Samstag, 29. Juni 2013

Interessant...

Dieses Abendschau-Video befaßt sich mit dem Flüchtlingslager am Oranienplatz in Berlin, wo zu Beginn der vergangenen Woche ein türkischer Anwohner einen Asylbewerber mit einem Messer verletzt hat.

Ein CDU-Mann, Kurt Wansner, spricht sich gegen den Verbleib der Asylanten am Oranienplatz aus und sammelt dafür Unterschriften. Sein Wunsch: Die Flüchtlinge mögen in die Bundesländer zurückgehen, in denen sie ursprünglich Asyl beantragt haben. Seine Begründung: Integration läßt sich am Oranienplatz nicht herstellen und eine Zustimmung der Anwohner ist so nicht zu erreichen.

Als nächstes spricht der Bürgermeister von Frierichshain-Kreuzberg, Franz Schulz, ein Bündnis '90/Grüne-Mann, der die Forderungen der Asylbewerber teilt. Er sagt (zusammengfaßt): "Das, was dieser Abgeordnete macht, ist geistige Brandstiftung, die wir nicht brauchen, sondern wir brauchen neben Aufmerksam-Machen und Sensibilisieren auch, daß wir die Bevölkerung nicht gegeneinander aufhetzen."

Vielleicht ist aufgrund der vielen, lustigen Ideen, mit welchen die Grünen immer wieder mal prunken, meine Brille ein wenig ungrün gefärbt, aber täusche ich mich, wenn ich feststelle, daß der Versuch einer Problemlösung für den Oranienplatz eher in den Worten des CDU-Abgeordneten liegt, während man bei dem Grünen-Mann eher so etwas findet, wie Ablenkung durch Anklage und Schuldzuweisung?

Natürlich kann man sagen, daß die Anwohner sich nicht so anstellen sollen, weil ihre Probleme nichts sind im Vergleich zu den Problemen der Asylbewerber. Aber dann hätte Schulz doch wenigstens über mögliche Lösungen für die Asylbewerber reden können, denn daß diese nicht auf ewig und drei Tage am Oranienplatz bleiben können (wo sie immerhin schon seit fast neun Monaten residieren), leuchtet doch ein.

Auch interessant: Am Oranienplatz haben Aktivisten ein Plakat aufgehängt, auf dem "Abschiebung ist Mord" steht. Tausende abgetriebener Föten nicken zustimmend...

1 Kommentar:

Cinderella01 hat gesagt…

Offensichtlich das gleiche Problem wie in München, nur dass man hier nicht 9 Monate gewartet hat. Erstaunlich ist für die mich, dass die Kirche hier noch nicht erkannt hat, welches Missionsgebiet sie hier vor der Haustür hat.
Wahrscheinlich ist es hier wie überall: Die Kirche sagt, der Staat soll was tun und übersieht dabei, dass sie dazu berufen ist, den Menschen die Wahrheit Christi zu bringen. Es ist zum Weinen.