Donnerstag, 20. Dezember 2012

Das Gute ist,...

... daß man als Priester hin und wieder an bestimmte Hintergrundinformationen kommt, die es in den Medien nicht zu hören/lesen gibt. In diesem speziellen Fall liegt dies nicht einmal daran, daß die Medien sich da "Drei 14- bis 16-jährige Jugendliche"-mäßig lieber totschweigen wollen, sondern daran, daß sie diese Informationen schlicht und einfach nicht haben.

Mittlerweile weiß man zumindest überall in Österreich, daß die Votivkirche in Wien von Flüchtlingen besetzt wurde. Man weiß ebenfalls, daß die Besetzer zum großen Teil Muslime sind. Man weiß ebenfalls, daß Asyl- und Flüchtlingsaktivisten aus der ewig die Welt in ein baldiges Paradies verwandelnden "Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat"-Ecke fix zur Stelle waren, um der ganzen Geschichte noch ihre persönliche Note zu verleihen (Viele dieser Aktivisten reisten übrigens extra aus Deutschland an...). Man weiß zudem, daß es bereits eine unverhohlen ausgesprochene Drohung gab:
    Sollte das [Zustandekommen eines Gespräches mit dem Innenministerium] bis Weihnachten nicht passiert sein, so werde es eine „große Überraschung“ geben, kündigte ein Vertreter der Flüchtlinge an. Welcher Art diese wäre, wollte er nicht sagen, versicherte aber, dass es keine Gewalt und Zerstörung geben werde.
Ja, genau... So, wie man vorher dem Pfarrer der Votivkirche hoch und heilig versprach, man werde den Innenraum der Kirche nicht betreten, nachdem man die Genehmigung bekommen hatte, auf Kirchengrund zu campieren...

Aber nicht jeder weiß, daß es bei der Aktion bereits Sprüche seitens der Besetzer gab, die glasklar erkennen ließen, welchen Stellenwert eine christliche Frau in ihren Augen hat. Diese Sprüche wurden nicht etwa in die Allgemeinheit losgelassen, sondern einer Katholikin direkt auf den Kopf zugesagt. Von Muslimen. Die Asyl suchen. Und sich in eine katholische Kirche flüchteten.

Wahrscheinlich ist ebenfalls noch nicht allgemein bekannt, daß die Besetzer bereits zugaben, daß sie keine Unterkunft suchten, sondern daß es ihnen nur um Aufmerksamkeit ging und geht.

Ein Flüchtling zu sein, ist schlimm genug. Ich möchte daher aus zwei Gründen nicht mit diesen Leuten tauschen: Erstens möchte ich niemals in einem fremden Land um Asyl ansuchen müssen. Zweitens möchte ich niemals so tief sinken, daß ich kurz vor einem großen Feiertag einer Weltreligion ein Gotteshaus dieser Religion besetze, um Aufmerksamkeit zu bekommen. Es ist ja nicht so, daß es in Wien keine Moscheen gibt. Es ist auch nicht so, daß Häupl in einer unbeheizten, kleinen Hütte arbeitet.

Kommentare:

Damian hat gesagt…

"Jeder habe das Recht, in ein Gotteshaus zu gehen, also sei man vom Park in die Kirche übersiedelt. Dazu brauche man keine Erlaubnis." Ich würde das als Hausfriedensbruch bezeichnen. Vor allem nach dem vorher abgegebenen Versprechen, die Kirche außer zum Gebet nicht zu betreten. Wer Straftaten nicht ahndet, ermuntert dazu.

Anonym hat gesagt…

Ich habe sowas zum ersten mal vor vielen Jahren in Brüssel in Belgien gesehen.
Spirituell, also als Gebetsort, war die besetzte Kirche völlig zum Vergessen. Ob die dort jemals wieder weggegangen sind, weiß ich nicht. Sicher hätte die Kirche danach mindestens neu geweiht werden müssen, um wieder eine einigermaßen geistliche Atmosphäre herzustellen.
Bei solchen politisch motivierten Aktionen wird das soziale Gewissen bzw. die Gutmütigkeit von Pfarrgemeinden schamlos ausgenützt und missbraucht.
Wenn eine Pfarre Flüchtlingen wirklich helfen will, was zweifellos ein gutes und gottgefälliges Werk ist, dann soll sie diese in Privatwohnungen oder notfalls im Gemeindezentrum oder Pfarrhof unterbringen. Die Kirche ist ein absolut ungeeigneter "Wohn"ort, auch für die Flüchtlinge selber ist doch diese "Unterbringung" katastrophal (Hygiene, Kälte).
Schlimm ist, dass die Pfarre der Votivkirche in dieser Situation wahrscheinlich kaum eine Chance hat, die "Gäste" mit gutem Wind wieder loszuwerden.
Wenn sie sie konsequent rausschmeißen, stehen sie grad zu Weihnachten als die grausamen da. Lassen sie sie bleiben, ist das der endgültige Ruin der sowieso schon baulich desolaten Votivkirche. Aber wahrscheinlich wünscht sich eh' so mancher Stadtpolitiker, dass ein Abriss notwendig wird.
Gibt es eigentlich irgendeine Art Solidarität von anderen Pfarren mit der Pfarrgemeinde der Votivkirche?

Anonym hat gesagt…

Ja, spätestens, wenn der Pfarrer die Leute bittet, die Kirche zu verlassen, damit man Christmesse feiern kann, werden die Leute alle erwünschte Aufmerksamkeit haben.

Vielleicht sollte der Pfarrer der Votivkirche mal in aller Form, und ebenfalls von einem Medienvertreter begleitet, bei der örtlichen Moschee anfragen, ob man dort Christmesse feiern könne, da die Kirche von muslimischen Flüchtlingen besetzt sei. Das dürfte dazu führen, daß selbst für den hinterletzen Multikulti-Christentumsverstecker klar wird, daß da etwas im Ungleichgewicht ist.
F.