Mittwoch, 15. Januar 2014

Dem Herrn Alipius seine Kardinäle (Teil I)

Weil ja jetzt bald wieder eine Kardinalsernennung ansteht, und weil mir mit dem geistbraus beim Gedanken an eine stinklangweilige, graue, kahle, öde Plattenbaukirche so gar nicht wohl zumute ist, werde ich bis zum 22. Februar in unregelmäßigen Abständen mal wieder ein paar Nümmerchen bringen, die dem geneigten Leser und dem entsetzten Papst klar machen, welchen Film ich fahre, wenn ich das Wort "Kardinal" höre.

Den Anfang machen die gesammelten Spielzeuge von Désiré-Félicien-François-Joseph Kardinal Mercier, Erzbischof von Mecheln von 1906 bis 1926, Entdecker und Förderer von Georges "Big Bang" Lemaître und wichtige Persönlichkeit des belgischen Widerstandes im Ersten Weltkrieg. Ich glaube, ich habe das schon einmal auf am römsten gepostet, bin mir aber nicht sicher, und doppelt hält ja bekanntlich eh besser...


Da bleibt kein Auge trocken...

Kommentare:

Monika hat gesagt…

Der arme Mann. Rottöne stehen nicht jedem :-) - ich empfehle eine Typberatung auch für Kardinäle

Anonym hat gesagt…

Die "gesammelten Spielzeuge"? Diesen Ausdruck lehne ich ab. Nach dem seinerzeitigen Kirchen- und liturgischen Recht, inkl. dem bekannten Caeremoniale für die Kardinäle (Original von anno Tobak 17-undeinpaarZerquetschte), waren die hier präsentierten Gegenstände eher das Handwerkszeug (so Bischofskreuz, -ring und -stab) und die Dienstkleidung. Diese zerfiel jeweils in eine Sommer- und Wintergarnitur (Sommer: Seide, Winter: Wollstoff). Beide Ensembles hatten noch jeweils zwei Untergruppen: Festkleidung (in Rot) und Fastengarnitur (in Violett). Modern gesprochen, hatte der Kleiderpomp auch eine keynesianische Wirkung, alldieweil er beaucoup Arbeitsplätze im italienischen Textilsektor sicherte;-) Insofern fast eine soziale Verpflichtung, in Zeiten der neoliberalen Kälte wieder zurück zu den früheren Normen zu gehen ...

Zwetschgenkrampus

Alipius hat gesagt…

@ Zwetschgenkrampus: Och, Sie kennen mich doch jetzt lange genug! Ist Ihnen das Augenzwinkern hinter dem Begriff "Spielzeuge" entgangen?