Montag, 7. Januar 2013

Phobien...

Peter Winnemöller über Phobien:
    Homophobie ist demzufolge ... in der Tat nichts anderes als ein boulevardesker Kampfbegriff, der in der Realität seine Entsprechung vollends vermissen läßt. Seinen “Sitz im Leben” hat dieser Begriff überall dort, wo mit Mitteln des Boulevardjournalismus uns weisgemacht werden soll, man müsse zur Norm erheben, was einfach nicht normativ sein kann.
Und auch:
    ... das ungeteilte Liebesgebot gegenüber Gott und dem Menschen, mithin die Weigerung die Liebe zu den Menschen einerseits gegen die Liebe zu Gott andererseits gegeneinander ausspielen zu lassen, kann durchaus als Lakmustest für “wirklich katholisch” angesehen werden. Klarheit in der Sprache ist davon ebensowenig ausgenommen wie Klarheit in der Sache.

    Und diese Klarheit gebietet von Begriffen wie “homophob” oder “katholophob” Abstand zu nehmen, weil es sich wirklich nur um unscharfe, zuweilen sogar verletzende Kampfbegriffe handelt.
Wir leben in Zeiten, in denen die sachliche Debatte und der Wille, sich auf Argumente der anderen Seite einzulassen, allzuoft der plakativen Demonstration der Stammeszugehörigkeit geopfert wird. Kampfbegriffe wie "homophob" oder "katholophob" verstärken die Tendenz des Paket-Denkens und führen dazu, daß ein Gedanke alleine schon deswegen nicht vernünfitg sein kann (bzw darf), weil er (aus sicht eines Schwulen) von einem Katholiken bzw (aus Sicht eines Katholiken) von einem Schwulen geäußert wurde. Hier dringt eine in der Tat irrationale Angst durch, nämlich jene, daß die Reinheit der Lehre in Gefahr gerät, weil man einen vernünftigen Gedanken Spielraum gibt, obwohl doch dieser Gedanke von einem Vertreter der Gegenseite - ** gaps! ** - formuliert wurde. Von so einer Einstellung sollte man unbedingt Abstand nehmen.

Schaut bei Peter rein und lest den ganzen Artikel!

1 Kommentar:

Cicero hat gesagt…

Danke fürs Verlinken.