Mittwoch, 3. April 2013

Natürlich...

Auf Stern.de fand ich dieses Juwel:
    Der Vorsitzende der Türkischen Gemeinde in Deutschland, Kenan Kolat, verlangt mit Blick auf den jüngsten Brand in einem von Türken bewohnten Haus, in solchen Fällen künftig grundsätzlich von einem rechtsradikalen Motiv auszugehen. "Bisher haben die Sicherheitsbehörden einen rechtsradikalen Hintergrund bei solchen Ereignissen gleich von vornherein ausgeschlossen", sagte Kolat dem "Kölner Stadt-Anzeiger" vom Mittwoch. Dagegen gingen die Behörden in England "automatisch von einem rassistischen Anschlag aus, um dann zu schauen, ob doch etwas anderes dahintersteckt".
Erstens: Ja, wir Deutschen sind böse!

Zweitens: Das Land, das früher einmal als England bekannt war, wird offenbar von viel braveren Ḥarbīs bevölkert.

Kommentare:

De Benny hat gesagt…

Naja, ich kann schon verstehen, wenn man sich nach den ganzen NSU Morden und den Beschuldigungen der Opfer ein wenig unwohl fühlt hierzuland, und das dann auch äußert.
Stellt Dir entsprechendes in der Türkei vor: Langjährige Morde an Katholiken, die Täter hängen irgendwie mit dem Geheimdienst zusammen, aber die Schuld wird erst mal den Katholiken gegeben, die ja eh alle kriminell sind, und dann mauert der Geheimdienst noch und zerstört Dokumente und beim Verfahren kriegen katholische Medien keinen Platz im Raum, weil sie vielleicht das Vergabeverfahren nicht kannten...
Klar muß man dann nicht so reagieren. Man könnte, wenn man sich besser im Griff hat, auch ruhigr reagieren, sich nichts ins Boxhorn jagen lassen. Aber ich kann die Hand nicht dafür ins Feuer legen, daß ich ruhig bleiben würde. Du?

Alipius hat gesagt…

@ DeBenny: Langjährige Morde an Katholiken/Christen kann ich in vielen muslimischen Ländern beobachten. In diesen Ländern muß man aber die Leute nicht auffordern, doch bitte davon auszugehen, daß diese Morde von Extremisten begangen wurden, da die Extremisten sich ja in der Regel selbst stolz zu ihren Anschlägen bekennen.

Ich erwische mich bei jeder Horror-Meldung, die von islamistisch motivierten Terroranschlägen berichtet, dabei, daß ich denke "Hoffentlich stimmt das jetzt auch und es versucht nicht nur irgendwer, die Geschichte den Moslems in die Schuhe zu schieben". Dies ist eine Form des Zweifels, die ich von einem Funktionär wie Kolat gar nicht verlange. Aber ein wenig mehr Zurückhaltung seinerseits wäre meiner Meinung nach nicht dumm gewesen.