Montag, 10. Februar 2014

Wo kein Platz für "Durchmischung" oder "Durchrassung" ist,...

... dort muß man seinen Willen zur Verächtlichmachung seine Bereitschaft zur Ausgrenzung seine Kreativität eben auf anderem Wege ausdrücken.

Am Samstag gab es im Reiseteil der Presse einen Bericht über Malta. Verfaßt hat ihn ein gewisser Martin Amanshauser. Der ließ sich diesen Satz einfallen:
    Was folgte, war eine so grundlegende Durchseuchung der Insel mit der katholischen Idee, dass heute die weltweit höchste Quadratmeterdichte an Kirchen, eine für jeden Tag im Jahr, wie es romantischerweise heißt, vorzuweisen ist.
Die "katholische Idee" als Krankheit...

Muß man nicht mehr viel zu sagen, außer, daß die "Katholische Medien Verein Privatstiftung" als Eigentümerin der "Styria Medien AG", welche die Presse herausgibt, vielleicht mal nachforschen sollte, wieviel Besteck die diversen Journalisten und Redakteure eigentlich noch in ihren Schubladen haben.

Kommentare:

Monika hat gesagt…

Igitt!
Das ist ja heftig.
"Durchseuchung mit dem Buddhismus", "Durchseuchung mit der kommunistischen Idee" - da wäre dem Autor aufgefallen, daß das gar nicht geht.

Wir leben in interessanten Zeiten. Der Abrutsch in die Barbarei ist rasant schnell. Schön, daß ich das erleben darf.

Richelieu88 hat gesagt…

"Durchseuchung mit der katholischen Idee"?
Jetzt verstehe ich auch, weshalb wir auch nicht nach Mekka dürfen...

Anonym hat gesagt…

Halten Sie das Gefühl, das Sie beim Lesen dieses Textes ergriff ganz gut fest und vergegenwärtigen Sie sich, dass sich genau so Homosexuelle fühlen, wenn man Ihre Liebe als krankhaft bezeichnet!

Alipius hat gesagt…

@ anonym: Mache ich gerne, wenn Sie mir ein kirchliches Dokument (denn ich nahme mal an, daß sich Ihr Kommentar auf die kirchliche Lehre beziehen soll) besorgen, in dem irgendeine Liebe (wohl gemerkt: LIEBE) als krankhaft bezeichnet wird.

Ultramontanus hat gesagt…

Ich darf Hw. Alipius dahingehend ergänzen, als das Begriffspaar "homosexuelle Liebe" eine klassische contradictio in se, ein Widerspruch in sich selber ist. Die Kirche lehrt, dass praktizierte Homosexualität eine schwere Sünde ist. Und dass Homosexualität als Neigung eine Abirrung von der natürlichen, gottgebenenen Ordnung darstellt, um deren Überwindung homosexuelle Personen sich bemühen müssen.
Liebe aber kann nie etwas in sich Schlechtes, Ungeordnetes sein, ist doch Gott selbst die Liebe. Also kann es homosexuelle Liebe nicht geben. Auch wenn der linksgrüne Mainstream das heute natürlich anders sieh. Aber die Lehre der Kirche bleibt der Fels in der Zeitgeistbrandung.

Smilodon hat gesagt…

@anonym
Könnte es sein, dass Sie die Begriffe "Liebe" und "Sex" irgendwie durcheinanderbringen?

kalliopevorleserin hat gesagt…

Noch ein schöner Satz aus dem Werklein: "Die christlichen Feste werden auf der Ordensinsel so inbrünstig zelebriert, als wäre die Religion gefährdet."
Öh... verstehe ich das jetzt richtig: mit Begeisterung feiern geht eigentlich nur, wenn man weiß, daß es das vorletzte Mal ist? Interessant. Natürlich ist übrigens das Christentum nicht gefährdet, nicht bedroht, es gibt auch keine Christenverfolgung, und wir sollen uns mal nicht so haben wegen der hundert Millionen verfolgter Christen auf der Welt.

@anonym: So langsam kann ich das nicht mehr hören - "Christen werden verfolgt und verspottet, das juckt mich nicht, aber ich will jetzt endlich mal drauf pochen, daß es Schwulen auch ganz furchtbar schlimm geht". Anonym, ich finde, so argumentieren Jammerlappen. Und nein, ich setze Jammerlappen und Schwule nicht gleich. Ich fände etwas weniger naives Aufstampfen bei jeder Erwähnung der Drangsalierung von Christen ein Zeichen beginnender Reife.

Anonym hat gesagt…

Die Borniertheit auf diesem Blog ist ja noch schlimmer als ich befürchtet habe.Weil die katholische Lehre homosexuelle Handlungen verbietet, glauben Sie also ernsthaft, einem solchen Paar die Liebe absprechen zu können... Eine unglaubliche Anmaßung! Ich bin entsetzt!

Alipius hat gesagt…

@ anonym (17.29 Uhr): Die Borniertheit auf diesem Blog ist immer exakt so groß, wie es das Potential zu moralischen Entflammungs-Dramoletten und zu geheuchelt schockierten Anfangs- und Abschluß-Statements verlangt (Wenn Sie schon Zeilenverschwendung betreiben wollen, dann seien Sie doch wenigstens ehrlich und schreiben Sie "Die Borniertheit auf diesem Blog ist glücklicherweise noch größer, als ich zu hoffen wagte" und "Eine unmögliche Anmaßung! Ich fühle mich zutiefst bestätigt!").

Aber zur Sache: An wen genau richtet das, was an Ihrem Kommentar noch an Aussage übrig bleibt?

Monika hat gesagt…

Anonym hat gesagt…

Halten Sie das Gefühl, das Sie beim Lesen dieses Textes ergriff ganz gut fest und vergegenwärtigen Sie sich, dass sich genau so Homosexuelle fühlen, wenn man Ihre Liebe als krankhaft bezeichnet!


und


Die Borniertheit auf diesem Blog ist ja noch schlimmer als ich befürchtet habe.Weil die katholische Lehre homosexuelle Handlungen verbietet, glauben Sie also ernsthaft, einem solchen Paar die Liebe absprechen zu können... Eine unglaubliche Anmaßung! Ich bin entsetzt!


Klingt so, als hätten Sie Spaß. Da schwingt so eine kindliche Freude an der Auseinandersetzung mit, fast so als wären Sie ein verkleideter Katholik.

Aber falls das kein Spiel ist:
Ansatz A)
Was geht Sie die kirchliche Lehre an?
Ansatz B)
Finden Sie daß "Durchseuchung mit der katholischen Idee" eine akzeptable Formulierung ist?

Allerliebste Grüße
Monika

De Benny hat gesagt…

Die Kirche lehrt, dass praktizierte Homosexualität eine schwere Sünde ist. Und dass Homosexualität als Neigung eine Abirrung von der natürlichen, gottgebenenen Ordnung darstellt, um deren Überwindung homosexuelle Personen sich bemühen müssen.
Und genau da irrt die "Kirche". Es ist überhaupt fragwürdig in einer gefallenen Welt so etwas wie eine natürliche Ordnung als gottgegeben hinstellen zu wollen, aber gut...

Gerd F. hat gesagt…

@de Benny
>>Und genau da irrt die "Kirche".<<

Jau. Wenn man zu dieser sicheren Erkenntnis gelangt ist, kann man die "Kirche" auch als das benennen was sie ist. Eine Seuche! Im übrigen ist mein Nachbar, aus der Seuche ausgetreten, nach wie vor der Meinung, dass Homosexualität widernatürlich ist. Das würde er nicht mit einer von Gott gewollten Ordnung begründen: Aber immerhin, sind wir da einer Meinung.....

Anonym hat gesagt…

Ich habe diese Formulierungen auch gelesen und war auch etwas angeekelt. Amanshauser wird sich sicher auf die Meinungsfreiheit usw. usf. berufen, um zu beweisen, daß er natürlich keine Religion herabwürdigen wollte, vielmehr tolerant sei, er zähle auch religiöse Menschen zu seinen Freunden usw. usf. ad nauseam. Außerdem habe er den inkriminierten Begriff "Durchseuchung" selbstverständlich nur unterhaltsam sowie wertneutral verwendet (Ironie-Modus aus). Ich schlage vor, wir einigen uns darauf, Amanshauser zu definieren als "durchseucht vom Zeitgeist und süchtig nach gewollt-flapsigen Formulierungen".

Das hilft aber dem armen Mann noch nicht. Gibt es eine Selbsthilfegruppe nach dem Muster der Anonymen Alkoholiker? Wenn nicht, könnten wir, borniert wie wir sind, eine gründen, für Amanshauser und andere Anonymitäten. Nennen wir sie die "Unbekannten Stilisten", oder so.

Zwetschgenkrampus

Anonym hat gesagt…

Manche verstehen offenbar nicht einmal entfernt, wovon die Kirche spricht, wenn sie von Natur, der natürlichen Ordnung etc. spricht.

Was diese betrifft, so wurde die Natur des Menschen verwundet (aber nicht per se und gar vollständig pervertiert); der Zustand vor dem Sündenfall war auch nicht einfach der natürliche Zustand - auch wenn der hl. Augustinus sich dieser Ausdrucksweise (pauschal für »originale« auch »naturale«, allerdings eben noch mangels Ausdifferenzierung umfassend) bedient -, wohingegen der gegenwärtige Zustand des Menschen einfachhin ein pervertierter ist, sondern bestand in unverwundeter Natur und übernatürlichen Gnadengaben, die durch den Sündenfall verloren wurden.

Monika hat gesagt…

@De Benny

Die Kirche lehrt, dass praktizierte Homosexualität eine schwere Sünde ist
1) So wie jeder sexuelle Akt außerhalb einer gültigen christlichen Ehe.
2) Für schwere Sünde müßen noch zwei Punkte mehr erfüllt sein, als der Bereich der Sünde, Bewußtsein und Freiwilligkeit.

Und dass Homosexualität als Neigung eine Abirrung von der natürlichen, gottgebenenen Ordnung darstellt, um deren Überwindung homosexuelle Personen sich bemühen müssen. Das aber nicht, siehe:
Katechismus Absatz 2358

Und genau da irrt die "Kirche".
Erst legt man jemanden Behauptungen in den Mund legt, die dieser nicht tätigt und dann widerspricht man diesen. Und hat "den Feind" damit erledigt. Damit ist die Welt wieder in Ordnung. Hauptsache um den eigenen Nabel herum ist alles rosig.

Imrahil hat gesagt…

Es ist halt so: die Kirche hat Recht, die Schwulen haben Unrecht.