Samstag, 22. Februar 2014

"Was ist eigentlich los?"

So fragt Josef Bordat abschließend in diesem Posting, in welchem er ein paar Beispiele dafür nennt, was geschieht, wenn plumpe Hasser, deren Höhle zufällig mit Internetanschluß ausgestattet ist, sich auf facebook in wilden Mord-, Gewalt- und Folterphantasien ergehen, die sich alle gegen den Bischof von Limburg, Franz-Peter Tebartz-van Elst, richten.

Lieber Josef! Ich will Dir sagen, was los ist: Der farblose Mitläufer ist los, der durchsichtige Untertan, der kleinbürgerliche Spießer, der tumbe Befehlsempfänger, der dankbar ist für jedes vorgegebene Feindbild, welches vielleicht die Welt nicht besser und das eigene Leben auf Dauer nicht erträglicher macht, das aber immerhin eine Gemeinschaft der Ablehnung und des Hasses schafft, in der sich vorübergehend so manche eigene Unzulänglichkeit vergessen läßt und in der man sich in stammtischbrüderlicher Meinungsnachkaue für die Dauer einer verbalen Haßejakulation zu einem der wenigen persönlichen Höhepunkte des eigenen Daseins emporschwingen kann.

Traurig, aber alles alter Schuh, alles schon mal dagewesen...

Kommentare:

Richard hat gesagt…

Mein Gott. Da herrscht ja die reine Lynchjustiz - fast wie früher auf kreuz.net, bzw. jetzt auf der Nachfolgeseite des Herrn Schneeweiß. Ich denke aber dass Tebartz einfach ein vorgefasstes Stereotyp getroffen hat (Protzbischof). Das lässt sich auch medial gut ausschlachten. In solchen Fällen werden dann die Tatsachen nicht mehr hinterfragt, es kommt nicht mehr auf Fakten an, zählen tut nur mehr das pure Ressentiment. Ich denke, dass die Frau Sachenbacher das im Augenblick auch erleben muss. Die musste ihre Facebook-Seite aufgrund vieler Beschimpfungen schon vom Netz nehmen. Traurig.

Gerd F. hat gesagt…

Ja alles schon mal da gewesen. Es wird nicht bei verbalen Haßejakulationen bleiben. Auch das wissen wir aus der Geschichte.