Mittwoch, 30. Januar 2013

Werbung in uneigener Sache

Ein befreundeter Priester hat eine Kreuzwegbetrachtung geschrieben, die beim Dominus-Verlag erschienen ist.

Das Buch ist reich bebildert, folgt inhaltlich einem reizvollen, weil offensichtlichen aber denoch vielleicht nicht immer wirklich präsenten Gedanken...
    In der vierzigtägigen Fastenzeit lädt uns die Kirche in besonderer Weise zur Betrachtung des Leidens Christi ein. Dabei geht es nicht darum, sich einfach nur daran zu erinnern was vor 2000 Jahren mit Jesus geschehen ist, sondern zu erkennen, dass er all das für mich persönlich getan hat.
... und führt über die diversen Betrachtungen zur Erkenntnis:
    Jesus leidet, weil er uns zu Liebenden machen will. Er ruft uns zur Kreuzesnachfolge auf, weil er unsere Freundschaft sucht. Das Gebet des Kreuzwegs ist nicht einfach eine Andachtsübung, die vielleicht manch „fromme Seele“ zu Tränen rühren mag, so als ob man von Ferne – aus sicherer Distanz – das Leiden Jesu und der anderen betrachten könnte. Nein, es ist eine Einladung mitzugehen. Es geht darum, Jesus ganz persönlich zu mir sprechen lassen, um dann die Via Dolorosa meines eigenen Lebens zu ersteigen. Mit ihm verwandelt sich die schmerzensreiche Strasse in eine „Via Amorosa“ , an deren Ende ich erkenne, dass kein Leid, auch wenn es nur mit einem Funken Liebe angenommen wird, sinnlos ist. Es geht nicht darum, im Leben „heil davonzukommen“, sondern „das Heil zu finden“.
Ist vielleicht ein solider Tip für die anstehende Fastenzeit!?

1 Kommentar:

GiD hat gesagt…

Einem reizvollen Gedanken, denn ein gewisser Kardinal Joseph Ratzinger 2005 für das Colosseo so in Worte fasste (Ähnlichkeiten bestimmt rein zufällig ;-) schon angesichts des Wohnorts des Autoren): "Aber du hast auf deinem Kreuzweg auch mein Kreuz getragen – nein, du hast es nicht irgendwann in der Vergangenheit getragen, denn deine Liebe ist meinem Leben gleichzeitig. Du trägst es heute mit mir und für mich, und wunderbarer Weise willst du, daß nun ich wie einst Simon von Zyrene auch meinerseits dein Kreuz mittrage und im Mitgehen mit dir in den Dienst der Erlösung der Welt trete. Hilf mir, daß mein Kreuzweg nicht bloß das fromme Gefühl eines Augenblicks sei. Hilf uns, nicht nur mit hohen Gedanken mit dir mitzugehen, sondern uns mit dem Herzen, ja mit den ganz praktischen Schritten unseres Alltags deinen Weg zu gehen. Hilf, daß wir im Kreuzweg uns mit unserem ganzen Sein auf den Weg machen und so immerfort auf deinem Weg bleiben. Nimm uns die Furcht vor dem Kreuz, die Furcht vor dem Spott der anderen, die Furcht, wir könnten das eigene Leben verpassen, wenn wir nicht alles an uns reißen, was Leben verspricht. Hilf uns, die Verführungen zu durchschauen, die uns Leben verheißen, deren Geschenke uns am Ende aber nur leer und enttäuscht zurücklassen. Hilf uns, Leben nicht zu nehmen, sondern zu geben. Hilf uns, im Mitgehen auf dem Weg des Weizenkorns, im „Verlieren des Lebens“ den Weg der Liebe zu finden – den Weg, der uns wahrhaft Leben, Leben in Fülle schenkt (Joh 10, 10)." (http://storico.radiovaticana.va/ted/storico/2005-03/31503.html)