Dienstag, 16. April 2013

Florida/Boston

Drei Tage nachdem in einer Schule in Florida Viertklässler im Rahmen einer Unterrichtseinheit über die Verfassung den Satz
    “I am willing to give up some of my constitutional rights in order to be safer or more secure.”

    [Ich bin bereit, einige meiner verfassungsmäßigen Rechte auzugeben, um geschützter und sicherer zu sein]
niederschreiben mußten, gingen in Boston während der Marathon-Großveranstaltung Bomben hoch und töten mindestens 3 Menschen, verletzen mindestens 130.

Jeder Terrorist, der sein Geld wert ist, hat als Hauptanliegen, daß NIEMAND sich JEMALS geschützt oder sicher fühlen soll und darf. Deswegen steigen diese feigen Säcke ja Sportlern und Kindern und Reisenden und grundsätzlich jedem Otto Normal hinterher.

Terroristen nehmen (tödliche) Verletzungen von Zivilisten und Unschuldigen nicht achselzuckend in Kauf, sondern sie versuchen gezielt, Zivilisten und Unschuldige zu töten. Und sie rechtfertigen ihre bis zur Entmenschung gehende Kaltblütigkeit mit ihren "Niemand ist unschuldig und niemand ist ein Zivilist"-Märchen, nicht, damit sie nachts besser schlafen können, sondern damit morgen auch noch potentielle Ziele übrig sind. Man stelle sich nur vor, alle legitimen Opfer seien erledigt und man müsse sich ein echtes Leben suchen oder gar gemeinsam eine Gesellschaft aufbauen, die irgendwie menschengerecht ist.

Sicherheit durch Einschränkung von Rechten ist eine Illusion. Terroristen machen bis zum letzten Atemzug weiter. Und wenn die Terroristen tatsächlich einmal verschwunden sein sollten, was geschieht dann mit den abgegebenen Rechten?

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Dann nimmt man uns noch ein paar weg, damit sich die zuvor weggenommenen Rechte nicht so einsam fühlen müssen. Ist doch sonnenklar.

~R

Anonym hat gesagt…

"Sicherheit durch Einschränkung von Rechten ist eine Illusion. Terroristen machen bis zum letzten Atemzug weiter. Und wenn die Terroristen tatsächlich einmal verschwunden sein sollten, was geschieht dann mit den abgegebenen Rechten?"

Wenn wir denn dann alle Rechte abgegeben haben, wird Terror zur Normalität.
Denn dann sind nicht "die" Terroristen verschwunden, sondern wir haben lediglich unsere Wahrnehmung, unser Rechtsbewußtsein und unseren Verstand - kurzum, alles das, was uns als Menschen ausmacht einer, nein, unserer eigenen Illusion geopfert. Der legitime Wunsch nach Sicherheit birgt immer auch die Gefahr des Größenwahns in sich, wenn wir uns von diesem Sicherheitsgedanken zu sehr terrorisieren lassen.

Martina Baro hat gesagt…

In dem Fall ist die Frage "cui bono?" dringend angebracht.
Wer noch wie ich in alten Zeiten einen ordentlichen Gemeinschaftskundeunterricht hatte, mit Demokratie, Gewaltenteilung, Grundgesetz ect., dem stehen hoffentlich sämtliche Haare zu Berge!

Und so ein Spruch aus Amiland, dem Hort der Freiheit?

Ja, wie jetzt? :(((

Le Penseur hat gesagt…

Exzellent auf den Punkt gebracht, Don Alipio! Auch zu meinen Vorkommentatoren kann ich nur sagen: »Chapeau! Noch ist die Freiheit nicht ganz verloren, wenn sie so klar erkannt wird!«