Freitag, 22. März 2013

Do the Jesus-Stomp!

Ein Student der Florida Atlantic University behauptet, daß er abgestraft wurde, nachdem er der Aufforderung seines Professors, Deandre Poole, nicht Folge leistete, während einer Unterrichtseinheit auf ein Blatt Papier zu treten, auf dem "Jesus" geschrieben stand. Ryan Rotela sagt, er sei von der Klasse suspendiert worden, nachdem er sich über die Lehrmethode des Professors bei dessen Vorgesetzen beschwert hatte. Die Leiterin der School of Communication and Multimedia Studies sagt zu dem Fall:
    “While at times the topics discussed may be sensitive, a university environment is a venue for such dialogue and debate”.
** kicher **

"dialogue and debate"...

Schon klar...

Im Profil des Professors auf der Seite der Universität liest man übrigens, daß Deandre Poole momentan ein Buch verfaßt, welches den Titel trägt "Obamamania: The Rise of a Mythical Hero"...

Kommentare:

Theodreds Schicksal hat gesagt…

Faszinierend, während der japanischen Christenverfolgung verlangte der Shogun von allen Konvertiten, die sich vom Christentum wieder abwendeten als Beweis, dass sie auf ein Jesusbild traten. Taten sie dies nicht galten sie als schuldig und wurden grausam hingerichtet.
Ein Schelm wer da....

Anonym hat gesagt…

Merke: Auf den Namen Jesu zu treten, ist (1) "dialogue and debate" und (2) eine dem universitären Umfeld angemessene intellektuelle Tätigkeit.

Hätte auf dem Blatt "gay marriage" gestanden, wäre die gleiche Handlung ganz eindeutig unter "bigotry and hate" einzuordnen.

Und wer das nicht kapiert, ist wohl zu blöd für die Uni.

~R

Josef Bordat hat gesagt…

Nur einer hat sich geweigert? Der Rest nicht? Das fände ich sehr traurig.

Im übrigen gilt für Nicht-Christen oder Anti-Christen oder Karl-Heinz Deschner der Perspektivenwechsel-Test: Würde sich an meiner Haltung etwas ändern, stünde mein Name auf dem Zettel?

JoBo

KingBear hat gesagt…

Ich habe mal gelesen, dass im Japan des 17. Jhs. (oder so) zum Christentum konvertierte Menschen gezwungen wurden, auf Bretter zu treten, in die Kreuze eingeschnitzt waren. Der Sinn dahinter war klar: Die Konvertiten sollten ihrem frisch angenommenen Glauben sichtbar wieder abschwören. Dazu, dass heutzutage ein US-amerikanischer Uni-Dozent eine damit strukturell praktisch identische Handlung zum Bestandteil einer Lehrveranstaltung macht, fällt mir wirklich gar nichts mehr ein...