Mittwoch, 13. März 2013

Was ich voll nicht mitbekommen habe, ...

... was aber auf einigen Blogs der deutsch- und englisch-sprachigen Blogoezese bereits heiß thematisiert wird, ist, daß vor ca 4 Stunden offenbar der totale Niedergang der Kirche eingeläutet wurde.

Skandaldetails wie die Tatsache, daß das Oberhaupt von über einer Milliarde Gläubigen eben diese Gläubigen um ihr Gebet bat bevor er selbst den Segen sprach oder daß der neue Papst ohne Rochett und Mozetta den Balkon betrat und die Stola nur für 17,835 Sekunden trug, sind mir naivem Buben vollkommen entgangen. Und dann: Hemmungsloser Summorum-Pontificum-Verfolger, Modernisten-Popstar, Traditions-Bulldozer. Und ich sitze einfach da, freue mich darüber, daß wir einen Papst haben und denke angesichts der "Warnzeichen" (Jesuit! Südamerika!), daß ich mit einem Urteil vielleicht... hmmm... sagen wir mal... bis irgendwann nach dem heutigen Abend warten werde.

Mein falscher Optimismus wird mindestens mein, wenn nicht gar der katholischen Kirche Untergang sein.

Kommentare:

Psallite Deo hat gesagt…

Ich finde auch, man sollte erstmal abwarten. Nach so einer Momentaufnahme kann man doch nicht beurteilen, wie ein ganzes Pontifikat verläuft. Man überlege sich nur mal, man müßte da rausgehen, tausende Menschen, noch mehr an den Fernsehschirmen, und deren Erwartungen soll man alle in 5 Minuten erfüllen? Wie soll das denn gehen?

Theodreds Schicksal hat gesagt…

Ich habe von diesem Mann vorher noch nie etwas gehört, gelesen oder gesehen, woher sollte ich mir ein Urteil erlauben können, was er für ein Papst werden wird.
Zwar habe ich auch gerade eine buntes durcheinander der Gefühle, aber das hat ausschließlich mit mir zu tun.
Wir dürfen gespannt sein, was dieser Papst bringen wird, ich hoffe jedenfalls das Beste und vertraue auf Gott und die Kardinäle. Wenn sie schon so schnell diesen Mann gefunden haben, wird das nicht grundlos sein.

kalliopevorleserin hat gesagt…

Ich geh einfach davon aus, daß Gott bei der Wahl die Finger im Spiel hatte.
Und außerdem geb ich viel auf den ersten Eindruck - und der könnte besser nicht sein.
Es wird mit Sicherheit geschehen, daß ich dem Papst nicht überall zustimme - so what? Das gilt für mein Verhältnis zu allen anderen Leuten auch. Ich freu mich einfach, daß ein so freundlicher, bescheidener und gebildeter Mensch Papst ist.

Cassandra hat gesagt…

Es ist so wie es immer ist: die Experten werfen Namen und dann wird es ein anderer. Und weil man Experte ist, muß man den jetzt ganz fix einordnen, sonst ist man ja blamiert.

So vom Ersteindruck her mochte ich ihn (was selbstverständlich das allerwichtigste Kritierium ist, das die Welt echt interessiert- lol)
Beten statt reden kann auch nie schaden.

Dann gucken wa ma'. Wird schon werden.

Anonym hat gesagt…

So sehe ich das auch: erster Eindruck: sehr gut.
Und was noch kommt werden wir ja sehen.
Wie bei allen anderen Amtsträgern auch werden sich wohl weder übertriebene Hoffnungen (in dem Fall der sog. „Liberalen“) noch übertriebene Befürchtungen bewahrheiten.

Damian hat gesagt…

Nagelprobe oder Zerreißprobe für die Papsttreuen?

Monika hat gesagt…

Ein Management experte macht sich Gedanken:
Nur Papst oder auch Change-Manager

Damian hat gesagt…

Management-Experte? Dass ich nicht lache. Chef seiner eigenen 1-Mann-Consulting-Firma, die sich hochtrabend „University“ nennt. Und führt sich selbst ad absurdum mit Aussagen wie „Die evangelische Kirche wäre wegen ihrer langen Erfahrung mit Pfarrerinnen ein geeigneter Benchmark-Partner“.

Monika hat gesagt…

Der argentinische Journalist Marcelo Gonzalez von Panorama Catolico Internacional hat eine erste Einschätzung veröffentlicht