Montag, 13. Mai 2013

Quengelware...

Ich habe eben in der aktuellen ZEIT einen Artikel (noch nicht online verfügbar) mit dem Titel "Süße Geschäfte" gelesen. Er handelt davon, wie die Werbung - besonders für ungesunde Lebensmittel - den Alltag der Kinder in Deutschland mittlerweile fast vollständig durchdringt und mit welchen genau auf Kinderhirne und -seelen abgestimmten Mitteln die Konzerne ihre Produkte an den Eltern vorbei (oder sogar mit Hilfe der Eltern: "Eltern wollen ihre Kinder ernst nehmen und nicht länger bevormunden") an den Mann bzw an das Kind bringen.

Vor lauter "Naggingmarkt" und "Pester Power" und "Bonding" und "Marktintegration in den Alltag" ist mir jetzt ein wenig schwindelig, so daß ich die etwas schockierende Grundbotschaft des Artikels jetzt verkürzt und daher vielleicht auch arg vereinfacht wiedergebe.

Frage: "Warum werden ausgerechnet ungesunde Produkte so hysterisch beworben?"

Antwort: "Gesunde Produkte sind in der Herstellung teurer."

Da ich nicht genau weiß, wie groß die Gewinnspanne für die Konzerne im Bereich Süßigkeiten und/oder Junk-Food ist, setze ich das Fazit mal mit einem Körnchen Salz: "Lieber volle Geldbörsen in Chefetagen und Marketingagenturen, als Kinder, die sich gesund ernähren!"

Kommentare:

Iris Kammerer hat gesagt…

"Lieber volle Geldbörsen in Chefetagen und Marketingagenturen, als Kinder, die sich gesund ernähren!"

Anstelle gesund ernährter Kinder könnte man noch jede Menge Alternativen einfügen. Immerhin leben wir in einer Kultur [räusper], deren erhabenstes Ziel es ist, die Zahl der Millionäre zu erhöhen. Oder hat die säkulare Welt noch andere Werte als Sachen, die man kaufen kann?

Alipius hat gesagt…

@ Iris: Klar, das Thema läßt sich beliebig umpflanzen.