Donnerstag, 4. April 2013

Der Dramatiker, der nicht geschwiegen hat,...

... vielleicht besser geschwiegen hätte, aber leider nicht schweigen konnte, weil eine bestimmte Mischung von Moralin und Aufmerksamkeit auf Männer um die 30 wirkt wie eine Droge!?!?!?

"Wie aus Pius XII 'Hitlers Papst' wurde" titelt die WELT. Ein paar interessante Auszüge:
    Die Argumentationskette der Pius-Gegner ist dabei schlicht.

    ...

    Näher an der komplexen Wirklichkeit argumentieren die meisten Verteidiger von Pius XII.

    ...

    Hat Pius XII. genug getan gegen den Holocaust? Im moralisierenden Rückblick natürlich nicht, noch weniger, wenn wie bei Hochhuth die Wut der Jugend den Moralismus befeuerte. Doch einem solchen komplett ahistorischen Maßstab kann niemand genügen.

    ...

    In solcher Atmosphäre ist eine sachliche Beurteilung des Papstes völlig unmöglich. Der Grund dafür ist der moralische Furor Rolf Hochhuths, der mit dem Premiere des "Stellvertreters" 1963 seinen Ausgang nahm und sich bis in die jüngste Zeit fortsetzt, etwa in einem Interview mit der "Welt". Mit der Wirklichkeit hat das alles wenig bis nichts zu tun.
[HT: Josef Bordat]

1 Kommentar:

Frischer Wind hat gesagt…

Einen Versuch der Annäherung und des Verstehens an die Situation, in der sich Pius XII. in den damaligen schwierigen Zeiten befand, hat auch Gertrud von le Fort mit ihrer kleinen Schrift "Das Schweigen" gemacht, die sie entsprechend "dem Andenken Pius XII. gewidmet" hat.

Das Bändchen, 57 Seiten, großzügig gesetzt, in großer Schrift, sei jedem, der es noch nicht kennen sollte, herzlich empfohlen.

daraus zum Ende:

"... denn noch immer ist mein heimgegangener Herr verkannt und verleumdet - und kann es denn anders sein in einer unaufhörlich redenden Welt,einer immer wieder die schamlosen Vorwürfe der Schwätzer wiederholenden? Oder hat auch nur eine Stimme zu erkennen gegeben, daß gerade das Schweigen meines Herrn die Geschlechter vor dem Ärgsten zurückhielt?..."