Dienstag, 22. Januar 2013

Hmm...

Antonin Scalia, Associate Justice am Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten, trug zur Inauguration von Barack Obama eine maßgearbeitete Kopie des Hutes, den der Heilige Märtyrer Thomas Morus auf dem berühmten Holbein-Portrait trägt:


Scalia ist Katholik (in den MSM liefe er unter "erzkondervativ") und hat sicherlich seine Probleme mit der Obama-Administration. Aber deswegen die Mütze eines Heiligen und Märtyrers tragen (wenn dieser auch sicherlich für die Freiheit der Kirche und des Gewissens steht)?

Ist das ultra-subtiler Protest? Größenwahn? Ein medienwirksamer Stunt?

Kommentare:

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Hübsche Geste samt sublimer Anspielung, sag ich mal ...

Anonym hat gesagt…

Dieser Heilige Thomas Morus war der nicht selbst ein grosser Christenverfolger, bevor er seinen Kopf wegen Hochverrats verlor? Es war doch seine Aufgabe als Lordkanzler seiner Majestät Henry VIII. Protsestanten zu verfolgen und vor Gericht zu stellen. Wenn ich lese, wie gut er sein Amt versehen hat, muss er dabei recht erfolgreich gewsen sein. Ich frag ja nur!

Alipius hat gesagt…

@ anonym: Kommt darauf an, was man unter "groß" und "erfolgreich" versteht.

Anonym hat gesagt…

@ anonym: Was werden Sie dann erst aus Heinrich VIII., "Defender of the Faith" von Papstes Gnaden, machen, wenn Sie glauben, daß der "Christenverfolger" More seinen Kopf wegen Hochverrats verloren hätte? Ich bin gespannt ...

Betr. Hut oder Kappe oder Barett: Gar so ähnlich kommt mir diese "maßgearbeitete Replik" nicht vor, wenn ich mir beide Abbildungen so ansehe. Aber ich bin schließlich kurzsichtig ...

Ähnliche Samtteller hat damals übrigens fast jeder Humanist getragen. Mir scheint auch eine gewisse Verwandtschaft zum Renaissance-Birett oder der "Canterbury Cap" der Anglikaner gegeben, siehe
http://en.wikipedia.org/wiki/Canterbury_cap

Wenn außer den Twitterati auch der derzeitige US-Präs. die Anspielung erkannt hat, bringt die Geste vielleicht sogar etwas.

Zwetschgenkrampus