Montag, 4. November 2013

Autorin verschenkt Kopfgeld... ähh... Preisgeld

kath.net berichtet:
    Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat am gestrigen Montag zum elften Mal den Katholischen Medienpreis verliehen und bei zumindest einer Preisverleihung offensichtlich kräftig danebengegriffen.
Was ist passiert? Der Preis ging an die Journalistin Lara Katharina Fritzsche. Sie ist eine Redakteurin des Magazins der "Süddeutschen Zeitung". Ausgezeichnet wurde ihr Text "Das Leben nach dem Tod in Utøya", der im vergangenen Jahr im ZEIT-Magazin veröffentlicht wurde. Fritzsche strich die 5.000,-€ Preisgeld ein und spendete die Kohle öffentlich dem "Bündnis für sexuelle Selbstbestimmung" mit der Begründung: "Ich finde, dass Frauen selbst über ihren Körper entscheiden können sollten - mit allen Konsequenzen". Das Bündnis organisiert die Gegendemos zum Marsch für das Leben und ist daher mitverantwortlich für die Beschimpfungen und Pöbeleien, welche die dort mitgehenden Christen regelmäßig über sich ergehen lassen dürfen.

Im Internet wurde jetzt hier und dort die Frage gestellt, ob es nicht heuchlerisch sei, wenn Fritzsche das Geld annimmt von einer Institution, mit der sie offensichtlich nicht so wirklich viel am Hut hat. Ich denke, daß Fritzsche mit sich und ihrer Entscheidung ganz gut leben kann, da sie sich sicherlich als eine Art Robin Hood sieht. Sie hat das Geld - nicht mit Waffen sondern mit Worten - den bösen Reichen (also den sich nicht in ihren Protzpalästen sondern in den Schlazimmern ahnungsloser Frauen herumtreibenden Kirchenfürsten) abgeluchst und gibt es jetzt den guten Armen (also den händeringend nach Abtreibungsmöglichkeiten suchenden Frauen).

Plus: Fritzsche hat ihre Spendenaktion an die große Glocke gehängt. Sie hat sich somit erstens öffentlich und medienwirksam von der vermeintlich frauenhassenden Kirche distanziert und hat sich zweitens eine solide Jubelbasis im Lager der Lebensschutzgegner aufgebaut.

Tragisch ist, daß hier für den Rummel und das Spotlight und die Anbiederei das ungeborene und daher besonders schützenswerte Leben den Preis nicht erhält sondern zahlen soll.

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