Montag, 13. Januar 2014

Ungleichgewicht...

Nachdem jetzt auch (zumindest in Österreich) die Mainstream-Presse vermehrt über Christenverfolgung als Gesamtphänomen berichtet und dabei nicht so richtig unterschlagen kann, daß es sich für Christen in muslimischen Ländern besonders gefährlich lebt, frage ich mich, wie genau das eigentlich weitergehen soll.

Die "Gottes"-Krieger arbeiten also fleißig an christenfreien Ländern. Besonders Syrien macht ja derzeit Schlagzeilen, aber in Ägypten oder im Irak oder in Somalia oder in Afghanistan oder in Pakistan ist die Lage ebenfalls nicht rosig. Hinzu kommen die Staaten, die weniger durch spektakuläre Gewaltakte gegen Christen auf sich aufmerksam machen sondern dadurch, daß in ihnen die öffentliche Ausübung des Christentums einfach verboten ist, z.B. Saudi-Arabien (das aber in Wien dann mal eben ein Zentrum für interreligiösen Dialog initiiert und finanziert - WTF?).

Wenn nun also die Länder, in denen die "Gottes"-Krieger so richtig auf den Putz hauen, irgendwann endlich christenfrei sind, legen die Terroristen und Extremisten dann die Hände in den Schoß? Oder ziehen sie mit ihren Kollegen an dem Strang, der schon mal z.B. in Europa griffbereit ausgelegt wird, wo Leute wie Anjem Choudary in England ihren Mitstreitern raten, die Sozialsysteme der dummen und freigiebigen Westler auszunutzen, um nicht arbeiten zu müssen, sondern mehr Zeit für den Heiligen Krieg zu haben, wo Leute wie Pierre Vogel mit markigen und simplen Sprüchen all jene ins Boot holen, die die Fußball-Hooligans noch nicht rekrutieren konnten, und wo in Moscheen hin und wieder mal Dinge gepredigt werden, die das rechte Maß eindeutig überschreiten?

Ich kann das Ungleichgewicht nicht übersehen: In vielen islamischen ändern wird den Christen das Leben entweder schwer oder zur Hölle gemacht. Ein falsches Wort, eine falsche Geste, eine Anwesenheit am falschen Ort zur falschen Zeit und die Krummdolchschwinger kommen. In Europa kann sich der Islam unterdessen einnisten, es sich so richtig gemütlich machen und mit der Islamophobie-Keule geichzeitig einen auf breite Hose machen und die beleidigte Leberwurst spielen, wenn irgendwo mal Fragen gestellt werden oder man anmerkt, daß vielleicht nicht alles so super-ideal ist, dort, wo die wilden Kerle wohnen und es den Christen sekündlich an die Gurgel geht.

Unabhängig von der immer wieder auf der Tagesordnung stehenden Frage, wie viele Muslime nun "so" sind, wie viele bei einer gewaltsamen Ausbreitung ihrer Religion gerne mitmachten und wie viele schweigend aber mit Genugtuung einfach nur bei einer solchen gewaltsamen Ausbreitung zusähen, grübele ich seit geraumer Zeit darüber nach, wie lange man das noch mit ansehen kann und will und ob es irgendetwas gibt, das man dagegen tun kann, ohne sich selbt der Gewalt oder der Unterdrückung schuldig zu machen. Erhöhte Aufmerksamkeit und Sicherheitsmaßnahmen... Schön und gut... Aber was so ein richtiger "Gottes"-Krieger ist, der läßt sich dadurch ja leider nicht wirklich abschrecken. Im Gegenteil. Sie werden versuchen, die Sicherheitsmaßnahmen zu umgehen, und auch Wege finden es zu tun, was dann wieder dazu führt, daß die Sicherheitsmaßnahmen erneut verstärkt werden müssen, etc...

Das besonders Tragische ist, daß es den "Gottes"-Kriegern meist völlig egal ist, wen sie töten und in die Luft sprengen können. Es leiden ja auch Muslime unter dem Terror. Mich wurmt zudem, daß zahlreiche Länder, in denen jene Religion die Macht hat, deren Anhänger "bei weitem nicht alle so sind", trotzdem irgendwie nicht verhindern können, daß ihre Christen vertrieben und getötet werden. Ist da das Interesse an der Sicherheit und Existenz der Christen einfach nicht groß genug? Oder soll es wirklich so sein, daß eine Minderheit aureicht, um ein Land zu destabilisieren, in den Abgrund zu reißen und christenfrei zu machen?

Dann freue ich mich schon so richtig auf die Zukunft in Europa! Aber nee... Bei uns kann so etwas ja nicht passieren. Wir sind viel zu gefestigt und solide. Wann hat es schon in den letzten einhundert Jahren jemals in Europa einen solchen Bruch der Stabilität gegeben, daß kriegsähnliche Zustände herrschten...

Oh, Moment...

Kommentare:

Gerd F. hat gesagt…

Wir hatten in unserer Gemeinde mal einen Aushilfspriester aus Nigeria. Er erzählte mir, dass man ihm hier in Deutschland eine Pfarrstelle angeboten hätte. Er lehnte dankend ab mit dem Hinweis, dass der Glaube in unserem Land OT: "tot" sei. Viel lieber würde er in seiner Heimat, wo es ja ständig zu tödlichen Übergriffen auf Christen kommt, den Glauben verkündigen wollen. Das sagt wohl einiges über die "gefestigten" Strukturen in unserer Heimat aus. Vielleicht ist es so, dass Gott "uns" den Glauben nimmt und denen anvertraut, die durch Leiden und Sterben für denselben eintreten. Ein schmerzlicher Prozess führ wahr, allerdings wohl ein unvermeidlicher.

kalliopevorleserin hat gesagt…

Aitzaz Hassan, dieser tapfere pakistanische Schüler, war auch Moslem - wie die meisten oder alle seiner Mitschüler. Das war dem "Gotteskrieger", der sie alle töten wollte, sicher klar. War wohl nicht die richtige Art Islam? Oder ein Christ oder Sympathisant des Christentums dabei?
Ich weiß nicht genug über den Islam, um beurteilen zu können, ob diese Gewalttätigkeit wirklich immanent ist. Aber die Aggressivität im Islam unserer Zeit ist jedenfalls unübersehbar.
Persönlich glaube ich, wir erleben jetzt eine Endzeit - denn wenn der Messias nicht sehr bald wiederkommt, ist keiner mehr übrig, der Ihn erwartet.

Bellfrell hat gesagt…

Ihr habt ja alle keine Ahnung!
Lest doch unseren Viktor Hermann. Der weiß genau was Sache ist. Leider ist der Artikel nicht online, aber ich habe auf meinem Blog ein Photo davon reingestellt.