Mittwoch, 14. August 2013

Zum Gedenktag des Heiligen Maximilian Kolbe...

... fällt mir heute auch nicht mehr ein, als im vergangenen Jahr:

In Auschwitz, wo die gesamte Welt ein Loch war, welches in sich selbst hineinstarrt, wo die hochmütigen Fratzen der Gewalt auf die bereits ihrer Tränen beraubten Wachsmasken des Leids hinablickten, wo die Hoffnung in den finstersten Ecken kaum noch Nahrung zum Überleben fand, wo der Mensch nicht Mensch sein durfte noch konnte, dort steht ein Mann auf und wird einem anderem zum Bruder, dort steht ein Mann auf und schenkt einem anderen das Leben, dort steht ein Mann auf und nimmt ein Kreuz auf sich, das nicht sein Kreuz war und doch aller Kreuz ist, dort steht ein Mann auf und zeigt den sich krampfhaft an ihrem Übermenschen-Dasein Festhaltenden, was ein Mensch ist, dort steht ein Mann auf und wirft sich nieder vor dem Schöpfer des Lebens.

Er ist die Antwort auf die Frage, wie man nach Auschwitz noch von Gott reden kann.

Heiliger Maximilian Kolbe, bitte für uns!

1 Kommentar:

Anonym hat gesagt…

"Wo war Gott in Auschwitz? In der Tat eine Frage, die nicht verstummen will! Sollten wir nicht aufhören, Ihn zum Lückenbüßer für die Unmenschlichkeit allzu vieler Zweifüßler zu machen? Wo war der Mensch in Auschwitz? So sollten wir fragen... Als Freigelassener der Schöpfung wandelt der Mensch auf dieser Erde -und Gott ist weder sein Wärter noch ein Polizist."
Pinchas Lapide, jüd. Theologe und Religionswissenschaftler (1922-1997)

Maximilian Kolbe war so ein Mensch, ein helles Licht in tiefster Finsternis