Dienstag, 30. Juli 2013

Und zu später Stunde...

... noch einer aus der Abteilung "Bitte genüßlich auf der Zunge zergehen lassen!":
    Das Verbot der Sexualität bleibt der wichtigste Machtfaktor der katholischen Kirche.
Sagt David Berger im SPIEGEL-Interview...

Kommentare:

kalliopevorleserin hat gesagt…

Der hat doch mal ein ziemlich schwieriges Fach studiert. Und dabei mehrmals schriftlich beweisen müssen, daß er analytisch denken kann. (Also ich glaube, Studium geht so, jedenfalls im Großen und Ganzen.)
Und da frag ich mich jetzt: Wie bald hat er Grundlagen wissenschaftlicher Arbeit (saubere Recherche) vollständig vergessen? Und hat er CIC und KKK eigentlich irgendwann mal zu diesem Thema konsultiert?

Sr. Mirjam hat gesagt…

Oh, Mist, unnu? Alle umoperieren lassen? Jetzt kapier ich endlich, warum es kein Frauenpriestertum geben kann, weils gar keine Frauen oder Männer gibt. Das ist kirchlicherseits VERBOTEN.

Meine Güte, die Kirche stirbt aus, sobald alle ihre Lehre befolgen.

Ich bin erschüttert!

damasus hat gesagt…

Putin? Kleiner hatte der Berger David es nicht? Spricht nicht für sein Differenzierungsvermögen.

sophophilo hat gesagt…

Folglich darf es auch keine unauflöslichen Ehen geben. Na dann...

Iris Kammerer hat gesagt…

Vom Paulus zum Saulus ...

Cinderella01 hat gesagt…

Bei WOn stand heute der erste "Frust-Artikel", dass der Papst ja eigentlich nicht mehr gesagt habe, als im Katechismus steht. Darunter stand dann als erster KOmmentar:
"Die Kirche macht keinen Unterschied zwischen "gutem und schlechtem 'Sex'", das überlässt sie Leuten, die es praktizieren. Den logischen Unterschied, den die Kirche macht, ist der zwischen 'Sex' und Geschlechtsverkehr."

Auch D.B. redet auch nur über Sex ...

Anonym hat gesagt…

Das Verbot der Sexualität bleibt der wichtigste Machtfaktor der katholischen Kirche.

Das ist doch Blödsinn! Sexualität ist genau so wenig verboten wie Linkshändigkeit und Homosexualität.

Obwohl - in meiner Grundschulzeit WAR das verboten- Linkshändern wurde ihre Linkshändigkeit buchstäblich herausgeprügelt und gleichgeschlechtliche Liebe war strafrechtlich sanktioniert.

Aber das ist ja lange vorbei und die Kirche verbietet ja auch Homosexualität nicht mehr, Sexualität schon gar nicht; sie verbietet nur, jedwede sexuelle Betätigung, ausser in der kirchlich gesegneten Ehe nur unter gegengeschlechtlichen Partnern selbverständlich und auch dann nur, wenn durch die Sexualität auch Kinder entstehen sollen, können, dürfen - oder so ...

Der langen Rede kurzer Sinn: Sexualität und deren Anwendung ist nur dann gut, wenn alle kirchlichen Bedingungen erfüllt sind.

Alles ander ist Sünde der Unzucht! Ohne kichliche Erlaubnis: Unzucht! Ohne die "Offenheit zur Zeugung von Kindern": Unzucht! Gleichgeschlechtlich: UNZUCHT!!!

Mehr Verbot, als Erlaubnis; ob Berger das gemeint hat? Er wird ja wissen, wovon er redet. Er kennt sicher alle dreitausend Paragrafen, na ja, fast dreitausend, des Katechismus und sicher auch den Neuner-Roos und den Denzinger-Schönmetzer, pardon, der heisst ja jetzt Hünermann.

Arminius hat gesagt…

Man muß sich mal in diese Presseleute hineinversetzten:

Wenn der Papst das Wort homosexuell im Zusammenhang mit dem Wort Respekt verwendet, brennen bei denen alle Sicherungen durch und die denken nur noch an ihre Schlagzeilen. Daß dann die Enttäuschung und die Scham vor der eigenen Unwissenheit riesengroß ist, wenn sie merken, daß der Papst nur aus dem Katechismus zitiert hat, ist doch klar.

Unsere lieben Journalisten, die die Katholische Kirche seit 200 Jahren treu und glaubensstark begleiten, so vorzuführen, war nicht lieb von unserem Papst. Wirklich nicht.

F. M. hat gesagt…

Arminius hat gesagt:
Wenn der Papst das Wort homosexuell im Zusammenhang mit dem Wort Respekt verwendet, ...


Das muss einen doch nicht derart verwundern wie Sie! Der Begriff Homosexualität und homosexuell wurde in Kirchenkreisen und bei Konservativen IMMER in negativem Zusammenhang und in Verbindung mit strengsten Verboten, bis in unsere jüngste Vergangenheit sogar im Strafgesetzbuch, verwendet.
Dass im Katechismus Respekt für Menschen mit dieser Liebesveranlagung gefordert wird, hat ja nicht verhindert, dass diesen Menschen die Ehe verboten wird, Adoptionen verboten werden und der Eintritt ins Priesterseminar verwehrt wird.

Machen wir doch ein Gedankenexperiment mit dieser Schizophrenie: Katholiken werden selbverständlich respektiert und geschätzt, aber sind an dieser Schule weder als Lehrkräfte, noch als Lernende erwünscht! Und wir sprechen hier NICHT über eine Koranschule wahhabitischer Ausrichtung.

Oder wie wäre es damit: Katholiken werden in dieser Gemeinde respektiert und sind uns willkommen. Aber verzichten Sie bitte auf Fronleichnamsprozessionen, umherziehende Sternsingertrupps, öffentliche Zurschaustellungen an Karfreitagen und zu Allerseelen und Allerheiligen und läuten Sie bitte keine Glocken!

Sehen Sie uns so wie Sie reagieren würden, wenn Sie solchen "Respekt" Ihr ganzes Leben "genossen" hätten und plötzlich Glockengeläut das zur Fronleichnamsprozession ruft hören würden, so reagieren jetzt die Medien und die Betroffenen dieses "Respekts".

Dordino hat gesagt…

@ F.M.

Ihr Gedankenexperiment hat einen kleinen Schönheitsfehler: katholisch zu sein hält einen nicht davon ab das Abitur zu schaffen und zu Studieren, homosexuelle Handlungen dagegen führen in keinem Fall zur Zeugung eines Kindes.

Als Mensch mit homosexuellen Neigungen steht es Ihnen frei ins Priesterseminar einzutreten, denn zu wem Sie sich hingezogen fühlen ist respektive Zölibat ihr ganz persönliches Problem. Nur sollten Sie halt bereit sein die Lehre der Kirche zu vertreten.

Anonym hat gesagt…

Diese Diskussion überfordert mein schlichtes Gemüt. Wie kann man denn gleichzeitig vom Papst Bescheidenheit und Demut fordern oder diese zumindest loben, aber gleichzeitig auch nur mit dem Gedanken spielen, er könne sich anmaßen, an den von unserem GOTT und HERRN geschaffenen Regeln und Ordnungen zu rühren. Schließlich ist ER es, der den Menschen als Mann und Frau geschaffen hat, der seinem Volk unter Vermittlung von Mose die 10 Gebote, darunter auch das Gebot, die Ehe nicht zu brechen, übergeben hat, usw., wobei unter Ehe natürlich das zu verstehen ist, was nach damaligem Sprachgebrauch Ehe war, nämlich die ausschließliche und dauerhafte Verbindung eines Mannes und einer Frau zur Gründung einer Familie. Die Kirche und auch der Papst kommen nur ihrer Pflicht nach, den Menschen GOTTES Regeln und Ordnungen immer wieder zu erläutern und sie zu deren Einhaltung zu ermahnen; und zwar letzteres ausschließlich im Interesse der Menschen, nicht der Kirche. Denn wer den HERRN liebt und aus dieser Liebe heraus versucht, seine Gebote zu verstehen und einzuhalten, kann bei Verfehlungen auf die Liebe und Gnade des HERRN vertrauen. Jeder Mensch ist seiner Natur nach der Versuchung zur irgendeiner Art der Sünde in besonderer Weise ausgesetzt. Der eine neigt zum Stehlen, der andere zu Selbstherrlichkeit und wieder ein anderer zu sexuellen Handlungen außerhalb einer Ehe, seien diese Handlungen nun homo- oder heterosexuell. Daher ist das, was der Katechismus und Papst Franziskus sagen, ganz selbstverständlich: Ein Homosexueller ist ein Mensch wie jeder andere und mit dem gleichen Respekt zu behandeln wie jeder andere. Aber es ist die Aufgabe der Kirche und des Papstes, ihm genau wie jedem anderen vor Augen zu halten, daß er bei bestimmten Verhaltensweisen, zu denen er neigt, damit rechnen muß, beim jüngsten Gericht bestraft zu werden, wenn er nicht wenigstens nach Kräften versucht, sie zu unterlassen.
Diese Lehre ist katholisch, aber sie wird auf Grund ihrer Herkunft aus der Heiligen Schrift durchaus von vielen anderen Christen geteilt (jedenfalls abgesehen davon, daß andere Christen eine andere Haltung zu katholischer Kirche und Papst an sich haben), nur daß es bei anderen Christen nicht so auffällt, weil deren Religionsgemeinschaften nicht in gleicher Weise ein Organ haben, das durch sein Lehramt nach innen für ein einheitliches Glaubensverständnis innerhalb der Gemeinschaft sorgt und nach außen für die gesamte Gemeinschaft spricht.

Ein Gutmensch