Montag, 17. Dezember 2012

Bin ich schon pathologisch...

... oder immer noch lediglich dunkelkatholisch?

Die Catholic News Agency berichtet, daß Frankreich bestimmte Gruppen wie traditionalistische Katholiken, Islamisten und ultra-orthodoxe Juden überwachen will, um sie zu verbieten, wenn sich bei ihnen "religiöse Pathologie" findet.

Bekanntgegeben wurde der Beschluß von Innenminister Manuel Valls von der Parti Socialiste. Sein Statement (ÜS meine):
    Das Ziel ist nicht, Meinungen gewaltsam zu bekämpfen, sondern herauszufinden und zu verstehen, wann eine Meinung zu einem potentiell gewaltsamen und kriminellen Exzess wird"
Bin mal gespannt, wie man in Frankreich künftig Meinungen bewerten und "religiöse Pathologie" definieren wird...

"Es war Notwehr! Er hat auf offener Straße Talar getragen!"

Kommentare:

Marcus, der mit dem C hat gesagt…

Der kurzsichtige Atheist plädiert auf unschuldig durch im Rechtsirrtum befindlich, nachdem er den Schornsteinfeger und den Bestattungsunternehmer mit seiner Kalaschnikow niedergemäht hat, und regt an, anderen Berufen ähnliche Kleidung gesetzlich zu untersagen. Er kündigt an im Falle einer Verurteilung den Staat wegen dieses Versäumnisses der Rechtslegung auf ein Vielfaches des BIP zu verklagen.

U. P. hat gesagt…

Allmählich wird es ganz offen; die Frage, ob von orthodoxen Katholiken oder Juden bisher eine auffällige Gewalt ausging, wird gar nicht gestellt, das klare eindeutige Nein würde ja auch nur stören.
Ein interessanter Artikel von G. Nardi in diesem Kontext, der sich auf eine Erhebung zum Anteil der Freimaurer in der neuen französischen Regierung bezieht, und sich immerhin auf den conspiracy - unverdächtigen Figaro stützen kann:

http://www.katholisches.info/2012/12/12/der-logenschatten-uber-frankreich-worum-es-hinter-dem-konflikt-um-die-homo-ehe-geht/

Weht der Wind daher? Woher immer, ich hoffe, er entfacht einen Gegensturm nicht nur bei den direkt Betroffenen! I

Anonym hat gesagt…

Solange Leute wie die mit der zum Glück niedergelegten Kreuznetz-Seite sich mit dem Titel "katholisch" schmücken, braucht man sich über sowas eigentlich nicht zu wundern.

Sollen dir Franzosen das doch untersuchen. Dann werden sie schon herausfinden, daß von papsttreuen Katholiken generell keine Gefahr gewaltsamer oder krimineller Exzesse ausgeht, weil der Katholizismus eine Friedfertigkeit fördernde Religion ist.

Gutmensch

Alipius hat gesagt…

@ Gutmensch: Das Problem ist natürlich, daß man dort, wo man Gefahr zur Gewalt haben will, mit solchen Beobachtungs-Aktionen spielend leicht Gefahr zur Gewalt herbeireden kann, indem man die Latte immer niedriger legt. Heute besteht diese Gefahr dort, wo radikale Muslime Anschläge planen. Morgen liegt sie vielleicht schon dort, wo Katholiken gegen Abtreibung protestieren oder sich gegen die Gleichstellung homosexueller Partnerschaften mit der Ehe aussprechen. Addiert man dazu noch die Vorliebe der Massenmedien, Aussagen von Papst und Bischöfen entweder nicht zu verstehen oder bewußt zu verzerren, dann ergibt sich eine explosive Mischung.

thysus hat gesagt…

Könnte es nicht auch ein kluger, positiver Schachzug sein, quasi eine Verkleidung, damit die eigentlich gefährliche Religion relativ unauffällig genauer beobachtet werden kann, ohne dass diese Leute gleich aufschreien? Es sei hier doch auch ganz vorsichtig gesagt, dass die meisten Muslime (wie wir alle sie in unserem Bekanntenkreis erleben) ja nun wirklich keine hasserfüllten Störefriede sind.

eumloquatur hat gesagt…

Man könnte in Guantanamo ja einen Flügel ausbauen; für die Leute, die behaupten, es gäbe keine Evolution. Schmitd-Salomon würde sich sicher als Wachmann melden...
Ich rauf mir die Haare