Montag, 23. Dezember 2013

Das dreiundzwanzigste Türchen...

Der Spanier Luis Álvarez Catalá (1836 - 1901) hat auf seinen "Was sie damals so trieben"-Gemälden eher selten Kardinäle eingebaut. Aber wenn er es getan hat, dann kam immer eine richtig schöne Szene dabei heraus.

Auf dem heute präsentierten Werk sehen wir einen Kardinal in seiner am Boden abgestellten Sänfte bei geöffneter Türe mit drei ihm vermutlich bekannten Personen schwatzen. Links hinter der Sänfte gönnen die Träger sich ein Ruhepäuschen. Auf der Balustrade liegt rechts ein mutiger Bursche, wahrscheinlich der Sohn der bei ihm stehenden Frau, die ein Kleinkind auf dem Arm trägt und ein weiteres Töchterchen an ihrer Seite hat. Ganz rechts schaut noch ein junges Pärchen herüber. Und im Hintergrund grüßt die Ewige Stadt, vor allem natürlich der Petersdom!

Kommentare:

kalliopevorleserin hat gesagt…

Gefällt mir sehr! (Übrigens besonders: das lachsrosa Kleid. Will ich auch haben.)
Die Eminenz gönnt den Sänftenträgern ein Päuschen, man sieht ja an dem einen, daß die Arbeit auch auf die Schultern geht - und nutzt die Gelegenheit zum netten Plausch. Endlich mal einer in der Serie, der einfach nur sympathisch ist und gar nicht eitel!

Alipius hat gesagt…

@ Claudia: Also, nur um die Ehre meiens Adventskalenders und der Eminenzen zu retten: Ich finde, daß es schon noch ein paar andere Herren gab, die nicht eitel, sondern sympatisch wirkten, z.B hinter Türchen eins (wegen der Lausbubenhaftigkeit), hinter Türchen zwei (wegen der verträumten Nachdenklichkeit), hinter Türchen sieben und vierzehn (wegen der Freude am Vortragen bzw Vorgetragen-Bekommen) oder auch hinter Türchen dreizehn (wegen der fast ansteckenden Entspannung)...

kalliopevorleserin hat gesagt…

Gut, stimmt - und ich gestehe, daß ich nicht alle Türchen aufgemacht habe. :-)
Aber das Genre neigt schon sehr zum Prälatenbashing auf höchstem Niveau - oder?

Alipius hat gesagt…

@ Claudia: Ja, da war oft ein Schuß Antiklerikalismus dabei. Da habe ich im sechzehnten Türchen etwas zu geschrieben.