Freitag, 15. November 2013

Vor über einem Monat...

... schrieb ich, daß mir der Papst im Moment zu viel redet bzw daß mir zu viel über Dinge berichtet wird, die er gesagt hat (haben soll).

Nach diesem Interview von Irmgard Schwaetzer mit dem Domradio sollte ich vielleicht noch hinziufügen, daß mir der Papst von vielen Leuten viel zu falsch verstanden wird bzw daß sich viel zu viele Leute den Papst so zurechtlegen, wie sie ihn gerne hätten.

Schwätzer:
    Sich nicht mit den Initiatoren des Marschs für das Leben auf eine Stufe zu stellen, bedeutet nicht, dass man nicht hoch engagiert für den Erhalt des Lebens und für den Lebensschutz kämpft, aber auf eine andere Art. Ich halte es da wirklich mit Papst Franziskus, der ja an dem Tag vorher in Rom noch darum gebeten hat, Barmherzigkeit zu zeigen, auch für die Frauen, die in einer schweren Notlage sich für eine Abtreibung entscheiden. Mit dieser Haltung kann ich mich sehr gut identifizieren.
Radio Vatikan im Namen des Papstes:
    Gerne verbindet sich Seine Heiligkeit mit den Teilnehmern am Marsch für das Leben im Gebet und bittet Gott, alle Bemühungen zur Förderung des uneingeschränkten Schutzes des menschlichen Lebens in allen seinen Phasen mit seinem Segen zu begleiten.
Wie die Braut des Lammes in diesem erklärenden Artikel bereits festgestellt hat, besteht zwischen dem Einsatz für das ungeborene Leben und der Barmherzigkeit für jene, die gefehlt haben, kein unüberbrückbarer Gegensatz.

Die "Meinen Dom kriegt ihr nicht"-Aktion der Vorsitzenden des Berliner Domkirchenkollegiums anläßlich des diesjährigen Marsches für das Leben müffelt irgendwie immer noch ein wenig in diese Tage hinüber. Ich bin schon der Meinung, daß eine machtvolle aber friedliche Demonstration für das Leben ein sehr hohes Engagement für den Erhalt des Lebens offenbart. Hut ab vor jedem, der daran teilnimmt. Ich wünsche mir, ich hätte die Zeit, jedes Mal dabei zu sein (und ich wünsche mir, den deutschen Bischöfen ginge es ähnlich...).

In Predigten, auf Podien, in Zeitungen, im Internet schlau daherreden ist eine Sache. Aber "hoch engagiert" ist für mich immer noch der, der auch mal dahin geht, wo es zwar weh tut, wo aber auch diejenigen, die sich sonst über das Thema vielleicht nicht so viele Gedanken machen, auch mal etwas mitbekommen (und sei es nur die Präsenz von Tausenden von Lebensschützern)...

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