Freitag, 21. Februar 2014

Neuigkeiten zu Bischof Huonder...

Die aufbruch-Umfrage, ob denn der Bischof bitteschön zurücktreten soll, ist mittlerweile wieder online. Ich weiß nicht, ob es sich um das Endergebnis oder den aktuellen Stand handelt, aber ich sehe, daß sich nicht viel getan hat: Immer noch ist die große Mehrheit (79%) der Meinung, der Bischof solle nicht zurücktreten.

Da dieses Ergebnis wohl eher nicht zur Aurichtung der Unabhängigen Zeitung für Religion und Gesellschaft paßt, fragt man sich natürlich, warum die Abstimmung nun wieder online ist.

Da hilft vielleicht ein Beitrag auf Breviarium Roger, in welchem der Autor schreibt:
    Von diversen Seiten wird mir zugetragen, dass jene die Bischof Vitus Huonder absetzen wollen und am 9. März eine Demo in St. Gallen planen, alles zu mobilisieren versuchen was katholisch in seinem Namen trägt oder einstens auf dem katholischen Glauben gegründet wurde (so anscheinend auch Pfadi und Blauring).
Wenn nun also die Organisatoren der Anti-Huonder-Demo (deren Plakat/Flugblatt für die Kundgebung man hier findet) tatsächlich fleißig die Werbetrommel gerührt und viele Zusagen erhalten haben, dann kann ihnen unter Umständen das Abstimmungs-Ergebnis nicht nur egal sein sondern - je nach Poker-Bereitschaft - sogar ziemlich gut in den Kram passen: Angenommen, man hat mit der Demonstration Erfolg und kickt Bischof Huonder irgendwie aus dem Bistum heraus, dann hat man für jede vergleichbare Situation in der Zukunft einen prima Präzedenzfall, auf den man sich berufen kann, wenn man den entsprechenden Autoritäten klarmachen möchte, nicht auf die Mehrheit zu hören, sondern auf jene Weisen und Vorausschauenden, die auch in der Causa Huonder schon recht hatten.

Auf dem Plakat für die Kundgebung liest man dies:
    Wir haben genug von Ausgrenzung, von Diskriminierung, von Feudalismus und systematischem In-Frage-Stellen wertvoller staatskirchenrechtlicher Strukturen. Wir haben genug von disziplinierenden Bischöfen und hartherziger Theologie. Es ist Zeit, gemeinsam hinzustehen für eine Kirche, die wieder Freude macht, die den Menschen zugewandt und mit den Armen solidarisch ist, die mit Hoffnung ansteckt und sich um das Wesentliche kümmert. Und es ist Zeit, dass die Schweizer Bischofskonferenz Verantwortung übernimmt und – gemeinsam mit uns – einsteht für eine neue Leitung des Bistums Chur und eine Kirche, die Zukunft hat.
Also alles wie gehabt, die gewünschten Signalbegriffe sind allesamt eingebaut, und man darf gespannt sein, als was das "Wesentliche" sich im Erfolgsfalle dann wirklich entpuppen wird.

Kommentare:

Geistbraus hat gesagt…

die Abstimmung wurde schon ein paar Tage nach der Löschung wieder online gestellt, nachdem es Artikel darüber z.B. in der Basler Zeitung gegeben hatte und ein Bistumssprecher die Löschung als "Methode, wie man sie von Bananenrepubliken kennt" bezeichnet hatte...

Dürfte also nicht ganz freiwillig geschehen sein.

Cassandra hat gesagt…

"und sich um das Wesentliche kümmert."

Also die Eucharistie feiert? :-)