Donnerstag, 31. Januar 2013

Los Wochos...

Wie angekündigt hier mein Beitrag zu den von mir vorgeschlagenen Los Wochos:

Jesus Christus ist es, der mir immer wieder den Menschen als Mit-Menschen vor Augen führt. Durch die Liebe Christi und durch SEin Reden und SEin Handeln wurde mir über viele Jahre hinweg immer mehr und mehr bewußt, daß die Welt sich streng genommen zwar unterteilen mag in all das, was "Ich!" bin und all das, was nicht "Ich!" ist, daß sich aber daraus kein Insel-Status des Anspruchs ("Mindestens genug für mich!") und des Desinteresses ("Grade soviel, wie vielleicht übrig bleibt, für Dich!") ableiten läßt (und ich rede hier nicht nur von materiellen Dingen). Durch Christi Vorbild um Umgang mit anderen Menschen wurde mir irgendwann klar, daß all das, was nicht "Ich!" ist, für mich geschaffen wurde. Und zwar nicht, damit ich es nach meinem Gutdünken auf meinem Spielplan hin- und her-schiebe, wie es mir eben gefällt. Sondern damit ich nicht so hundsmiserabel-doof-sündhaft um mich selbst kreisend den Anschluß verliere. Zuerst an alles, was nicht "Ich!" ist und zuletzt auch an mich selbst. Jesus Christus war es letztlich, der mich von meinem hohen Roß herunterholte, um mich an den hohen Altar zu stellen, auf dem SEin Opfer immer und immer wieder vergegenwärtigt wird, um mich daran zu erinnern, daß es im Leben eben nicht nur das gibt, was ICH!" ist. Und so habe ich es tatsächlich irgendwann verstanden: Es ist nicht wichtig, ob dieser Mensch, den Du gar nicht kennst, für Dich einen Wert besitzt oder ob er Dir in diesem Moment einen Nutzen bringt. Wichtig ist, daß dieser Mensch ein Mensch ist. Denn dadurch wird dieser Mensch auf einmal zu dem, was Du auch bist: Nämlich zu einem geliebten Geschöpf Gottes. Zu einem Mit-Menschen, dem Du bedeutend weniger Rechtfertigung schuldest, als Dir dein Kleinmut einzureden versucht, aber bedeutend mehr Liebe, als Deine Zweifel Dich vermuten lassen. Und somit schloß sich dann der Kreis, als ich erkannte, daß ich natürlich auch nicht für mich selbst, sondern für jeden anderen Menschen geschaffen wurde.


Hmm... Okay... Ich hoffe, das ich irgendwie rüberbringen konnte, was ich sagen wollte...

Möglicherweise werde ich noch den ein oder anderen Beitrag zu dieser "Los Wochos"-Runde beisteuern. Mal sehen...

Kommentare:

Alipius hat gesagt…

@ Oskopia Kaleid: Danke für die offenen Worte. Ich habe allerdings überwiegend andere Erfahrungen gemacht, nämlich daß es die Leute ganz und gar nicth erschreckt, wenn ich von meinem Glauben rede.

Gerd F. hat gesagt…

Was Jesus für mich bedeutet? Vor einigen Tagen musste ich mit dem Zug reisen und das seid vielen Jahren wieder das erste Mal. Auf dem Hauptbahnhof in Düsseldorf sah ich beim Herausgehen, einen Obdachlosen, der mit einer ziemlichen Alkoholfahne die Passanten um Geld anbettelte. Er war so dermassen verdreckt, dass die Chance auf ein Spende Richtung Null tendierten. Ich machte einen großen Bogen um diesen Mann und beruhigte mein Gewissen mit dem Standartspruch, dass er das Geld für die nächste Flasche Fusel verbraten würde. Je mehr ich mich von diesem Mann entfernte desto nagender wurde die Stimme in mir, es nicht bei diesem Spruch zu belassen. Ja, am Ende der Strasse bettelte nicht mehr der Obdachlose, sondern Jesus, nun doch endlich umzukehren und diesem Menschen, der nur noch ein Zerrbild seiner selbst war, eine gute Tat zukommen zu lassen. Und dann war er da der Satz: Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan. Als ich zurück lief, befiel mich die Angst, der Mann könnte weg sein und ich war geradezu erleichtert ihn noch anzutreffen. Danke Jesus.

Nun kann und wird ein Atheist ja genau das Gleiche tun, was ich getan habe. Für mich der Beweis, dass Jesus jeden Menschen erreichen kann, selbst die die nicht an ihn glauben.