Montag, 24. Februar 2014

** hoppala **

Und hier habt Ihr die Antwort auf die Frage, warum man als Priester schlicht und einfach nie und nirgendwo und mit keinem Wort irgendein noch so kleines Detail irgendeiner je gehörten Beichte preisgibt, selbst wenn die Situation noch so unverdächtig und sicher scheint (wobei sie es im verlinkten Beispiel sicherlich nicht war - wer packt solche Geschichten mit der Einschränkung "erste Beichte" vor einer ganzen Pfarrgemeinde aus?)

Kommentare:

Frank hat gesagt…

Eine ähnliche Geschichte erzählte der jetzige Erzbischof Schick, als er noch Professor in Fulda war, als warnendes Beispiel.
Die war allerdings harmloser und auch sehr einprägsam.

Sursum corda hat gesagt…

Ach, wären doch alle klerikalen Witze so harmlos wie dieser... Habe herzlich gelacht! Wobei beichtende Bürgermeister heutzutage ja eher die Ausnahme sind...

Monika hat gesagt…

Das hat man mir schon in der 8. Klasse erzählt, ein Pfarrer, unser Religionslehrer, ein Witz nach dem selben Muster:

Kommt der Pfarrer nach der Beichte seufzend nach Hause und jammert bei seiner Haushälterin: "Hach, ist das ein furchtbares Dorf. Wie ich dieses Beichtabnehmen hier hasse. Gleich die erste war ein typisches Beispiel von übler Nachrede, Neid und bösem Geschwätz. Und so ging es die ganze Zeit weiter." Kuckt die Geisamerin durchs Fenster und ruft überschwänglich mit ihrer lauten, kratzenden Stimme: "Grüß Gott, Herr Pfarrer, wia guat, dos i heit ganz z'erscht drankumma bin bei der Beicht."

Sehr einprägsam fand ich das. Klar ist es ein Witz, hat mir aber sehr deutlich gemacht, was Beichtgeheimnis bedeutet.

Übrigens kann ich mich nicht erinnern, daß der Kirche jemals vorgeworfen wurde, daß sie das Beichtgeheimnis nicht ernst nimmt.

Imrahil hat gesagt…

Wobei: das ist ein Witz. Und deshalb auch witzig.

Ein katholischer Bub aus etwas zu strengem Elternhaus beichtete einmal einen Schülerstreich oder dergleichen. Das Denelternerzählen wollte er aus verständlichem Grund (der mir entfallen ist) noch aufschieben. Aber der Beichtvater, ein Freund der Familie, brach das Siegel (dagegen hat die Strenge der Familie dann nicht gereicht).

Der Bub verlor den Glauben. Er wurde stattdessen Nazi und ist später als -Völker- und mehrmillionenfacher Massenmörder am Galgen in Auschwitz, wo er Kommandant gewesen war, gestorben. (Wenigstens hatte er zuvor durch die polnischen Gefängnisgeistlichen zum Hlauben scheints zurückgefunden.)

Gut, Korrelation ist nicht Kausalität. Aber trotzdem. Und im Gegensatz zu dem Witz vorhin ist die Geschichte von Rudolf Höß nicht erfunden.