Dienstag, 27. November 2012

Oder?

Neulich mal wieder in einer dieser zahllosen Online-Diskussion über islamistischen Terror und Furcht vor Islamisierung den Satz gelesen (sinngemäß):
    Ja, aber die westlichen Medien berichten doch total voreingenommen! Die schreiben vom Islam immer nur, wenn es Mord und Totschlag und Terror und Verfolgung zu berichten gibt!"
Also...

Das mag so zum Teil stimmen, aber ich weiß nicht, ob man das den Medien wirklich vorwerfen kann.

Was machen denn Medien? Sie leiten Nachrichten weiter, von denen angenommen wird, daß sie die Menschen auf irgendeine Art interessieren. Und wenn die Nachrichten solcher Art sind, daß sie die Menschen vielleicht nicht wirklich interessieren, dann sorgt man durch fette Aufmachung, emotionale Sprache und sensationsberstende Bilder dafür, daß das Interesse irgendwie geweckt wird. Aber auch in diesem zweiten Fall braucht man eine Nachricht, die wenigstens ein Körnchen von dem enthält, das sich medial aufwerten und dann verbreiten läßt.

Nun stellen wir uns einmal vor, daß irgendwo in Islamabad ein Schuster vor seinem Laden sitzt und eine Wasserpfeife raucht. Ich denke nicht, daß irgendeine Zeitung oder irgendein Fernsehsender darüber berichten wird. Ebesowenig wie über einen französischen Metzger, der vor seinem Laden sitzt und Schuhe putzt.

Über einen französichen Metzger, der mit Gleichgesinnten einen Brandanschlag auf eine französische Moschee verübt und sich dabei auf Christus beruft, würde man überall auf der Welt bald informiert sein. Ebenso, wie man überall auf der Welt über einen pakistanischen Schuster erfährt, der sich auf den Islam beruft und mit Gleichgesinnten ein paar Andersgläubige tötet.

Was sagt uns also die Tatsache, daß man sehr wenig über brandschatzende Christen liest und sehr viel über mordende Moslems? Da die Medien nun mal nur das weiterleiten, was interessant, sensationell oder aufbauschbar ist, würde ich da nicht unbedingt auf voreingenommene Berichterstattung schließen, sondern einfach auf ein Überangebot "interessanter" oder "sensationeller" oder "aufbauschbarer" Nachrichten auf islamischer Seite (sprich: auf ein Überangebot von Mord und Verfolgung auf islamischer Seite).

Oder übersehe ich etwas?

Kommentare:

U. P. hat gesagt…

Die letzten Tage wurde doch positives berichtet,z.B. über Saudi -Arabien, wo ab sofort Ehemänner staatlicherseits ad hoc per SMS informiert werden, falls eine ihrer Frauen versucht, das Land zu verlassen. Vorbildlicher sozialer Service für die Familien, wo's vielleicht nur für ein Handy reicht!

B. hat gesagt…

Nun, ich denke, da wird tatsächlich übersehen, dass - wenigstens mir hat man das von islamischer Seite häufig an den Kopf geknallt- unser Terror gegen den Islam ja von regulären Truppen in islamischen Ländern ausgeübt wird und zwar unter dem Vorwand Frieden und Sicherheit zu bringen. Meint die Amis (und wir sind alle irgendwie US-Amerikaner, nicht wahr?) überfallen friedliche Gegenden nicht nur um Öl und andere Rohstoffe abzugreifen, sondern auch um die westliche - meint christliche Lebensart - den ahnungslosen Leuten aufzuzwingen. Besonders hinterhältig sind dabei die Hilfsorgas, die im Schlepptau der modernen Kreuzritter anrücken und die verwirrte Bevölkerung mit kostenlosen Mahlzeiten oder medizinischer Versorgung ködern, um sie dann solange platt zu quatschen bis sie Christen werden oder wenigstens den westlichen Lebensstil annehmen.
Also für mich hört sich dies zwar an wie dies hier: http://www.youtube.com/watch?v=BbOedZN3Sb4
Aber mal abgesehen von Frieden, Demokratie, öffentlicher Ordnung, medizinischer Versorgung und allgemeiner Wohlfahrt haben wir diesen Gegenden ja nicht wirklich viel zu bieten. Also ist es nur zu verständlich, dass sie aus Protest gegen unsere miesen Missionsversuche zum Gegenterror entschließen und, um den zu finanzieren auch ganz fett ins Rauschgift-Geschäft einsteigen, wo das ja an sich total unislamisch ist.... Ja, wir sind schon Drecksäcke, wir zwingen die Leute dazu auf die ein oder andere Weise den geraden islamischen Weg zu verlassen.