Samstag, 3. August 2013

Amüsant...

Die Gleichmach-, Regulierungs- und Verbotewut der Grünen hat ein neues Opfer gefunden:
    Die Holzklasse wurde bei der Bahn schon vor 60 Jahren abgeschafft, nun wollen die Grünen auch die 1. Klasse nicht mehr. "Es geht nicht, dass sich nur exklusive Leute exklusive Angebote leisten können, wir fordern Komfort für alle", sagte Tilmann Schade, Sprecher der Grünen Jugend in Kiel am Mittwoch und erhielt Zuspruch von der Mutterpartei. "Die Trennung in 1. und 2. Klasse ist anachronistisch und passt nicht mehr in unsere Zeit", sagt Grünen-Landeschefin Ruth Kastner.
Ein Einblick in das grüne Hirn: Erzwungene erhöhte Abgaben für Besserverdienende? Kein Problem! Freiwillige erhöhte Abgaben für eine bessere Gegenleistung? Total anachronistisch!

Kommentare:

kalliopevorleserin hat gesagt…

Mein Vater hatte ein steifes Bein. Er fuhr 1. Klasse (was er sich zum Glück leisten konnte), weil er dort Platz hatte, das Bein auszustrecken, und es nicht mit Mühe unbequem hinzuquetschen wie in der 2. Klasse (mit dem Erfolg, daß er auch nach langen Bahnfahrten nicht eine Stunde brauchte, bis er wieder gehen konnte).
Wenn die 1. Klasse abgeschafft wird, wird eine Form von minderem Luxus eingeführt, teurer und etwas besser als 2. Klasse, günstiger und viel schlechter als 1. Klasse. Voraussehbarer Erfolg: Es werden weniger Leute Bahn fahren.

Gerd F. hat gesagt…

Nach grüner Logik fahren alle im Käfer. Aber wohin dann mit dem Holzbein?

Juergen hat gesagt…

Die Forderung nach „Komfort für alle“ erinnert mich an das „Brot für alle“ in der Geschichte mit der kleinen Roten Henne.

Kennste nicht… kein Problem. Da isse:

Es war einmal eine kleine rote Henne, die auf dem Bauernhof scharrte, bis sie einige Weizenkörner fand. Sie rief ihre Nachbarn und sagte: „Wenn wir diesen Weizen pflanzen, werden wir Brot zu essen haben. Wer will mir helfen ihn anzubauen?“
„Ich nicht“, sagte die Kuh.
„Ich nicht“, sagte die Ente.
„Ich nicht“, sagte das Schwein.
„Ich nicht“, sagte die Gans.
„Dan werde ich es tun“, sagte die kleine rote Henne. Und sie tat es.
Der Weizen wuchs hoch, reifte und trug goldene Körner. „Wer will mir helfen den Weizen zu ernten?“, fragte die kleine rote Henne.
„Ich nicht“, sagte die Ente.
„Dafür bin ich nicht zuständig“, sagte das Schwein.
„Ich würde meinen Status verlieren“, sagte die Kuh.
„Ich würde meine Arbeitslosenunterstützung verlieren“, sagte die Gans.
„Dann werde ich es tun“, sagte die kleine rote Henne, und sie tat es.
Schließlich kam die Zeit, da das Brot gebacken werden sollte. „Wer hilft mir das Brot zu backen?“, fragte die kleine rote Henne.
„Das hieße Überstunden für mich“, sagte die Kuh.
„Ich würde meine Sozialhilfe verlieren“, sagte die Ente.
„Ich habe zwei linke Hände und nie gelernt, wie man das macht“, sagte das Schwein.
„Wenn ich die Einzige sein soll, die hilft, dann ist das diskriminierend“, murrte die Gans.
„Dann mache ich es“, sagte die kleine rote Henne. Sie buk fünf Laibe Brot und hielt sie hoch um sie den anderen zu zeigen.
Jetzt wollten alle etwas davon abhaben; sie forderten sogar lauthals ihren Teil. Aber die kleine rote Henne sagte: „Nein, ich kann die fünf Brote ebenso gut selbst essen.“
„Unmäßiger Profit“, brüllte daraufhin die Kuh.
„Kapitalistischer Blutsauger“, schrie die Ente.
„Gleiches Recht für alle“, forderte die Gans.
Das Schwein grunzte nur. Und sie malten „Unfair“ auf Transparente, liefen um die kleine rote Henne herum und riefen Obszönitäten.

Als der Regierungsvertreter kam, sagte er zu der kleinen roten Henne: „Hör mal, du darfst nicht habgierig sein!“
„Aber ich habe mir das Brot doch selbst verdient“, erwiderte die kleine rote Henne.
„Genau“, sagte der Regierungsvertreter. „Das ist das wunderbare System des freien Unternehmertums. Jeder auf dem Bauernhof kann so viel verdienen, wie er will. Aber unter unseren modernen Regierungsbestimmungen müssen die produktiv Tätigen ihr Produkt mir denen teilen, die nicht arbeiten.“
Und sie lebten danach glücklich und zufrieden, auch die kleine rote Henne.
Aber alle auf dem Hof wunderten sich, warum sie nie wieder Brot gebacken hat.

Anonym hat gesagt…

Mein Gott diese Leute sind sowas von unwählbar, dass es schon fast erschühtternd ist.

Cinderella01 hat gesagt…

@Jürgen,
da gibt's (aber nur im englischen) eine ähnliche Geschichte, die heißt "Mr. Wolfe and the pancakes" ...
Dem will auch erst keiner helfen ... aber als die Pfannkuchen fertig sind, stehen sie alle vor der Tür und wollen mitessen. Mr. Wolf lässt sie dann auch rein, verspeist einen nach dem anderen die isst die Pfannkuchen zum Nachtisch. Da wundert es uns nicht, dass es dieses Kinderbuch nicht auf Deutsch gibt ...

Anonym hat gesagt…

Das Traurige ist, diese Einstellung ist a) weiter verbreitet, als man auf den ersten Blick annehmen möchte; b) analogiefähig, d.h. man kann sie problemlos auf andere Gebiete ausweiten; mit ähnlichen Resultaten - leider. Und da wundern sich manche Leute, warum ich bei Slogans wie "Bildung für alle" oder Geisteshaltungen á la "Ganztagsschule - für alle Kinder gleich welcher Begabung immer und unhinterfragt das Richtige, daher machen wir sie gleich verpflichtend" mehr kotzen möchte, als ich je fressen kann ...

Zwetschgenkrampus

Anonym hat gesagt…

jaja, ich sehe es schon kommen: nachher wird die erste Klasse abschafft, und es wird nur noch die zweite Klasse geben, für die man allerdings dann erste-Klasse-Preise bezahlen muss...

Anonym hat gesagt…

Ja, die Grünen, sie wollen eben bestimmen, wie wir zu leben haben. In Schleswig-Holstein versucht man sich mit der Eisenbahn und in Berlin wollen sie bestimmen, wie wir uns zu ernähren haben: pro Woch einmal "Veggie Day". Und wenn schon fleischiges, dann aber soundso viel Prozent Öko.