Donnerstag, 31. Januar 2013

"Speckpater"-Monat!

Der Januar 2013 ist ganz klar der Monat des Werenfried van Straaten. Am 17. wäre er 100 Jahre alt geworden. Heute, am 31., jährt sich zum zehnten Mal sein Todestag.

Der berühmte "Speckpater" und Begründer des Hilfswerkes Kirche in Not schrieb in der Einleitung seines Buches "Wo Gott weint":
    "Das wesentliche meiner Aufgabe besteht darin, daß ich überall, wo Gott weint, seine Tränen trocknen muß. Gott weint natürlich nicht im Himmel, wo er im unzugänglichen Licht wohnt und ewig sein unendliches Glück genießt. Gott weint auf Erden. Unaufhörlich strömen seine Tränen über das göttliche Antlitz Jesu, der eins ist mit dem himmlischen Vater und dennoch in den Geringsten der Seinen weiterhin auf Erden lebt und leidet, hungert und verfolgt wird. Die Tränen der Armen, mit denen er sich ja identifiziert, sind die seinen. Und Jesu Tränen sind die Tränen Gottes. So weint Gott in allen bedrückten und leidenden Menschen in unserer Zeit. Wir können ihn nicht lieben, ohne ihre Tränen zu trocknen."
Werenfried von Straaten versuchte, in vielen Gegenden und zu vielen Gelegenheiten, diese Tränen zu trocknen. Seinen Spitznamen fing sich der Prämonstratenser gleich mit seiner ersten, großen Hilfsaktion zum Jahreswechsel 1947/1948 ein, als er den niederländischen und belgischen Bauern erklärte, er brauche "Speck" und kein Geld, weil sich die ausgemergelten Heimatvertriebenen in der westlichen Besatzungszone Deutschlands mit Geld nichts kaufen könnten. Aber der Ordensmann brachte nicht nur Nahrungsmittel, sondern auch geistliche und seelsorgerliche Hilfe, indem er zu fahrenden Altären umgebaute LKWs in die Gebiete schickte, in denen vertriebene Katholiken oft ohne Priester und Kirchen lebten.

Als es den Heimatvertriebneen in der Bundesrepublik dann besser ging, richtete van Straaten sein Augenmerk auf die in den kommunistischen Ländern Osteuropas verfolgte Kirche, was dann zur Gründung des Hilfswerkes "Kirche in Not führte".

Tätige, praktische Nächstenliebe ist ein hohes Gut, und zu Menschen wie Werenfried van Straaten (ganz zu schweigen von den kanonisierten Heiligen der Nächstenliebe) schaue ich immer ein wenig schüchtern auf.

Pater mit Speck

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Er war Prämonstratenser/Norbertiner.

Nicht Zisterzienser.


Schönes Zitat.

Alipius hat gesagt…

Ach, ich bin so doof! Ich meinte doch auch "Prämonstratenser"! Werd's gleich verbessern!