Montag, 4. März 2013

Willkommen in Österreich in der katholischen Kirche

Auf nachrichten.at gibt's ein kurzes Interview mit einem Iraner, der aus seiner Heimat nach Österreich geflohen ist, weil er als Christ leben will. Er ist erst 17 Jahre alt, lebt jetzt in einem Asylantenheim in Linz, lernt Deutsch und will nach der Matura Medizin studieren. Er hat bereits in Linz die Feier der Erwählung zur Taufe mitgemacht und sagt: "Mit der Taufe fängt mein neues Leben an".

Wir wechseln in den Kommentarbereich desselben Artikels [alles sic!]...
    sein entschluß ist zu aktzeptieren [Gnädig...] doch was ist, wenn er die kath.religion erst RICHTIG kennenlernt [Wenn er sie wirklich RICHTIG kennenlernt, dann wird er sich umso mehr freuen, katholisch geworden zu sein]? was ist, wenn er hört, was diese kirche alles unter den tisch kehrt [Was soll dann schon sein? Er wird sich weiterhin vornehmen, ein guter Christ zu sein]? was ist, wenn er einen geistlichen einmal fragt und dieser ihm auf bestimmte fragen (zölibat usw.) keine antwort geben kann [Wie soll man auf den Zölibat keine Antwort geben können?]? was ist, wenn ihm die kath.kirche erstmals den kirchenbeitrag vorschreibt und er darüber nachdenkt, warum und weshalb muß ich zahlen, damit ich christ sein sein [Er zahlt nicht, um Christ sein zu können, sondern er zahlt, um seinen Beitrag zum Ganzen zu leisten]?
Aber die "Was wir schon immer über die Kirche gewußt haben"-Kommentare sind gar nicht die schlimmsten. Sätze wie...
    eine neue form der asylpolitik, mit späterer familienzusammenführung. alle linken petitionsschreibenden gutmenschen, kerzerlträger, idioten jubeln im chor.
... oder ...
    Wirtschaftsflüchtling mit Geld? ah na wegen Relegion traurig weil im Heimat ist ja kein Krieg - für was Religionen gut sind!
... oder ...
    wer weis, vielleicht stimmt seine Geschichte sogar. Man bedenke all die Schläfer die sich in unseren Landen Tümpeln, dieser gehört der Kontroller und solche sind überzeugt ihrer Sache zum hl. Krieg
... dürften den jungen Mann weniger an der Wahl seiner Religion als an der Wahl des Landes, in welches er geflohen ist, zweifeln lassen.

Keep it classy, Leute!

1 Kommentar:

kalliopevorleserin hat gesagt…

Die Ausdrücke, die mir zu den zitierten Kommentatoren einfallen, sind nichts für die Ohren und Augen eines Augustinerchorherren.