Mittwoch, 4. Dezember 2013

Es kommt auch mal vor, daß ich es gar nicht so toll finde, wenn ich recht habe...

Am Dienstag, den 26. November, veröffentlichte ich nach Lektüre der ersten paar Seiten des Apostolischen Schreibens EVANGELII GAUDIUM einen kurzen Kommentar, in welchem ich mir ausmalte, wie bestimmte interessierte Stimmen in der Kirche sich die folgende Passage für ihre Zwecke an Land ziehen:
    Es ist nicht angebracht, dass der Papst die örtlichen Bischöfe in der Bewertung aller Problemkreise ersetzt, die in ihren Gebieten auftauchen. In diesem Sinn spüre ich die Notwendigkeit, in einer heilsamen „Dezentralisierung“ voranzuschreiten.
Irgendwann in den letzten Tagen hat der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner auf seiner Homepage die Strategieplanung einer "Kölner Kircheninitiative" wohl eher ungeplant veröffentlicht. Heute findet man jedenfalls unter der Internetadresse nur das allseits beliebte "Nicht gefunden", sprich, das Dokument wurde ganz fix wieder gelöscht...

Mit im Boot sitzen der Kölner Stadtanzeiger, SPIEGELonline und Christ in der Gegenwart. Der für die Kölner schreibende Hanno Weinert sieht die Initiative "als konkrete Verwirklichung vor Ort der päpstlichen Rede von der Dezentralisierung und der Beteiligung aller, ob nun geweiht oder nicht, in den Bistümern".

Was beim Papst noch in Anführungszeichen stand, soll für die "Kölner Kircheninitiative" sicherlich Programmpunkt Nummer eins und Rechtfertigung für eine Erzbischofswahl per acclamationem seu inspirationem durch das sich vor dem Dom in Köln versammelnde Kirchenvolk sein...

Glückwunsch, Realität! Du gewinnst!

Kommentare:

MC hat gesagt…

Dann einigen wir uns doch auf einen Kandidaten, fahren nach Köln und rufen den Namen laut vor dem Dom aus. Mal gucken, wer mehr Leute zusammen kriegt.

Sr. Mirjam hat gesagt…

Kirchenvolk? Ich höre immer Kirchenvolk. Nein, wahlberechtigt sind nur Gremienvertreter, ZDK, KfD, und was es noch so alles gibt. Von wegen Kirchenvolk...