Dienstag, 19. Februar 2013

Damit das auch geklärt wäre...

Pogromstimmung, Katholikenphobie, Polemik: Ich kann's trotzdem nicht lassen und habe einfach immer noch Spaß am Katholisch-Sein!

Ich kann mir einreden, daß mir Unmut oder gar Haß entgegenwehen, weil ich katholisch bin. Aber dieser Unmut oder dieser Haß treffen mich streng genommen nur indirekt. In vielen unaufgeklärten und schmuddeligen Ecken tönt es unaufhörlich, wie böse und menschenverachtend doch die katholische Kirche ist, und diese Statements werden eben mit der passenden Portion Unmut oder gar Haß formuliert. Ich bin Teil der katholischen Kirche, also trifft mich das auch. Aber es trifft mich eben nur als als Teil des Ganzen. Die Leute, die so verallgemeinernd über die Kirche oder die Katholiken herziehen, meinen mich nicht direkt und können mich auch nicht direkt meinen, denn sie haben von mir noch weniger Ahnung als von den Dingen, über die sie so verallgemeinernd herziehen.

Kein Mensch hat mir je ins Gesicht gesagt, daß er mich nicht mag oder gar haßt, weil ich Katholik bzw Priester bin. Und daß das so bleibt, dafür werde ich - mit Gottes Hilfe - in meinem täglichen Angesicht-zu-Angesicht-Umgang mit den Menschen auch weiterhin sorgen (hier auf dem Blog verteilte verallgemeinernde Watschen an Trolle und Dumpflaberer sehe man mir bitte nach und archiviere sie unter "Ein Sünder fällt auf das 'Wie man in den Wald hinein ruft'-Spielchen herein").

Christus ist mein Herr und Gott ist mein Richter. Mehr muß ich nicht wissen.

Nein, weder Pogromstimmung noch Katholikenphobie noch Polemik können verhindern, daß ich eine gewaltige Freude aus meinem Glauben ziehe. Fast möchte ich es mit den Pimpfen sagen: "Die Welt ist gut und das Leben ist okay" ... weil ich katholisch bin!

Kommentare:

kalliopevorleserin hat gesagt…

Ich bin deutlich erkennbar eine Frau. Und ich habe nichts je so befreiend, so zur Freiheit berufend gefunden wie die katholische Kirche, in der ich heuer zum dreißigsten Mal das Hochfest der Auferstehung feiern werde - damit auch mein dreißigstes Taufjubiläum, meine eigene "Auferstehung". Ohne die Kirche hätte ich mich niemals von meiner Sippe emanzipiert, und auch wenn es eine im Ganzen gar nicht üble Sippe ist, wäre das schade. Nebenbei werden meine Gedichte besser, wenn ich den Heiligen Geist helfen lasse. ;-)

Severus hat gesagt…

Freude aus dem Glauben - jawohl! Und: Jetzt erst recht!

Cinderella01 hat gesagt…

Dem kann ich mich nicht nur anschließen.
Danke für dieses Statement.
Geht mir eigentlich genauso.
Ich lasse mir meine Freude am Glauben auch nicht nehmen ... im Gegenteil.

Chrysostomos hat gesagt…

Also ich nehme zwar zuweilen Kritik oder auch Reserviertheit wahr, öfters aber Gleichgültigkeit. Aber Pogromstimmung? Das ist viel zu weit hergeholt, nur weil ein paar Journalisten giftig sind. Ich erlebe auch genauso oft bei kirchlich Fernstehenden Respekt, manchmal auch einfach Verwundertheit, öfters aber auch Fasziniertheit von einem Gebilde, das man nicht wirklich versteht. Umso interessierter sind die leute dann, wenn man ihnen Manches erklärt.
Was Papst Benedikt XVI angeht: Ich schätzte ihn schon als Kardinal sehr, er hat viel getan und ich bin ihm sehr dankbar dafür. Sein Abschied schmerzt mich, doch ich habe tiefen Respekt vor seinem Schritt. Wie groß muß sein Leidensdruck gewesen sein, dass er sich dazu entschloß! Sowas macht einer wie er ja nicht mal so eben. Ich wünsche ihm noch ein langes und -soweit das möglich ist- gesundes Leben, viel Muße für seine Bücher und sein Klavier und vor allem noch viel gemeinsame Zeit mit seinem Bruder!

Alipius hat gesagt…

@ Chrysostomos: Ja und nein. Die Medien sind sicherlich nicht durch die Bank auf Pogromstimmung gegen die Kirche gebürstet. Aber was man so in der Öffentlichkeit und in Kommentarbereichen zu hören und zu lesen bekommt, das ist zumindest für mich schon auch nicht selten Anlaß zur Sorge. Josef Bordat hat die Situation hier gut analysiert.