Dienstag, 14. Mai 2013

Michael Schmidt-Salomon-FAIL,...

... irgendwo zwischen "Zum Schmunzeln" und "Das ist jetzt einfach nur noch traurig":
    "In diesem Zusammenhang wäre jede westliche Überheblichkeit unangebracht, schließlich verdankt sich der zivilisatorische Aufstieg Europas in der Renaissance-Zeit nicht zuletzt den Impulsen des 'muslimischen Kulturkreises', der das reiche Erbe der Antike pflegte, während im 'christlichen Westen' jahrhundertelang alles vernichtet wurde, was im Widerspruch zur Bibel stand."
Zu finden hier mit einem Hat-Tip nach hier.

Kommentare:

F. M. hat gesagt…

Ihr heiliger Zorn über diese Blasphemie in allen Ehren Herr Alipius, aber Schmidt-Salomon hat mit seiner Aussage Recht.
Nicht zufällig rechnen wir mit arabischen Ziffern und nicht mit römischen und die meisten mit freiem Auge sichtbaren Sterne haben Namen, die so gar nicht nach dem lateinischen und damit christlichen Kulturkreis klingen. Denken Sie nur an Beteigeuze, Aldebaran oder Rigel. Und die Grundlagen unserer Mathematik sind auch nicht unbedingt auf katholischem Mist gewachsen, wie der schöne Name Algebra für eines der wichtigsten Gebiete dieser wunderbaren Wissenschaft zeigt. Auch den Aristarchen können wir nur deshalb lesen, weil es eine Übersetzung aus dem arabischen gibt, nachdem die allerchristlichsten Lehrer alles was ihnen unkatholisch, heidnisch erschien, kurzehand vernichtet haben. Darunter eben auch die dem Westen zugänglichen Schriften des grossen Mannes aus Stageira.
Christlich-katholische Überheblichkeit ist auf wissenschaftlichem und kulturellem Gebiet überhaupt nicht indiziert; im Gegenteil, wir sollten das arabische Erbe unserer Kultur genau so pflegen, wie die antiken griechischen Fundamente unserer Zivilisation. Immerhin haben wir den Arabern zu verdanken, dass wir von den alten Griechen überhaupt noch etwas wissen können.

Und wenn es Sie versöhnt: die heiligen drei Könige kamen aus dem Morgenland. Das waren die Leute, die sich eben so komische Namen wie Alnilam, Alnitak und Mintaka für die Gürtelsterne des Himmelsjägers ausgedacht haben. Sie sehen, auch unser wichtigstes Buch ehrt die Wissenschafter aus dem Morgenland, da sollten wir nicht so kleinlich sein und und die grosse Leistung, von der wir bis heute profitieren, kleinreden oder gar verspotten.

Alipius hat gesagt…

Es gehört zur Natur des Menschen, daß er sich nützliche Dinge zu eigen macht, wo und wann er sie findet. Niemand bestreitet, daß die arabische Welt Dinge hervorgebracht hat, die in der christlichen Welt dankbar übernommen wurde. Schmidt-Salomons Eifer ließ ihn aber leider weit über das Ziel hinausschießen.

Von christlicher bzw westlicher Überheblichkeit reden übrigens nur Sie und Schmidt-Salomon. Ich habe nichts gegen einen gepflegten Selbsthaß bei anderen Leuten. Ich allerdings werde nicht einerseits die Leistungen anderer anerkennen und anderersetis auf meinem eigenen Erbe herumtrampeln. Mein Glaube gibt mir die Sicherheit, a) sowohl christliche als auch nicht-christliche Errungenschaften anzuerkennen und b) Bullshit als Bullshit (in diesem Falle das Zitat Schmidt-Salomons) zu bezeichnen, wo ich ihn antreffe.

F. M. hat gesagt…

Immer wieder verblüffend, wie leicht ausgewiesenen Katholiken das Wort Hass über die Lippen bzw. aus der Tastatur kommt. Und dass dieser immer und immer wieder bei anderen Personen verortet wird.
Aber man muss ja schon dankbar sein, wenn als Objekt dieses gefühlten Hasses nicht die römisch-katholische Kirche oder gar die Katholiken diagnostiziert werden.

In diesem Sinne mit Dankbarkeit

Ihr

F. M.

Alipius hat gesagt…

@ F.M: Nein nein nein!

Sie veratehen mich ganz falsch! Ich wollte nur schauen, ob Sie sich treu bleiben und werden und immer brav nach dem Haar in der Suppe suchen, welches Ihnen eine Mecker-Litanei gestattet ("Nicht dezidiert genug von der Todesstrafe distanziert", "Schmidt-Salomon unterstellt, er wollte andeuten, die arabische Welt habe in der Vergangenheit nie etwas für den Westen Nützliches vollbracht"...)

Gratuliere! Sie haben das kleine Wörtchen Haß (sogar versteckt in "Selbsthaß") gefunden und wie erwartet reagiert ("Mal besser nicht auf die eigentliche Botschaft eingehen, sondern lieber ablenken und einen Nebenschauplatz aufmachen. Zwar Abzüge, weil der Haß, der mir unterstellt wird, mich nicht als Katholiken-oder Kirchen-Hasser brandmarkt, was intensiveres Jammern rechtfertigen könnte. Aber besser als nix...").

Solide!

F. M. hat gesagt…

"... das kleine Wörtchen Hass ..."

Also wenn Hass, auch wenn es von Ihnen als Selbsthass diagnostiziert und definiert wird, für Sie "ein kleines Wörtchen", wahrscheinlich nicht mehr als eine Marginalie, ist, dann bin ich aber heilfroh, dass ich nicht Ihr katholisches Menschenbild haben muss.

Wenn schon Hass für sie eine Kleinigkeit ist, dann möchte ich lieber nicht wissen, was für Sie dann wirklich grosse Worte sind. „Krieg“ vielleicht? „Völkermord“? Ah ich weiss! Seine Eminenz Joachim Kardinal Meisner hat es uns ja immer wieder gepredigt: BABYCAUST! Das muss für Sie ja denn ein wirklich grosses Wort sein. Wahrscheinlich das wichtigste überhaupt. Das Wort des Jahrtausends. Oder ist es doch eher „SEX“?
Aber was solls, das sind alles Spekulationen, genau wie Ihre Hass- und Sündenzuweisungen. Aber wenn Sie schon über Hass spekulieren, dann darf ich doch auch … oder eher doch nicht?

PS: Das Haar in der Suppe zu finden, ist eine der wichtigsten Aufgaben der Naturwissenschaften (mein Metier); aber wir tun es nicht selbst dorthin, um dann lautes Kriegsgeschrei darüber anzustimmen, wenn es ganz unverhofft auftaucht, so wie die Kirche das mit den Sünden macht.

Alipius hat gesagt…

@ F.M.: Kommentarbereichsalbaderei = 26 Buchstaben = großes Wort

Haß = 3 Buchstaben = kleines Wörtchen

Jetzt klar?

Chrysostomus hat gesagt…

Ähm.... die italienische Renaissance nährte sich aber meines Wissens nicht zuletzt von dem aus Konstantinopel fliehenden Intelligenzpool. Und diese gut ausgebildeten "Gastarbeiter" waren meines Wissens auf der Flucht, weil sie den Untergang der Stadt überleben wollten. Den wiederum verursachten die .... aber lassen wir das. Ich möchte doch die muslimische Welt nicht provozieren, indem ich mich nicht mit ihnen herzlich über ihren Sieg übers Christentum freue.
Nebenbei: Die arabische Blüte war zur Zeit der beginnenden Renaissance schon ziemlich welk...

F. M. hat gesagt…

@ F.M.: Kommentarbereichsalbaderei = 26 Buchstaben = großes Wort

Haß = 3 Buchstaben = kleines Wörtchen

Jetzt klar?


Nein! Das ist eine ganz und gar klägliche und Ausrede und schäbig noch dazu. Gott befohlen!

Alipius hat gesagt…

@ F.M.: Kläglich und schäbig ist einzig, daß Sie lieber festlegen, wie ich meine eigenen Worte gemeint habe, als wenigstens zu versuchen, den guten Willen aufzubringen, eine Erklärung nicht als Ausrede zu betrachten.

Sie sind hier fertig.

Anonym hat gesagt…

@ F. M.

Ach so, aus Byzanz kam dabei gar nichts (wurde hier ja bereits angeschnitten), speziell in der Renaissance nicht, ja klar. Informieren Sie sich doch erstmal.

Aristarchos & Co. waren irgendwie auch keine arabischen Mohammedaner, sondern Griechen, Römer etc. Europa, als kulturelle Einheit, umfasste in der Zeit des röm. Imperiums auch Nordafrika, Ägypten, Palästina, die Levante und Kleinasien. Außerdem können Sie sich auch gleich einmal ansehen, wie viele Christen es im Nahen Osten zu Beginn der mohammedanischen Herrschaft gab, wer diese unterwiesen, alles übersetzt etc. hat. Da kommt man gleich ins Staunen. Und wenn man schon so anfängt, mit Algebra, Zahlen u. dgl. windigen Zeugs (denn rechnen und zählen konnten die antiken Heiden auch ganz gut, gleich wie die christl. Abendländer), dann muss man das wohl alles auch eher den Indern, als den Arabern zuschreiben.

Absurder Quatsch, was Sie und SM verbreiten. Sollte nur, wenn auch erst viel später, einmal angemerkt werden. »Bildungsferne Tiefflieger« (Zitat!) hieß es ja bereits andernorts ...