Mittwoch, 12. Dezember 2012

Ich bin gerührt...

Die Pfarre Floridsdorf feiert traditionell am Mittwoch der zweiten Adventswoche eine Obdachlosen-Messe. Die war heute sehr gut besucht (ich schätze mal, daß es zwischen 30 und 40 Damen und Herren waren - davon gut 80% Männer übrigens).

Nach der Messe kam einer der Herren zu mir und drückte mir einen kleinen Briefumschlag in die Hand. "Ein kleiner Weihnachtsgruß für Sie. Und etwas für jemanden, dem es nicht so gut geht wie uns!" Ich bedankte mich und versuchte, die Worte zu entschlüsseln. Dann ging ich ums Eck, öffnete den Umschlag und fand in der Karte nicht nur einen freundlichen Gruß und gute Wünsche, sondern auch 10,-€! Da kommt also ein Mann zur Messe, dem es augenscheinlich bedeutend besser gehen könnte, und der denkt erst einmal an jene, denen es noch dreckiger geht.

Wow...

Die 10,- € sind irgendwie eigentlich 100,- € wert. Und ich bin sie auch ziemlich schnell losgeworden an jemanden, der sie in der Tat dringend benötigt hat.

Das wäre vielleicht auch ein guter Beitrag für meinen Advents- und Weihnachts-Rekord-Kalender gewesen: "Die nicht unbedingt zu erwartende großzügigste Geste" oder so...

Kommentare:

Admiral hat gesagt…

Wunderschön.

Das sind die Begebenheiten, die den Advent zum Advent werden lassen.

Severus hat gesagt…

Ja, rührend! Erinnert ein wenig an Lukas 21,1-4.