Samstag, 14. Dezember 2013

Das vierzehnte Türchen...

Bei einigen der "Was sie damals so trieben"-Künstlern war die Rudelbildung sehr beliebt: Man pfropfe eine Gruppe von Prälaten in einen Raum und lasse sie einfach mal machen...

Der Italiener Francesco Brunery ist mit dem folgenden Bild bereits zum zweiten Mal in diesem Adventskalender vertreten. Warum die Massenauftritte von Kirchenfürsten für Maler reizvoll waren, erklärt dieses Werk recht anschaulich: Erstens war es eine schöne Farbpalettenübung zwischen Rot, Purpur und Violett. Zweitens konnte man die Kardinäle, Bischöfe und Monsignori so schön rumtoben lassen: Es wird gechnupft, gezockt, dargeboten, gelauscht, gelacht und dem Mitspieler in die Karten geschaut, daß es eine wahre Freude ist. Für die Phantasie bleibt immer noch Platz. Viele mögen sich fragen, was der junge Herr ganz links soeben für eine Anekdote erzählt. Einige möchten vielleicht wissen, ober der Kartengucker aus seiner Schandtat auch Profit ziehen wird. Ich hätte gerne eine giantische Version des Bildes, um nachzuschauen, ob sich in der Blankpolierten, glodenen Kugel des Deckenleuchters vielleicht irgendetwas Interessants spiegelt.

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