Montag, 7. Oktober 2013

"Momentchen mal... Mit 'Christenverfolgung' meinst Du doch sicherlich, daß Christen andere Menschen verfolgen und nicht, daß sie selbst verfolgt werden, oder?"

John A. Allen Jr. schreibt im SPECTATOR über die weltweite Christenverfolgung (die es ja eigentlich nicht gibt)...

Hier zwei der "BINGO!"-Zitate:
    Just as one didn’t have to be Jewish in the 1970s to care about dissident Jews in the Soviet Union, nor black in the 1980s to be outraged by the Apartheid regime in South Africa, one doesn’t have to be Christian today to see the defence of persecuted Christians as a towering priority.

    ...

    Say ‘religious persecution’ to most makers of cultured secular opinion, and they will think of the Crusades, the Inquisition, Bruno and Galileo, the Wars of Religion and the Salem witch trials. Today, however, we do not live on the pages of a Dan Brown potboiler, in which Christians are dispatching mad assassins to settle historical scores. Instead, they’re the ones fleeing assassins others have dispatched.
Allen beschreibt die Verfolgung als die große Katastrophe unserer Zeit, über die nicht berichtet wird. Das ist vielleicht nicht ganz fair. Denn berichtet wird über die Verfolgung der Christen ja schon hin und wieder. Es interessiert sich halt nur kein Schwein dafür, weil "Galileo" und "Kreuzzüge" und "Hexenverbrennung" und "Prada-Schuhe" und "Hätte Maria abgetrieben"...

In einer Zeit, in der gilt "Mein Körper gehört mir!", wird auch jedes Bißchen Energie, das man aufbringen kann, kaum dem Wohlergehen oder den Interessen anderer geopfert, es sei denn, sie gehören zur eigenen Lobby oder zur schicken "Da halte ich mal medienwirksam und symbolisch die Hand drüber"-"Opfer"-Gruppe du jour.

Addiere dazu einen bei bestimmten medienpräsenten und lautstarken Gruppen im Vertrag stehenden Selbsthaß auf die eigene Kultur, den eigenen Glauben, das eigene Land und die eigene Geschichte. Addiere weiterhin eine Definition von "Erinnerung", die sich nur noch in Mahnung, Besserwisserei und Sonnenbaden auf dem moralischen Hochsitz erschöpft. Und schon hast Du die ungesunde Mischung, welche gehetzte Aktivisten erzeugt, die sich um jeden Preis sicht- und hörbar engagieren müssen, es aber auf keinen Fall am falschen Ende tun dürfen.

Je heftiger, lauter und penetranter heutzutage irgendwo "Menschenrechte" eingefordert werden, um so sicherer darf man sein, daß es hier nur um die Rechte jener Menschen geht, die ein Gesamtpaket mitbringen aus "Für die darf man sich engagieren" plus "Die Medienanerkennung unseres Engagements für diese Leute erzeugt so ein warmes Nettigkeitsgefühl" plus "Hat mir auch schon jeder auf die Schulter geklopft, weil ich mich für diese Leute engagiere?".

Und Christen sitzen da nun mal leider das falsche Ende, weil - wie eben schon gesagt und da draußen sicherlich nicht zum letzten Male gehört - "Galileo" und "Kreuzzüge" und "Hexenverbrennung" und "Prada-Schuhe" und "Hätte Maria abgetrieben"...

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