Montag, 17. Februar 2014

Ich will niemanden beleidigen,...

... aber ich kann selbst nach mehrmaligem und gründlichem Nachdenken meine Bedenken nicht anders formulieren als mit dieser Frage: "Was muß das für ein zerbrechliches Konstrukt sein, welches man mit solcher Panik und solcher Hysterie und diesem Blutzoll vor simplen Fragen, einfallendem Licht und einem einzigen Internetaktivisten beschützen muß?"

Unfaßbar...

Kommentare:

kalliopevorleserin hat gesagt…

Ich bete für Raif und seine Familie. Ich hoffe so, daß er doch noch freikommt - ohne diese barbarische Strafe, die er wohl kaum überleben würde.

Siri hat gesagt…

Der Artikel ist entsetzlich - wenn er denn stimmt...!! Aus dem "Spiegel", einem seit jeher brutalstmöglich antikatholischen Kampfblatt, der Begründer Großmeister einer Freimaurerloge, der in seinem Kampf gegen die Kirche vor keiner Lüge zurückschreckt - aus dieser Latrinenpostille sollte in der Blogozese nicht zustimmend zitiert werden. Das verwirrt die Leser.

Alipius hat gesagt…

@ Siri: Ja, ich weiß! Es ist wirklich ein Kreuz mit meinen unmündigen Lesern, die nie und nimmer in der Lage sind, eine von mir verlinkte SPIEGEL-Nachricht zu lesen, ohne sofort den Wunsch zu verspüren, dieses Wochenblatt zu abonnieren und jedes andere dort abgedruckte Wort für bare Münze zu nehmen. Schlimm!

Monika hat gesagt…

Das ist furchtbar.
Solche Sachen muß man sich merken.
Ebenso wie das
Man möchte sonst immer wieder zu gerne glauben, daß diese Staaten zivilisiert sind.

kalliopevorleserin hat gesagt…

Siri, 1. ist Raif Badawi ebensowenig Katholik wie der Präsident des Iran, "antikatholisch" ist also völlig wurst für diesen Artikel.
2. läßt sich nachprüfen, daß die Nachricht mit hoher Wahrscheinlichkeit stimmt - einfach mit "Raif Badawi" googeln.
3. ist es nicht wirklich neu, daß im Iran Abweichler jeglicher Couleur ihres Lebens nicht sicher sind.

kalliopevorleserin hat gesagt…

Und, pardon: auch wenns diesmal nicht der Iran ist, den ich im Kopf hatte wegen anderer Sachen, sondern Saudiarabien - da gilt das Gleiche, was ich geschrieben habe. Es sei denn, Saudiarabien ist über Nacht katholisch geworden und ich habs nicht gemerkt.

Siri hat gesagt…

@Alipus: es geht nicht um die Mündigkeit der Leser, die hier nicht in Frge gestellt sein soll. Sondern es geht darum, dass ein so übles antikatholisch-linksgrünes Kampfblatt positiv zu zitieren in der Blogozese gar nicht geht. Man zitiert in einem katholischen Portal, wenn man sich über die Lehre der Kirche zur Sexualität auslässt, auch nicht aus einem Porno-Magazin, auch wenn darin mal ein, zwei halbwegs vernünftige Sätze stehen.

Alipius hat gesagt…

@ Siri: Ich weiß überhaupt nicht, was die Ausrichtung des SPIEGELS mit der von mir zitierten Nachricht zu tun hat. Ist die Nachricht falsch, weil sie in einem bösen Blatt wie dem SPIEGEL stand? Das glauben Sie wohl selbst nicht. Wird der SPIEGEL auf ungeziemende Weise überhöht, weil ein katholischer Blogger aus ihm zitiert? Wohl kaum.

Wenn ein katholischer Theologe - aus welchen Gründen auch immer - von einem Porno-Magazin zu einem Interview gebeten wird und - aus welchen Gründen auch immer - zusagt, und wenn er weiters in diesem Interview die katholische Lehre zur Sexualität auf ganz hervorragende und verständliche Weise darlegt, warum sollte ich ihn nicht zitieren dürfen?

Wenn es wirklich nur eine Frage des Anstands sein soll und nicht eine Frage der Mündigkeit der Leser oder der Furcht vor dem Eindringen unreiner Elemente in die katholische Wagenburg, dann sehe ich den Anstand eher dort, wo man der Wahrheit ihren Platz einräumt, egal, ob man sie nun in der Una Voce Korrespondenz oder in einem Schundblatt findet.

Siri hat gesagt…

@Alipius: romtreue echt konservative Katholiken wissen, was sie vom "Spiegel" zu halten haben. Nämlich dass erwiesenermaßen ca. 95% seiner Berichte Lügen sind. Weil es leider nur noch weniger romtreue konservative Katholiken gibt, verdient der "Spiegel" damit prächtig.
Und, ja, auch wenn es politisch inkorrekt klingt: ich ziehe die "reine Wagenburg" den weitg geöffneten Fenstern des Konzilspapstes vor. Was das Öffnen derselben uns "gebracht" hat, sehen wir seit 50 Jahren. Blühen tut der Glaube gerade dort, wo man die "Wagenburg" durchgehalten hat. Und genau das hat der verehrungswürdige Papa emeritus seinerzeit in Freiburg sagen wollen.

Deshalb: nein, keine noch so hervorragende Darlegung der Sexuallehre in ein em Porno-Magazin. Die Verwirrung, die daraus entsteht, ist riesig. Vielleicht wird uns angesichts des jetzigen Papstes selbst das nicht erspart bleiben, daß er dem "Playboy" ein Interveiw gibt. Mag er dann (ausnahmsweise) einmal die Lehre der Kirche treu darstellen - wir wollen alle nicht wissen, was dann bei uns los wäre...