Donnerstag, 6. Juni 2013

Atheistische Realsatire

Während der diesjährigen Schulabschlußfeier an der Lincoln County High School in Kentucky sprach der Klassenpräsident ein etwa einminütiges Gebet.

Böser Fehler...

Auf tritt eine jener seltsamen Gestalten, die nicht oft genug betonen können, wie sehr sie NICHT von einem Gott abhängig sind, den sie als Krücke benutzen müssen, nur um sich dann mit Hilfe der Beschwerde- und Gejammer-Krücke ins Rampenlicht zu schleppen.

Ricky Smiths, ein ehemaliger Christ, fühlte sich durch die schamlose und gewaltsame Zurschaustellung menschenunwürdiger Steinzeitrituale nicht nur eingeschüchtert, sondern drohte laut der Washington Times auch gleich mal mit einer Klage.

Die Begründung läßt man sich genüßlich auf der Zunge zergehen, bevor man sie vor lauter Lachen wieder aus der Nase herausschießen läßt:
    "Having church groups at the entrance of the school makes non-Christian students as well as their family members and friends feel uncomfortable and even threatened," he said to The Advocate-Messenger. "Every student should feel safe at their graduation ceremony and should not have to worry about religious bullying."


    ("Kirchliche Gruppen am Schuleingang zu haben, führt dazu, daß nicht-christliche Schüler und ihre Familienmitglieder sich unbequem und bedroht fühlen", saget er [Smith] dem Advocate-Messenger. "Jeder Student sollte sich bei seiner Abschlußzeremonie sicher fühlen und sollte sich nicht vor religiösem Bullying [schwer zu übersetzen... "Bullies" sind die Typen, die auf dem Schulhof immer nach Schwächeren Ausschau halten, um sie dann zu drangsalieren] fürchten müssen")
Oh boy...

Wenn die Atheisten wirklich mal eine große Mehrheit stellen, dann gute Nacht! Könnt Ihr Euch den Zusammenbruch des öffentlichen Lebens vorstellen, welcher unmittelbar aufgrund sakro-induzierter Schockstarre eintreten wird, sobald irgendwo ein religiöses Symbol zu sehen, ein Gebet zu hören oder ein wenig Weihrauch zu riechen ist?

Die armen Küken! Gibt's nicht irgendeine Möglichkeit, denen klarzumachen, daß auch sie ohne Furcht leben dürfen? Daß auch sie eine Würde besitzen, die man nicht einfach leichtfertig mit "Meine halbe Familie wurde von einem Vaterunser erschlagen"-Dramoletten schändet? Daß auch sie selbstbewußt und zufrieden leben können, ohne sich ständig bei jedem noch so kleinen Anlaß als die eigentlichen Bullies hervorzutun?

Einfach nur albern...

Manchmal beißen die bösen Christen aber zurück! Der Pickens County School District in Georgia hatte beschlossen, künftig bei Schulabschlußfeiern keine Gebete mehr zuzulassen, nachdem mal wieder irgendwo ein paar Atheisten-Windeln schneller gewechselt werden mußten, als geplant.

Grüß Gott, Roy Costner IV von der Liberty High School! Nachdem er sich zum Rednerpult begeben hatte, zerriß er seine für die Zeremonie geplante Rede, erzähle von und dankte für seine religiöse Erziehung und betete dann das Vaterunser, begleitet vom Applaus und Jubel des Publikums.

You go, Roy!

Kommentare:

Herminator hat gesagt…

Wobei da schon ein wesentlicher Unterschied besteht: einerseits ein von der Schule veranstaltetes/verantwortetes Gebet - andererseits das Gebet eines einzelnen.
Schulisch veranstaltetes Gebet: da sage ich auch nein! Will ich ein mohammedanisches Gebet? Ein Gebet zu Isis? Einen von der Schule eingeflogenen Froschverehrer? Nein, also verzichte ich gerne auf die Unterstützung einer christlichen Version! (Niemand kann mich ja hindern selbst zu beten, das muß ja nicht einmal berkbar sein!) Wenn einer der Schüler aber sein Recht auf "free speech" ausübt - dann immer zu!

Und ansont´sten barauchen da wieder einmal ein paar Leute eine Runde Bedauern! Ohhhhh! Ihr armen!

Schalom
Hermann

Cassandra hat gesagt…

Wie wäre es damit: ich fühle mich künftig von zur Schau gestelltem Atheismus bedroht.

Imrahil hat gesagt…

Nein, ich will kein Gebet zu Isis, keines zu einem Froschverehrer und auch nicht unbedingt eines nach mohammedanischem Ritus, sondern ein christliches zum wahren Gott, und zwar eines, daß sich explizit als ein christliches outet.

Herminator hat gesagt…

ABer daran hindert di´ch doch niemand! Wir können jederzeit soviel beten wie wir wollen!

Schalom
Hermann

Imrahil hat gesagt…

Ehrlich gesagt habe ich weniger das Gebet, als das Glaubensbekenntnis gemeint. Also daß sich die Schule explizit nicht für Isis, Frösche oder sonstwas und auch nicht für Indifferentismus und höfliche Zurückhalterei entscheidet, sondern unserem Herrn und König huldigt. Und das drückt das Privatgeber eben nicht aus.

Herminator hat gesagt…

Aber genau das kann und darf eine staatliche Schgule nicht! Und das finde ich auch gut, denn sonst würde sich das Gebet immer an die "Mehrheitsreligion" anpassen. Und dann würde man heute zu Mammon beten! An Bekenntnisschulen ist das durchaus anders.

Und ich denke es ist gut, daß unser Staat grundsätzlich neutral sein soll, die Gefahr eines Missbrauchs der Religion ist mir einfach zu groß.

Es gibt auch imstaatlichen Schulsystem Möglichkeiten, ich habe damals an der Berufsschule einen Gebets- und Bibelkreis gegründet, da wurde uns ohne Probleme ein Raum zur Verfügung gestellt! :-)

Schalom
Hermann