Dienstag, 9. April 2013

Eindeutig-ironische Nachrichten in Zeiten des Krieges...

Hier ist die Geschichte, wie sie sich bitte abgespielt haben muß:

Im Zweiten Weltkrieg gab es in Deutschland Attrappen-Flughäfen mit aufgemalten und von Grubenlampen beleuchteten Landebahnen und mit Gebäuden und Flugzeugen aus Holz. Diese Flughäfen sollten die Alliierten ablenken. Aber offenbar waren sie auch leicht als Fälschungen zu erkennen, weil sie z.B. bei einem tiefen Überflug auszumachen waren oder weil bei einem nächtlichen Fliegerangriff die Landebahn-Beleuchtungen echter Flughäfen viel schneller erlosch als die der falschen. Somit war es für die Alliierten also nicht unmöglich, solche Pseudo-Flughäfen ausfindig zu machen. Und wie ließen die Alliierten die Deutschen wissen, daß sie sie durchschaut haben? Sie flogen Angriffe auf die Flughäfen und bombardierten sie... mit Holzbomben!

Seriöse Wissenschaftler verplempern nun Zeit und Ressourcen, um herauszufinden, ob es sich wirklich so abgespielt haben kann. In einer perfekten Welt hätte Spielberg stattdessen diese Anekdote schon längst in ein Drei-Stunden-Epos verwandelt!

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

http://www.snopes.com/military/woodbomb.asp :-)
U.

Anonym hat gesagt…

Jill Paton Walsh hat in einigen Büchern die Lord Peter Wimsey-Romane von Dorothy Sayers fortgeschrieben. "A Presumption of Death" spielt im Zweiten Weltkrieg. Lord Peters Neffe (Saint George) dient in der Royal Air Force und erzählt genau diese Geschichte ... aber der Flughafen lag bei ihm im besetzten Frankreich.

Zwetschgenkrampus

Alipius hat gesagt…

@ Zwetschgenkrampus: Ja, in Frankreich gab's diese Flughäfen wohl auch.