Mittwoch, 27. März 2013

Nicht ganz...

Die Süddeutsche berichtet:
    Ampelmenschchen statt Ampelmännchen: Vom 1. April an gilt die neue Straßenverkehrsordnung - und damit geschlechtsneutrale Formulierungen. Kritiker vermuten hinter den Begriffen das Werk eines Studienabbrechers im Fach Germanistik.
Naja... Ich vermute hinter der Aktion eher das Werk eines Studienabbrechers im Fach "Sinnvolle Beschäftigungen"...

Kommentare:

kalliopevorleserin hat gesagt…

Laßt uns eine Gegenbewegung starten. Statt von "Fahrenden von Rollstühlen" zu schwafeln, plädiere ich für "Krüppel auf Rädern".
Total unkorrekt, aber: "Jedem Krüppel seinen Knüppel" war der Slogan von Behindertenbewegungen in den 80er Jahren, und meine rollifahrende Mutter fand ihn Klasse und hatte ihn eine Zeitlang im Briefkopf.

Himmeldonnerwetternocheins, nennt doch die Dinge beim Namen, ihr Herren Verwaltungsjuristen, und zwar bei einem Namen, der weniger Druckerschwärze verbraucht als eine deutsche Verordnung!

Juergen hat gesagt…

"Die Zeichen und Weisungen der Polizeibeamten sind zu befolgen."


Korrekt vermutlich:

"Die Zeichen und Weisungen der von der Polizei verbeamteten sind zu befolgen."

kalliopevorleserin hat gesagt…

Nee, Jürgen. Die Polizei verbeamtet ja nicht, sondern der Staat. Also die vom Staat Verbeamteten im Polizeidienst. Oder die vom Staat nach Verbeamtung im Polizeidienst Eingesetzten.

KingBear hat gesagt…

Ich kann mir nicht helfen: Ich empfinde das ganze Thema "gendergerechte Sprache" als "sowas von 80er Jahre"... :(

kalliopevorleserin hat gesagt…

Annabelle, ach Annabelle...

Le Penseur hat gesagt…

@Kalliopevorleserin:

Bei aller Wertschätzung Ihrer Sonett-Dichtkunst hätte ich nicht erwartet, daß ich Ihnen abseits Ihrer dichterischen Pfade einmal so sehr aus vollem Herzen zustimmen würde!

Als österreichischer Jurist liebt man die klare Sprache des ABGB, das z.B. von "Wahn- und Blödsinnigen" spricht, wenn es genau diese meint, statt sich in politisch korrektem Schönsprech zu üben.

Wird aber demnächst bei der bevorstehenden "Totalreform" des Zivilrechts sicher am Misthaufen landen, wovor sich schon alle Juristen fürchten, weil kurze, klare Begriffe durch heute übliches ellenlanges verwaschenes Gesülze ersetzt werden ...

Anonym hat gesagt…

Ich widerspreche den Herrn Alipius. Nicht "sinnvolle Beschäftigungen" sondern "sinnlose Beschäftigungen". Wie krank muß eine Gesellschaft sein, die sich mit so etwas beschäftigt und diesen Blödsinn auch noch bezahlt!?

Alipius hat gesagt…

@ anonym: * räusper *...

"... eines Studienabbrechers im Fach "Sinnvolle Beschäftigungen"...

Ergo: Er hat die sinnvollen Beschäftigungen nicht zu Ende studiert und sich daher den sinnlosen zugewandt

* beipackzettelwiederwegleg *

Eugenie Roth hat gesagt…

Zum Thema: Am Besten man bestückt die Fußgängerampeln zur Hälfte mit Männchen und zur Hälfte mit Mädchen, meinentwegen auf der Straßenseite mit geraden Nummern die Männchen und mit ungeraden Nummern die Mädchen. Oder wie?

just wondering hat gesagt…

Wie jetzt? Sind "FußgängerInnen" und "RadfahrerInnen" schon wieder out?

Es gendert so schnell, dass ich gar nicht mehr mitkomme ...

Braut des Lammes hat gesagt…
Dieser Kommentar wurde vom Autor entfernt.
Braut des Lammes hat gesagt…

Bor dem Hintergrund, daß es Ampeln beiderlei Geschlechts bereits gibt (Seid fruchtbar und mehret euch – wo bleiben die Ampelbabies??), wundert mich das Wort "Ampelmensch". Wahrscheinlich wollten sie nicht immer Ampelmännchen und -frauchen schreiben. Was das wieder für Verwerfungen gegeben hätte! ;P

Johannes hat gesagt…

Für jemanden, der jeden Tag mit Gesetzestexten umzugehen hat, nichts Neues. Seit Jahren werden neue Gesetze, die sich ja prinzipiell vermehren wie die Karnickel, "durchgegendert". Das macht die Gesetze 1. länger 2. unverständlicher 3. falscher. Da Gesetzestexte aber prinzipiell immer länger, unverständlicher und falscher werden, ist das nun wirklich keine Nachricht.