Freitag, 6. Dezember 2013

Das sechste Türchen...

Dem Italiener Umberto Cacciarelli (1880-1909) war aufgrund seines frühen Todes nur eine kurze Schaffensperiode vergönnt, in welcher er aber einige ganz schöne "Was sie damals so trieben"-Werke produzierte. Was bei Cacciarelli auffällt, das sind die Kardinalsgewänder, die immer ausgesprochen faltenreich und rauschig daherkommen. So zum Beispiel auch auf dem folgenden Gemälde, welches einen Kardinal zeigt, dem ein junger Mann höflicherweise beim Herabsteigen einger Stufen behilflich ist, während der Prälat mit der Rechten ein wenig die Roben rafft, welche er dann noch irgendwie in der im Hintergrund bereits wartenden Sänfte unterbringen muß.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Also irgendwie haben diese ganzen barocken Gemälde einen deutlich homoerotischen Touch...

Cassandra hat gesagt…

1880-1909, da hatten wir den Barock schon eine Weile hinter uns.
Aber dieser fin-de-siecle-Kram ist nicht ohne :-)