Freitag, 18. Januar 2013

Die Perfidie geht weiter...

Im Artikel "Der Hass der 'Lebensschützer'" schreibt Sonja Vogel in der taz:
    „Es gibt kaum Analysen über die Schnittmenge von ,LebensschützerInnen‘, CDU und der extremen Rechten“, kritisiert Eike Sanders. Denn Abtreibungs-gegnerInnen argumentieren nicht nur mit dem demografischen Wandel, sondern eben auch rassistisch, mit dem drohenden „Volkstod“ der Deutschen. Und trotzdem steuerten zum letzten „Marsch für das Leben“ etliche Vertreter von Amtskirche und Bundestag Grußworte bei: der Berliner Erzbischof Rainer Maria Woelki, der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch, der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder, der Vorsitzende des Innenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU) – die Liste ist lang.
Dem weichgespülten Kirchengegner bleibt es hier kaum noch selbst überlassen, ob er nun die Erzbischöfe Woelki und Zollitsch Seite an Seite mit Rechtsextremen sehen will oder nicht.

Die Nachricht an die Bischöfe ist auch klar: Seht Euch vor, wo Ihr mitmischt, oder wir ziehen Eure Reputation durch den Morast, egal wie lächerlich wir uns dabei bei denkenden Menschen machen.

Keep it classy, taz!

Kommentare:

Cinderella01 hat gesagt…

Eigentlich ...
... ist die taz ein winzig kleines Blatt mit einer verkauften Auflage von gerade mal 10.000 Expl.
Da hat jede Heimatzeitung mehr Leser und Abonnenten und wahrscheinlich auch Anzeigenkunden.
Was die ganze Sache so bedenklich macht, ist, dass ausgerechnet dieses Linksextreme Blatt von den Deutschen Medien insbesondere der ÖRM sehr geschätzt und hofiert wird. Die Chefredakteure(innen) sitzen sehr oft und gerne in den bewährten und bekannten Talk-Formaten incl. dem Presseclub - ohne dass sich bisher auch nur ein Politiker darüber aufgeregt hat.

Pro Spe Salutis hat gesagt…

Wer solche Argumente anbringt, hat keine.


Dordino hat gesagt…

Naja, ich denke hinter diesen Argumenten à la "demografischer Wandel" etc. steckt gerade bei vielen älteren Menschen, auch Katholiken, tatsächlich eher eine Angst vor einer Art "Überfremdung" und weniger die Sorge um befruchtete Eizellen.
Das die TAZ dabei aber gerne und gründlich übertreibt liegt in ihrer Natur.

Cinderella01 hat gesagt…

@Dordino
was die taz da treibt, ist Volksverhetzung übelster Art und gehört genauso angeprangert, wie es die Redakteure dieses Blättchens gerne bei ihrer konservativen Konkurrenz machen.
Eine Beschwerde beim Presserat sollte in jedem Fall drin sein. Dieser müsste aber von den angegriffenen Bischöfen/Politikern ausgehen.
In jedem Fall ist es an der Zeit, sich bei den ÖR massivst zu beschweren, wenn einer dieser Volksverhetzenden Redakteure noch einmal in einer Talkshow der ÖR auftaucht! Ein Blättle mit 10.000 Auflage ist so unwichtig, dass es überhaupt keinen Grund dafür gibt, ihn permanent z.B. in den Presseclub einzuladen. Der Chefredakteur vom z.B. Oberbayerischen Volksblatt Rosenheim (Auflage fast 70.000) ist dort noch nie eingeladen worden.
Es wird Zeit, bei ARD und ZDF zu intervenieren.

Gerd F. hat gesagt…

Zitat:
"Notz stellt klar: „Die selbsternannten ,Lebensschützer‘ sind keine durchgeknallten Spinner“, sie sind im Mainstream. Neben Kontakten ins Parlament haben AbtreibungsgegnerInnen – und dies ist für den Alltag der Frauen viel fataler – die Informationshoheit über das Thema Abtreibung."

Gibt es einen Trippel Face Palm? Würde ich gerne hier anwenden!

Dordino hat gesagt…

@Cinderella01
Okay, nehmen wir mal an die Beschwerde wird eingereicht, es wird seitens der Katholiken(!) bei ARD und ZDF interveniert. Denkst du wirklich das die TAZ dann gesenkten Hauptes eine Richtigstellung veröffentlicht? Das die ARD und das ZDF von einer bewussten Falschmeldung seitens der TAZ berichten würden? Das die allgemeine Leserschaft dann sagt: "Oh, da hab ich mich aber über den Tisch ziehen lassen!"?
Wie war das noch mit dem Titanic-Cover?

Helene hat gesagt…

Hab den taz-Artikel angeklickt und
die Kommentare dazu gelesen. Es sind zwar insgesamt nicht viele, in der Mehrheit sind diese Kommentare aber für den Lebensschutz bzw. (in der einen oder anderen Form) gegen die Abtreibung. Und das in der taz!

(Inzwischen komme ich wegen einer "paywall" nicht mehr hinein...)

Anonym hat gesagt…

Wenn ich die lichtvollen Beiträge aller Menschen, die sich unter dem Begriff "Lebensschützer" versammeln, von Kardinal Meisner bis zum letzen, hoch geschätzten Foristen Revue passieren lasse, dann trifft das Wort "Hass" nicht in allen Fällen ins Schwarze, das Wort "Lebensschützer" oft genug auch nicht. Nur einer der Gründe, warum ich hier dazu übergegangen bin, grundsätzlich anonym zu posten, im Gegensatz zur ZEIT, wo ich unter Klarnamen zu finden bin. Ich habe einmal den Fehler gemacht in einem durch und durch katholischen Forum (nein, es war NICHT kreuz.net!) meinen Namen anzugeben, in der irrigen Meinung, dass man katholischen Moralansprüchen dort vielleicht ein ganz klein wenig mehr Raum geben würde. Ein Irrtum den ich fast ein Jahr lang bitter bereut habe. Die Hasswelle war genau so krass, wie in jedem beliebig

Phil hat gesagt…

Gibt es eigentlich eine Schmittmenge zwischen Israelkritikern und der Extremen Rechten?

Bestimmt nicht, nö, wie komme ich eigentlich darauf?