ist bei uns in Trier normal, nach ungefähr zehn Jahren die Pfarrstelle zu wechseln. Auch andere Pfarrer müssen das tun. Das interessiert aber keinen Menschen. Aber wenn jemand aus dem konservativen Lager das nicht möchte, werden abstruse Verschwörungstheorien in die Welt gesetzt. Pfarrer Eckert weigert sich einfach und verletzt damit sein Gehorsamsversprechen, das er bei der Weihe gegeben hat. Völlig richtig, dass der Bischof da durchgreift. Alles andere wäre Eckerts Mitbrüdern gegenüber unfair. Was bleibt dem Bischof anderes übrig?

Anonym hat gesagt…

@ kalliopevorleserin: Die rechtliche Grundlage steht hier http://books.google.de/books?id=BqZGmnwcZBAC&pg=PA258&lpg=PA258&dq=versetzung+eines+pfarrers&source=bl&ots=EJ0PAP0slm&sig=X0s6CLxGO-LPgHn7ZsEaheXKZ-8&hl=de&sa=X&ei=9k3qU_qTApGJhQeD44HoCA&ved=0CCwQ6AEwAg#v=onepage&q=versetzung%20eines%20pfarrers&f=false

Und das mit den Verschwörungstheorien von Anonym 1 unterstreiche ich mal. Ach ja, was wäre die Kirche ohne Märtyrer?

Anonym hat gesagt…

Das Foto entstand anläßlich eines Jugendgottesdienstes für Firmbewerber aus der ganzen Pfarreiengemeinschaft. Diese Hl.Messe ( Vorabendmesse zu Pfingsten) zum Geschmack holen guckst Du hier:http://www.pg-beckingen.de/

Anonym hat gesagt…

Wer denkt das ein Priester im Bistum Trier oder sonstwo nach 10 Jahren seine Pfarrstelle wechseln soll oder muss der irrt sich. Das Kirchenrecht gibt dazu keine Fristen an wie lange ein Pfarrer in einer Pfarrei aktiv sein darf. Nur der Ruhestand muss mit 75 Jahren angetreten werden. Natürlich gibt es Priester die von sich aus nur 10 Jahre in einer Pfarrei sein wollen und danach lieber was neues anfangen wollen. Auch Neupriester erhalten zu beginn nur für kürzere Zeit Pfarrstellen damit sie durch mehrere Pfarreien Erfahrung sammeln können. Wenn ein Priester allerdings sagt das er lieber 20 oder 30 Jahre in einer Pfarrei sein will ist es seine Entscheidung. Zudem sind häufige wechselnde Priester in einer Pfarrei nicht grade etwas was der Seelsorge nützt.
Das für mich interessante im Fall des Pfarrer Eckerts ist die doch plötzliche und spontane Gesinnungsgswandlung des Bischofs.
Pfarrer Eckert ist seit Anfang 2003 Pfarrer des Ortes Beckingen, wenn der Bischof also einen Wechsel nach 10 Jahren wünscht hätte er doch wohl Ende 2012 Den Pfarrer und die Pfarrei informiert, das im nächsten Jahr ein Wechsel anstehen soll und gegeben falls erfragt ob dies von der Gemeinde erwünscht ist. Allerdings ist im Jahre 2013 etwas anderes geschehen. Pfarrer Eckert wurde zum Seelsorger in 2 Nachbarpfarreien der Pfarrei Beckingen ernannt die zur neu geschaffenen Pfarrgemeinschaft Beckingen gehören. Amtseinführung in den neuen Pfarreien war im Dezember 2013. Die vierte und letzte Pfarrei sollte im Sommer 2014 folgen allerdings wurde dies auf Anweisung des Bistums ausgesetzt und ein Pfarrverwalter ernannt.Nur im Ort Beckingen ist so der Pfarrer über 10 Jahre aktiv. Um es mal kurz zusammenzufassen: Eben vertraut der Bischof einem Pfarrer 2 Pfarreien an und die dritte sollte in wenigen Monaten dazukommen und eine halbes Jahr später soll der Pfarrer freiwillig die Pfarrei verlassen und sich auf einmal aus dem Staub machen.
Für meinen Geschmack ist das ein etwas autoritärer Führungsstil für einen Bischof der doch so sehr die wir haben uns alle lieb Linie vertritt. Vor allem wundert es mich dass der Bischof das alles so still und leise abwickeln will ohne die Meinung der ortsansässigen Katholiken einzuholen weil diese sind ja am meisten betroffen wenn auf einmal der Pfarrer nicht mehr da ist.

Anonym hat gesagt…

Pfarrer Eckert wurde auf Wunsch des Bischofs erst im Dezember 2013 mit der Leitung der Pfarreiengemeinschaft beauftragt. Da jedoch einige mit der Verwaltung des Bistums gutvernetzte Pfarrmitglieder nicht gut auf ihn zu sprechen waren intrigierten diese gegen ihn mit der Folge, dass er nun seines Amtes aus pastoralen Gründen enthoben werden soll. Die Pfarrgemeinderäte wurden jedoch nie nach der pastoralen Situation gefragt. Mehr noch im Oktober 2014 ist schon lange ein Visitationsgespräch mit dem Zuständigen Weihbishof Brahm geplant. Die Räte hätten vom Bischof zumindest erwartet, dass er dieses Gespräch abwartet bzw. schon vorher das Gespräch sucht. Offensichtlich wird die ehrenamtliche Mitarbeit nur in Sonntagsreden und Prospekten hochgehalten. Alle in der Pfarreiengemeinschaft sind aufgebracht über die Vorgehensweise des Bistums, sie entspricht ganz und gar nicht den Verlautbarungen des Papstes Franziskus welcher solche Intrigen öffentlich verurteilt.

Annett Schiffmann hat gesagt…

Über das Amtsenthebungsverfahren gegen unseren Pastor gespickt mit wüsten Spekulationen haben wir, wie alle anderen Gemeindemitglieder auch, aus dem "Dorfklatsch" erfahren. Ein Beauftragter des Bischofs hatte die Einleitung eines solchen Verfahrens in einer Nachbargemeinde von der Kanzel verlesen, allerdings ohne jegliche Erläuterung.
Die daraufhin brodelnde Gerüchteküche kommt einem vorsätzlichen Rufmord gleich, das Procedere erinnert an die mittelalterliche Inquisition (Verleumdung, Hexenjagd, nebulöse Anklage...)! Zudem ist dieses Amtsenthebungsverfahren im Bistum Trier ein Präzedenzfall, d.h., dass selbst Mißbrauch, den es vermutlich auch in unserem Bistum gegeben hat, nicht derart hart sanktioniert wurde!
Wie gravierend müssen also die angeführten "pastoralen Gründe" sein, diese massive Demontage der Person durch den eigenen christlichen Arbeitgeber zu rechtfertigen?
Wir kennen Pastor Eckert als einen Menschen, der seine Überzeugungen absolut glaubwürdig lebt, aber dadurch eben auch aneckt. Meinungsverschiedenheiten mit ihm liessen sich unserer Erfahrung nach bisher immer im vernünftigen, persönlichen Gespräch klären.
Und was ist das für eine katastrophale Personalplanung, Pastor Eckert vor kurzem noch zwei weitere Gemeinden anzuvertrauen, nur, um ihn wenige Wochen später vorsätzlich öffentlich hinzurichten?
Und warum werden Gremien und Ehrenamtliche in dieser Frage noch nicht einmal angehört? Unserer Einschätzung nach ist unsere Pfarreiengemeinschaft unter Leitung von Pastor Eckert auf einem guten Weg und ein solches Vorgehensweise Katastrophe für alle Beteiligten!
Eine Familie aus Beckingen

Anonym hat gesagt…

Wobei hier noch anzumerken wäre, daß einige der vehementesten Gegner ( oder sollte man sogar schon von Feinden reden?) aus der Gruppe der Gemeindereferenten ( aktive und Ruheständler)stammen. Und auch andere, die in den Pfarrdörfern Stimmung gemacht haben, stehen Gruppierungen wie" lila Stola" und "Kirche von Unten" mental schon sehr nahe. Wie ist es daher zu werten, daß ein Ortsvorsteher ( gleichzeitig ) Gemeindereferent den Kommunionkindern eine "kindgerechte Kommunionfeier" wünscht....-jeder im Ort hat diese Aussage zu werten gewußt! Und es ist ja nicht nur in Trier bekannt, daß gewisse Kreise ihre Probleme mit Priestern haben, die noch ihr Priestertum ernst nehmen....

Helena Bohlen hat gesagt…

Zu sagen wäre noch, dass Pfarrer Eckert nicht als Pfarrer, sondern als Kooperator versetzt werden sollte. Das sieht eher nach einer Strafversetzung aus. Und dafür müsste der Bischof einen wichtigen Grund haben, der aber bei der öffentlichen Ausbreitung dieses Falles noch nicht bekannt wurde, weil es ihn nicht gibt.

Anonym hat gesagt…

Meine Sicht der Dinge ist folgende:

Dass ein Pfarrer seine Dienststelle nach zehn Jahren verlässt, ist eine neumodische Erscheinung, die fakultativ ist und vom Bischof erbeten werden kann, aber wenn die Gemeinde und/oder der Pfarrer dagegen sind, nicht durchgeführt werden muss/sollte. Die Fusion zur Pfarreiengemeinschaft wurde nicht erst vor paar Monaten geplant, sondern bereits seit Jahren. Da es aber in den anderen Pfarreien zunächst noch Mitbrüder gab, die zelebrieren konnten, wurde einvernehmlich mit Trier vereinbart, dass die Gemeinden selbstständig weiterlaufen sollten. Letztes Jahr aber ging Pastor Klos überraschenderweise in den Ruhestand und Trier verfügte, dass unser Pastor nun auch Haustadt, Honzrath, Erbringen, Reimsbach, Hargarten und Oppen übernehmen sollte. Im Dezember 2013 wurde er auch in diesen Pfarreien eingeführt. Wenn in Trier bereits geplant war, dass unser Pastor nach zehn Jahren seine Dienststelle wechseln sollte, wieso ihn dann noch unnötigerweise in Pfarreien hier einführen, um ihn ein halbes Jahr später wieder wegzuschicken, und nicht gleich einen neuen Pfarrer schicken?
Jetzt wo Pastor Klos weg ist, wird er idealisiert, dass es unter seiner Leitung auch nie 100% stimmig war, ist vergessen und die Hetzkampagnen werden gegen unseren Pastor gerichtet.
Einerseits gab viele Vorurteile gegen unseren Pastor, dass er konvervativ sei, bloß weil er die Messe genau so feiert, wie es im Messkanon vorgeschrieben ist und nichts weglässt oder dazuerfindet. So gab es anfangs auch viele, die bereitwillig ihre Unterschrift unter Briefe setzten, die nach Trier geschickt wurden, sogar noch vor dessen Amtseintritt. Im Nachhinein würden viele, die ihn jetzt persönlich kennengelernt haben, dies so nicht mehr unterzeichnen und die Personen, die weiterhin gegen unseren Pastor intrigieren, dürften in der Minderzahl sein.
Andererseits stimmt es, dass es in Trier einen Kollegen aus der Seminarszeit gibt, der leider am längeren Hebel sitzt und dem diese Briefe nun sehr gelegen kamen. Die genaue Situation vor Ort wurde nie vom Bischof oder sonst jemandem aus Trier verifiziert. Es stimmt, dass ein paar Ehrenamtliche in Reimsbach - da wo die meisten Gegner sitzen - aufgehört haben, aber es haben mehr Ehrenamtliche ihren Dienst wieder angefangen, die ihr Amt beim Vorgänger niedergelegt hatten.
Es grenzt schon an Mobbing, dass auf die Messdiener anfangs eingeredet wurde aufzuhören, von den Gegnern, als unser Pastor die neuen Pfarreien übernahm. Dabei blühte unter der Leitung unseres Hirten der Dienst am Altar erst auf. Welche kleine Pfarrei neben Beckingen kann denn sonst noch vorweisen fast 60 Messdiener zu haben und sonntags im Hochamt immer mindestens zehn (meistens eher 12-14 oder auch schon mal mehr, je nach Hochfest) Messdiener stehen zu haben, die ihren Dienst freiwillig und mit Freude verrichten?
Dubios war auch die Situation in Düppenweiler. Nachdem Pater Elbert in Ruhestand ging aufgrund gesundheitlicher Probleme, kam von Trier lange Zeit keine Meldung. Gehörte Düppenweiler nun offiziell zur Pfarreiengemeinschaft Beckingen oder nicht? Wer sollte nun dort die Messen halten? Unser Pastor übernahm zunächst auch dort den Dienst, um die Gläubigen nicht ohne priesterlichen Beistand zu lassen. Nachdem das Amtsenthebungsverfahren aber eingeleitet wurde, wurde Dechant Thesen als Pfarrverwalter in Düppenweiler eingesetzt. Da funktionierte die Bürokratie plötzlich, denn die Bitte nach einem Kooperator bei einer so großen Pfarreiengemeinschaft hatte man zuvor vergeblich in Trier vorgetragen.

Anonym hat gesagt…

Zu Ihrem Bericht über das Amtsenthebungsverfahren gegen Pfr. Christof Eckert möchte ich meine Eindrücke zu der Geschichte mitteilen.

Als ortsansässiges Gemeindemitglied kann ich nur bestätigen, dass hier eine ziemlich üble Mobberei im Gange ist. Da wurden im Vorfeld Ämter niedergelegt, noch ehe die erste Messe überhaupt zelebriert wurde. "Mit „so Einem“ kann man doch nicht....." Ministranten wurden aufgefordert sich gut zu überlegen, ob sie ihren Dienst bei "so Einem" wirklich verrichten wollten. Auf Nachfragen, was "so Einer" denn nun bedeutet, kamen nur oberflächliche und fadenscheinige Begründungen, z. B. "Die Messe dauert zu lange" Auch ohne mit der Stoppuhr im Gottesdienst zu sitzen kann ich hier nur sagen, dass sie keineswegs länger als bei seinem Vorgänger dauert. Mal abgesehen davon, dass die meisten Besucher eine schön gestaltete Messe genießen können, ohne die Minuten bis zum Schlußsegen zu zählen. Im Übrigen ist es doch sehr seltsam, dass oft diejenigen, die man äußerst selten in einer Messe findet, sich darüber beschweren, sie würde zu lange dauern. Weiterhin hieß es, Herr Eckert sei zu konservativ. Unter anderem dulde er keine Frauen "am Altar". Schaut man sich die Bilder der Homepage an, kann man sich selbst davon überzeugen, dass mehr als die Hälfte der Ministranten weiblich sind. Die überwiegende Mehrheit der ausserordentlichen Kommunionspender übrigens auch. Dass Herr Eckert selbst "an den Tabernakel geht" wird ihm auch vorgehalten. Man bekommt fast den Anschein, es gehe darum, wer den Tisch am schönsten deckt. Wo bleibt denn der Respekt und die Ehrfurcht vor dem Allerheiligsten??? Sollte nicht genau dies im Mittelpunkt stehen? Oder geht es hier nur um Selbstdarstellung? Auch die Begründung, man würde zur Mundkommunion gezwungen, muss von Leuten aufgestellt worden sein, die noch keine Messe bei Pastor Eckert besucht haben, sonst wüssten sie, dass dies Unsinn ist. Am schlimmsten aber fand ich persönlich die Äußerungen: "Es sind so viele Fremde in unserer Kirche. Man hat keine Heimat mehr." Mal abgesehen davon, dass man in Zeiten, in denen Kirchen reihenweise geschlossen werden müssen, froh über jeden Besucher sein sollte: Liebe Mitchristen, ich hoffe, dass die Menschen an eurem Urlaubsort nicht ebenso unfreundlich und unchristlich denken sondern etwas toleranter sind, wenn "fremde Touristen" die einheimische Kirche erobern!
Ich persönlich habe durch die Zusammenlegung der Pfarreien viele neue und interessante Bekanntschaften gemacht. Das Gemeindeleben ist jetzt lebendiger als je zuvor. Wir sollten uns da ein Beispiel an unseren Ministranten nehmen, die da wesentlich aufgeschlossener sind und die in einer bunt gemischten Schar die Messe dienen - ob in Beckingen, Haustadt, Honzrath, Erbringen, Hargarten oder Reimsbach. Diese Kinder und Jugendliche leben das diesjährige Motto der Romwallfahrt: Sie nehmen sich die Freiheit mitzuhelfen, einer Messe einen schönen Rahmen zu geben.
Ein Bischof sollte eigentlich einen Pfarrer, der eine so hervorragende Arbeit leistet und aus einer Gemeinde eine Gemeinschaft macht, unterstützen und auch ein Ohr für seine "Schäfchen" haben. Der überwiegenden Mehrheit der praktizierenden Katholiken war der ( neue ?)Brauch eines Wechsels nach zehn Jahren nämlich nicht nur unbekannt, sondern auch ziemlich egal. Es gibt außerdem etliche Beispiele, die diesen Brauch widerlegen. Auch Priester wachsen nun mal nicht an Bäumen und warum sollte etwas, was augenscheinlich vor Ort so gut funktioniert zerstört werden? Und weiterhin ist es schon ein bisschen lächerlich, nach nur drei Monaten festzustellen, dass ja jetzt zehn Jahre vergangen sind.....Oder sollte da doch etwas anderes im Spiel sein????

Anonym hat gesagt…

Meine Vorredner kann ich nur bestätigen! Kurz nach der Übernahme durch unseren Pastor habe ich mit meinen Kindern die St.-Martinsfeier in der Nachbargemeinde besucht, um das seit vielen Jahren traditionelle "Pferd in der Kirche"
zu erleben. Am Kirchenportal treffen wir Einheimische: "Das Pferd in der Kirche könnt ihr vergessen, das hat der neue Pastor verboten!" Tatsächlich: Kein Pferd in der Kirche! Da wir unseren Pastor seit vielen Jahren kennen, haben wir nachgefragt: Das Pferd war kurz vorher verstorben und galt ohnehin schon länger als Sicherheitsrisiko, sodass das nun ein willkommener Anlaß war, mit der Tradition zu brechen. Das Ganze hatte mit "dem Neuen" überhaupt nichts zu tun!
Diese Episode ist bezeichnend und mir in vielen Varianten immer wieder begegnet! "Mit dem kann man eigentlich ganz normal reden.." oder "In der Messe gabs tatsächlich junge Lieder.." usw., usw.!
Auch die stattliche Zahl der Messdiener allen Alters spricht für sich!

Anonym hat gesagt…

Was der Stellenwechsel nach 10 Jahren angeht ist ja Unsinn. Ackermann wurde im Priesterrat danach gefragt und hat es verneint - was stimmt nun?
Pfr. Eckert soll nur noch Kooperator werden, also degradiert. Damit ist sein Ruf doch durch den eigenen Bischof auf ewig beschädigt. Da muß er sich doch wehren. Denn jeder würde doch fragen - was hat er denn verbrochen? Im Staat könnte man gegen solches Mobbing vorgehen, bei der Kirche ist man einem arroganten Bischof gnadenlos ausgeliefert. Das ist eben der Nachteil eines hierarchischen Systems - es hängt alles am Charakter des Hierarchen.
Vielleicht spiegelt sich in diesem Fall auch das abstruse Gehorsamsverständnis des Personalreferenten, Dr. Nicolay, wider, der schon als Subregens im Seminar jedes Semester die Zimmer wechseln ließ. Welch ein Streß für die Seminaristen. Warum nimmt sich ein Bischof einen solchen Beißer, der für seine Skrupellosigkeit bekannt ist, als Priesterreferenten?
Die Pfarrerkonferenz ganzer Dekanate hat sich schon bei Bischof Ackermann über Nikolays Amtsführung beschwert. Aber Beschwerden sind im Bistum Trier eben nicht gleich Beschwerden.