Mittwoch, 27. November 2013

Sie bloggt nicht oft,...

... aber wenn sie bloggt, dann lohnt sich ein Besuch!

Charlotte von Strudelfutz folgt Bachmichels Aufruf, nennt zuerst Ihr Lieblingslied aus dem alten Gotteslob (welches, das wird natürlich hier nicht verraten) und nimmt dann an der neuen Version des Stückes die Autopsie vor, indem sie die Überlegenheit des alten Textes herausstellt. Sehr schön!

Außerdem hat sie mir einen kostenlosen Trip zurück in die Kindheit spendiert. Vielleicht erinnert sich ja auch jemand von Euch noch daran und springt auf den Zug auf!

Kommentare:

Admiral hat gesagt…

Nix da mit "jemand... springt auf den Zug auf"!

Adressat für dieses Ping warst ganz klar Du!

Also laß Dir was einfallen!

Anonym hat gesagt…

Ein schönes Beispiel für die Begleitung der langsame aber stetige Verharmlosung und Verflachung unseres Glaubens. Von einer reinen sprachlichen Anpassung an die Sprache der Gegenwart kann hier keine Rede mehr sein; es geht an die Inhalte!

Wen wollen und können wir noch begeistern, wenn wir uns unsere Ecken und Kanten nehmen. Lamentieren wir also nicht, wenn wir unsere Leute irgendwann bei den Sekten wiederfinden (den inner- und den außerkirchlichen).

Noch ein schönes Beispiel gefällig? Auch die Kirche selbst und auf die Kirche will offenbar niemand mehr hören! Das schöne Lied, das wir zu Erstkommunion, Firmung etc. zur Tauferneuerung gesungen haben wurde entstellt:

Version GL alt/Betende Gemeinde: "Fest soll mein Taufbund immer stehen, ich will die Kirche hören...."

Neu: "Fest soll mein Taufbund immer stehen, ich will dem Herrn gehören..."

Trifft genau die Mentalität: Ich zimmere meinen Glauben selber, mach mir das mit Gott aus, die Kirche brauch ich nicht!

Machts nur so weiter! Wenn wir erst vor einem wirren Trümmerhaufen stehen, gibt es wenigstens die Chance auf einen Neuanfang!

F.F.

Braut des Lammes hat gesagt…

Ach was, das endet damit, daß alle mit Stentorstimme einfach weiter ich will die Kirche hören brüllen, schon weil sie es auswendig singen. Das war mit den lobenden Brüdern schon nicht anders.

Jorge hat gesagt…

"Ich will dem Herrn gehören" passt zur Taufe allerdings in der Tat besser als der alte Text.

Sicherlich ist das Wasser auf die Mühlen derer, die dem Missverständnis aufsitzen, man könne Christ sein oder bleiben wollen, ohne zur Kirche zu gehören, und von daher ist diese Änderung von mir aus tatsächlich etwas "zeitgeistig" (ein Wort, das ich normalerweise lieber meide).

Andererseits ist es ebenfalls ein gängiges, "zeitgeistiges" Missverständnis moderner, konfessionell geprägter Menschen zu glauben, die Taufe sei bloß der Eintrittsritus in die Kirche (oder gar in "eine" Kirche, wie viele meinen, als ob jede Konfession ihre eigene Taufe hätte).