Donnerstag, 20. Februar 2014

Ganz ehrlich! Ich denke mir so etwas nicht aus!

Daniel Deckers schrieb gestern über Limburger Enten:
    Stiftungen, die keine sind, Geheimregistraturen, die es gar nicht gibt: In der Berichterstattung über den Neubau auf dem Limburger Domberg wimmelt es von Unrichtigem, Ungereimtem – und frei Erfundenem.
Ein gewisser Wilhelm Kratochwil kommentiert darauf:
    Zweitens ist ganz allgemein die autoritäre antidemokratische Grundhaltung der katholischen Kirche zu brandmarken, die solches ermöglicht. Dafür rekurriert man auf einen angeblichen Auftrag Jesu, den es nie gab. Wie die Wissenschaft längst feststellte, hat Jesus nie eine Kirche gegründet und nie Petrus zum Papst ernannt. (Näheres dazu im Buch "Raus aus dem religiösen Tertiär!" im united pc verlag, ISBN 978849015980-4). Dies unterschlagen die Kirchen dem Volk, um weiter 79 Mrd. € im Jahr (wie 2012) vom Staat zu kassieren.
'Naja...', denkt sich der Herr Alipius. 'Suchste halt mal und guckste mal...'

Und tatsächlich fand ich auf amazon das vom united pc-Verlag veröffentlichte und für schlanke 14,50 € zu habende Buch: "Raus aus dem religiösen Tertiär! Gegen Unwahrhaftigkeiten christlicher Theologien und für eine erneuerte Ethik."

Autor? Achtung, Überraschung: Wilhelm Rudolf Kratochwil!

Der hat zwar laut eigener Aussage im Vorwort den Lesern nicht weniger zu bieten, als "diese Wahrheiten", die man sich bitte "auf der Zunge zergehen" lassen soll, scheint aber mit den Verkaufszahlen nur begrenzt zufrieden zu sein...

Welche Lehre ziehen wir daraus? Die Wahrheit verkauft man nicht, die Wahrheit hat man!

Kommentare:

MC hat gesagt…

Immerhin kann man Dr. Deckers ein gewisses Maß an Selbstreflexion als Journalist unterstellen, wenn ihm das (endlich) mal auffällt.

Jürgen Niebecker hat gesagt…

Wenn man zurückdenkt, was von Herrn Deckers alles zum "Thema Limburg" geschrieben wurde und wie viel Gift er verspritzt hat, dann reibt man sich doch bei diesem Artikel die Augen.
Vielleicht ist es so, wie einer der Kommentatoren ähnlich schreibt, daß es eine Art Selbstschutz ist, falls der Prüfungsbericht nun doch nicht so negativ für den Bischof ausfällt, wie man herbeigeschrieben hat.

Der Kommentator W. R. Kratochwil fällt in der Kommentarspalte mehrfach auf. — Es lohnt sich nicht auf den einzugehen. Den interessieren keine Fakten, da er eine Meinung – pardon – eigene Wahrheit hat.

Arminius hat gesagt…

500,- € in die Hand nehmen, zur Buchmesse in Frankfurt laufen oder einen Verleger im Internet suchen, das Manuskript verschicken und schon ist man stolzer Buchautor mit ISBN-Nummer. Dazu reicht auch ein mittlerer zweistelliger IQ.

Jürgen Niebecker hat gesagt…

Wenn es nur um die ISBN-Nr geht, dann reicht inzwischen in der Tat ein "Book on Demand Service".
Vorteil der Bücher mit Nummer ist, daß sie m.W. auch bei der Nationalbibliothek aufgenommen werden.

Nachteil (zumindest für Nicht-Fachliteratur-Autoren): Man wird i.d.R. nicht im Autorenverbänden aufgenommen, da derart veröffentliche Bücher dort nicht als „veröffentlicht“ zählen oder einen so bösen Beigeschmack haben, daß es gar ein Ausschlußkriterium für den Aufnahmeantrag ist.


Das oben angegebene Buch ist bei "united p.c." veröffentlicht. – Noch Fragen?
;-)

Anonym hat gesagt…

Wie immer schon, so gelten auch heute zwei Grundwahrheiten im Medien-(Un)wesen:

- audacter calumniare, semper aliquid haeret (nur frisch drauflos lügen, irgendwas wird schon pickenbleiben)
- Ich lasse mir doch von irgendwelchen lästigen Fakten meine schöne Meinung nicht stören!!

Zwetschgenkrampus