Dienstag, 17. Dezember 2013

Das siebzehnte Türchen...

Und nochmals Jehan Georges Vibert! Im Kielwasser seines Pfauen-Kardinals kommt ein bepurpurter Jungspund daher, der sich aber mal sowas von klasse findet, daß es schon in Richtung Comic geht.

Oder für mich in Richtung Slapstick: Denn tatsächlich erkenne ich in der leicht hochmütigen und schwerst mit sich selbst zufriedenen Haltung des Prälaten irgendwo eine klassische Oliver Hardy-Pose, welche dieser in der Regel genau zwei Sekunden vor dem Moment einnahm, in welchem ihm - flatsch! - eine dicke Sahnetorte ins Gesicht flog und somit das mühsam errichtete Gerüst des Stolzes im Handumdrehen einriß. Nun ist mir schon klar, daß in Kardinalspalästen die Torten nicht einfach so herumflogen wie Konfetti beim Rosenmontagszug. Aber meine Phantasie ist da irgendwie ziemlich autonom und sagt sich oft "Was interessiert mich die Wahrscheinlichkeit? Ich habe grade eine bekloppte Idee, und die zeige ich dir jetzt im Kopfkino!"

Also - und es wäre wirklich schade um die schöne Cappa: Ducken, Eminenz!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Er sieht aus wie ein Musical-Hauptdarsteller just in der Sekunde, bevor er zu singen anhebt.

Alipius hat gesagt…

@ anonym: Eben! Es ist ganz viel Drama, Bühne und Scheinwerferlicht mit im Spiel. Deswegen mußte ich angesichts der Pose an Oliver Hardy denken. Aber Musical oder Oper paßt natürlich auch.

Monika hat gesagt…

Der malt ja wirklich tolle Sachen.
Und dort das Bild aus der Küche

Langsam werde ich noch an Fan des Genres.

Cassandra hat gesagt…

Hmm... ich sehe den würdigen Herrn eher aus dem polierten Parkett den Abgang machen.