Mittwoch, 19. Dezember 2012

Mediziner sagen...

[UPDATE: Hab beim Posten gar nicht gesehen, daß der Artikel schon sechs Jahre alt ist...]

"Natürliche Verhütung so sicher wie die Pille"

Pharmaindustrie antwortet (noch nicht, aber sicher bald): "Lüge!"

Kommentare:

Herminator hat gesagt…

Na, ganz neu ist das aber nicht!

"21.02.07"

Schalom
Hermann

Josef Bordat hat gesagt…

Wenn sie bisher nicht geantwortet hat, die Pharmaindustrie, gibt es wohl keine guten Gegenargumente. Knapp sechs Jahre hatten sie Zeit, jetzt darf die Aussage Natürliche Verhütung so sicher wie die Pille als Wissenbestand gelten. Auch den Kommentatoren hat es offenbar die Sprache verschlagen.

JoBo

Braut des Lammes hat gesagt…

Die Ansetzung des Pearl-Indexes bei verschiedenen Methoden der NFP, womöglich in Kombination, als sicherer als die Pille ist meines Wissens sogar als deutlich älter als aus dem Jahr 2007 anzusetzen.

Es gibt nur einfach Lobbies, die kein Interesse daran haben, diese Information weiterzuverbreiten oder Patientinnen zu als Option empfehlen (andere Faktoren, die zur Entscheidungsfindung der Anwenderinnen beitragen, jetzt einmal ausgeblendet).

Anonym hat gesagt…

Kommt drauf an, WAS man verhüten will. Wenn es nur um Schwangerschaft geht, kann es, wenn man die nötigen wenn's beachtet (die Compliance muss viel besser sein als unter den anderen Methoden, deswegen der Hinweis auf die Lernphase) gut gehen. Als Generalaussage ist das Studienergebnis sicher nicht genügend. Die gilt, unter Beachtung der zum männlichen Partner verschobenen Compliance, zum Beispiel für die vom Lehramt der Kirche untersagten, Kondome.

Zur Pharmaindustrie ist zu sagen, dass die die NFP einfach als minderwertigen Gegner sehen, weil sie ihrem Umsatz nicht allzusehr weh tun kann. Zur Einnahme der Pille muss man nur wenig lernen. Da genügt einmaliges Durchlesen des Beipackzettels und das war's. Das ist immer noch bequemer, auf die Compliance bezogen, als tägliche Temperaturmessung, andauernde Prüfung des Muttermundes und der lokalen Schleimbildung etc. pp. Ich habe in den letzten dreißig Jahren oft genug das Argument der Patientin gehört, dass sie sich wie ihr eigenes Versuchskaninchen vorkommt, wenn sie die NFP anwendet. Und wenn's mit der Pille klappt und die Sicherheit des Kondoms nicht benötigt wird, warum soll man dann den Zirkus mit dem Thermometer veranstalten? Allerdings beginnen wirklich immer mehr Frauen die chemischen Kontrazeptiva zu meiden, um ihren Hormonhaushalt nicht durcheinander zu bringen. Aber das geschieht nicht, weil Paul VI. "künstliche" Verhütung verboten hat, sondern weil die Ökobewegung auch da immer mehr um sich greift.

Herminator hat gesagt…

warum soll man dann den Zirkus mit dem Thermometer veranstalten

Na, z. B. weil die Frau soi keine Hormone schlucken muss

weil es das Gemeinsame fördert

weil Frau und Mann was über den Körper und die Phasen der Frau lernen

weil es die Kreativität fördert - BTW - DAS MACHT SPASS!

Nur so aus dem Handgelenk!

Schalom
Hermann

Anonym hat gesagt…

Klar, es gibt Frauen -und Paare- die das wollen und mit Erfolg machen. Aber die Basaltemperaturmethode allen Frauen als die allein selig machende, oder gar erlaubte anzudrehen, grenzt hart an medizinische Scharlatanerie. Verhütung hängt mit Sexualität zusammen und die ist so individuell wie die Menschen selbst. Jeder Jeck is anners sagen die Kölner, das gilt sogar für katholische Frauen.

Annuntiator hat gesagt…

Naja, das ist schon älter als 6 Jahre. Dr. Josef Rötzer hat da sehr viel geleistet. http://www.iner.org/

Herminator hat gesagt…

@ Anonym: "Basaltemperaturmethode - allein seligmachend"?

Tja, wer lesen kann ...

Darum einfach nochmal auf dem Titel des Artikels:
Symptothermal!

Schalom
Hermann

Braut des Lammes hat gesagt…

Die Basaltemperaturmethode mit ihrem ausgesprochen hohen Pearl-Index (bei richtiger Anwendung und Auswertung) als „grenzwertig zur Scharlatanerie“ zu bezeichnen, grenzt eher an Indolenz. Methoden wie der Minicomputer Persona (mit etwas niedrigerem Pearl-Index, aber immerhin) bieten der Anwenderin darüber hinaus einen hohen Spielfaktor und ein Gefühl für den eigenen Körper, wie er tatsächlich funktioniert, das unter Hormongabe ja gerade verlorengeht.

Von der Temperaturmethode als angeblich einzig erlaubter war bisher überhaupt noch nicht die Rede, werter Anonymus.