Freitag, 8. Februar 2013

Das Problem ist natürlich vielschichtiger,...

... aber wenn ich mich momentan in den Medien so umschaue, dann habe ich schon das Gefühl, daß man - wenn man Lob dafür ernten will, sich nicht zu verbiegen, gegen den Strom zu schwimmen, eine eigene Meinung nicht beim kleinsten Gegenwind fallen zu lassen und irgendwie authentisch zu sein - auf keinen Fall katholisch sein darf.

Die Kirche hat hier den Vorteil, daß sie nicht im Spiel ist, weil sie so dringend das Lob für sich will. Sie hat den Nachteil, daß sie aufgrund des erreichten Standards von von Heuchelei, Bigotterie und zweierlei Maß die Aberkennung des Lobes ungefragt zu jeder Gelegenheit gratis hinterhergeworfen bekommt.

Jetzt hat man als katholischer Priester oder als katholischer Laie die Wahl, entweder brav mit der jeweiligen Strömung zu schwimmen oder sich den "Ich bin ein Ausgestoßener!"-Button stolz ans Revers zu heften oder sein "Ding" (wie man heute so schön sagt) "durchzuziehen" und dabei schlicht und einfach darauf zu achten, einerseits die Leute nicht unnötig durch irgendwelche "Heiliger als Du"-Anfälle zu verprellen und andererseits die Lehre der Kirche nicht um 30 Silberlinge zu verhökern. Letzteres ist wahrscheinlich am schwierigsten, klingt aber für mich nach wie vor am vielversprechendsten.

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