Mittwoch, 11. Dezember 2013

Papst Franziskus wurde vom Time Magazine zur "Person des Jahres" gewählt...

Das Hamburger Abendblatt berichtet:
    Gewürdigt werden unter anderem sein Verzicht auf große Autos, prunkvolle Kleidung und seine Absage an Pomp und Privilegien.
Die Vorstandsmitglieder von Time Warner nicken voller Sympathie, während sie mit ihren Twingos zu einer Frittenbude fahren, wo sie in der Schlange anstehen, bevor sie sich eine Curry-Combi bestellen, die sie in ihre Drei-Zimmer-Wohnungen mitnehmen, wo sie sie auf ihrem IKEA-Sofa im Jogginganzug genießen.

Mal sehen, ob - und wenn ja wo - der Papst wirklich nachhaltig Schule macht...

Kommentare:

Monika hat gesagt…

Person of the Year (Wikipedia)

Das ist ne durchwachsene Liste.

Monika hat gesagt…

Person of the year (Wikipedia)

Das ist ne durchwachsene Liste

Cinderella01 hat gesagt…

Vor allem hat er die Diamanten und Brillanten aus dem Petersdom entfernen lassen, die laut "Zeit-Dossier" ja dort überall prangten, so lange Benedikt Papst war....

Anonym hat gesagt…

Jetzt müßte er nur noch aus seinem Luxushotel-das Gästehaus genannt wird- ausziehen. Denn dort ist der für Rom größte Luxus: Das komplette Haus wird das ganze Jahr über klimatisiert

damasus hat gesagt…

Och- nicht nur die heurige Liste ist durchwachsen, "durchwachsen" ist auch die Schar, der bisher vom Magazin Gekürten, so schmückt Wallis Simpson die Auswahl - direkt nach ihr Adolph Hitler, Stalin kam sogar zweimal zu der Ehre, Ayatollah Khomeini....aber auch die Päpste Johannes XXIII und Johannes Paul II, Einstein und Gandhi.....

Severus hat gesagt…

Ich kenne jemanden, der ernsthaft daran dachte, wieder in die Kirche einzutreten, nur weil der Papst schwarze und keine rote Schuhe trägt, R4 fährt und "Guten Abend" sagt (*räusper*)!

Ester hat gesagt…

@ Severus
die spannende Frage ist a) ob die Person auch wirklich eingetreten ist und b) ob sie damals ausgetreten ist weil der damalige Papst Papamobil fuhr, rote Schuhe trug und caro fratelli (weiß nciht wie man das schreibt) sagte?

Severus hat gesagt…

@Ester
zu a) Nein, bis jetzt noch nicht.
zu b) Ja, so ungefähr.
Aber wieso ist das eine spannende Frage ?:-)

Anonym hat gesagt…

Das ist einfach umgekehrtes Scapegoating. Wir loben und preisen mal jemanden, der das tut, was wir eventuell auch tun sollten, wenn es nicht so verdammt unkomfortabel wäre, und hoffen, dass keiner die Diskrepanz merkt...

Benni hat gesagt…

Ist das jetzt schlimm, dass die Times den Papst dazu gekürt hat? Und damit der öffentlichen Aufmerksamkeit Rechnung trägt, die der Papst dieses Jahr erhalten hat? Ich meine, ich weiß es soll immer um Inhalte gehen und dass gerade in Glaubensfragen. Aber ich sehe eine große Kontinuität zwischen Benedikt und Franziskus: Beide sind und waren bemüht darum, Gräben zuzuschütten. Und beide in den Bereichen, in denen sie dies am besten und authentischsten können.

Michael Boedi hat gesagt…

Die Nominierung bedeutet nicht mehr oder weniger als dass Franziskus einen Eindruck gemacht hat - ob gut oder schlecht, diese Auswahl trifft das Magazin sowieso nicht.
Und als jemand, der an "vorderster Front" steht bin ich froh, dass wir einmal eine positive Rezeption haben und nicht jedes Gespräch damit beginnt, was denn der Papst alles wieder so gesagt habe. (Williamson zB). Er setzt BXVI ziemlich nahtlos fort, sein Fokus ist nur ganz woanders und das ist gut so, denn es rückt die tatsächlichen Probleme der Menschen mehr in den Vordergrund und nicht liturgische.
Im Übrigen war es der erste Auftritt auf dem Balkon, der ihm die Symphatie eingebracht hat und seine offene, herzliche Art. (Die BXVI auch hatte, aber nicht in dieser Art spürbar)