Sonntag, 18. November 2012

Lügen...

Claudia schreibt heute:
    Es gibt kein Land, über das so viele und so aggressive Lügen in die Welt gesetzt werden wie über Israel.
Sie beklagt auch den kitschig-schrecklichen Todes- und Blut-Kult der Hamas.

Ich selbst bin einigermaßen fasziniert von der "Es wird nie so viel gelogen wie vor der Wahl, während des Krieges und nach der Jagd"-Regel. Diese wird von palästinensischen Terroristen in einer solchen Selbstverständlichkeit und Schlampigkeit umgesetzt, daß ich es mir nur so erklären kann: Man fuhr damit in den vergangenen Jahren und während der letzten Konflikte so gut, daß man es sich mehr und mehr leisten kann, auch mal erwischt und im Internet enttarnt zu werden. Die großen westlichen Medien sind mittlerweile so sehr auf "Israel = Buhmann" geeicht, daß es keine Rolle spielt...

Man schaue sich z.B. diesen "Pallywood"-Bericht an oder diesen plötzlich wieder sehr munteren "Verletzten" aus dem jüngsten Konflikt oder auch dieses gefakte "Israelischer Soldat tritt auf palästinensisches Mädchen und bedroht es mit seiner Waffe"-Photo oder dieses Bild eines in Syrien verwundeten Kindes in den Armen seines trauernden Vaters, welches von der Hamas als ein Todesopfer des jüngsten Konfliktes ausgegeben wird.

Alles sehr unappetitlich...

Kommentare:

Alexander hat gesagt…

Ich bin Katholik. Mein Interesse ist der ungehinderte Zugang zu den Heiligen Städten meines Glaubens. Ob sich Juden und Moslems dort die Köpfe einschlagen, geht mir gelinde am Hintern vorbei.

U. P. hat gesagt…

@Alexander

ganz netter und reizender Versuch.

Sag ich aus neutraler Warte, ich bin Kaiser von China.

kalliopevorleserin hat gesagt…

@Alexander: Fast noch schlimmer als diese perfiden Lügen ist die gnadenlose Gleichgültigkeit vor dem Schicksal anderer Menschen.
"Ich bin Katholik und mir ist egal" klingt für mich wie "Ich bin Mathematiker und kann nicht zählen".

Anonym hat gesagt…

"Gerechtigkeit und Frieden" - das ist wohl nirgends so schwer durchzusetzen wie in diesem Winkel der Welt. Beide Seiten, Israelis und Palästinenser, haben zugleich recht und unrecht - und beide haben Blut an den Händen, das Blut der Nachbarn und das der eigenen Leute. Und selbst wenn es einmal einen ernstgemeinten Anlauf hin zu einem einigermaßen gerechten Frieden gibt - Wahnsinnige gibt es auf beiden Seiten, und die haben auf beiden Seiten Zugang zu Waffen. Selbst wenn Unser Herr in Person wieder nach Jerusalem käme, wäre das Ergebnis womöglich wieder dasselbe wie vor bald 2000 Jahren ... jeder Anlauf zum Frieden bedroht die Interessen vieler Personen; und auf beiden Seiten hat es viel zu viele Tote gegeben, an denen NUR die andere Seite schuld ist ...

Alexander hat gesagt…

Mathematiker ist der Chef der deutschen Piusbrüder und der kann gut rechnen.
Der Kaiser von China kann das offenbar nicht.
Gleichgültigkeit. Ja! Warum sollte ich mich in einen Konflikt einmischen, den ich nicht verstehe, der mich nichts angeht, zu dem ich auch sonst nicht die geringste Beziehung entwickle? Auf welche Seite soll ich mich schlagen, im Wissen, das es garantiert die falsche ist?

Wenn meine Kritiker dies wissen, ist das ihre Entscheidung, die sie allein vor Gott verantworten müssen. So wie jeder Mensch seine Entscheidungen vor dem Jüngsten Gericht zu verantworten hat.

Ich sage: Macht Frieden. Aber das können weder die Juden, noch die Moslems.

Soll ich deshalb Partei ergreifen? Niemals. Ich wüsste nicht warum, wofür und für wen.
Ich bin Katholik. Die einzige Partei, die ich kenne, ist mein dreifaltiger Gott. Das Weltethos eines Küng geht mir Hintern vorbei.

Einigen anderen offenbar nicht. Katholische Gutmenschen ist das Letzte, was meine Religion zum Überleben braucht.

Bundesbedenkenträger hat gesagt…

Mich ärgert weniger das Lügen auf Hamas-Seite als das Lügen auf israelischer Seite. Und die Unverantwortlichkeit. Die Hamas ist ein Haufen Terroristen, wenn auch ein Stück weit demokratisch legitimiert. Israel ist ein westliches Land, angeblich die einzige Demokratie im Nahen Osten, und Israel kennt scheinbar zunehmend nur noch Gewalt als Mittel. Würde der Iran den US Verteidigungsminister ermorden lassen, käme niemand auf die Idee, daß die USA nicht zurückschlagen würden, mitunter mit Raketen. Tut Israel das Selbe mit dem Militärchef der Hamas wundert man sich aber über Raketenangriffe und stellt die Sache so dar, als sei man moralisch besser.

Die Konsequenz, die ich daraus ziehe ist, daß ich nicht die Pali-Führung für besser halte, aber Israel zunehmend für schlechter. Inzwischen werden auf beiden Seiten Kriegstreiber und Scharfmacher gewählt. Beie Völker sind zu verletzt, um mit dem Verletzen aufzuhören. Keine Seite ist mehr zum Vergeben in der Lage. Die Hamas kam durch Wahlen an die Macht, so wie auch Netanjahu. Und beide suchen, sich durch Gewat an der Macht zu halten. Ich kann das weder gutheißen noch respektieren. Ich kann nur hoffen und beten, daß das irgendwann aufhört. Nur sehe ich nicht, wie.

Alipius hat gesagt…

@ Bundesbedenkenträger: Ist es denn wirklich so, daß Hamas-Raketen erst in Israel einschlagen, seit Israel den Militärchef der Hamas getötet hat? Was das Aufhören betrifft: Wenn die Palästinenser mal aufwachen und die Hamas zum Teufel jagen, das wäre schon ein Anfang.

@ Alexander: Ich werde diese Kommentare mal in einem eigenen Posting würdigen, damit die Leute nicht nur sehen, welche Art von Rückmeldungen mir zuwider sind, sondern damit sie auch verstehen, warum.

Bundesbedenkenträger hat gesagt…

Ich habe das jetzt nicht genauestens verfolgt, aber ich hatte den Eindruck, daß die neueste Welle der Gewalt genau da losbrach. Daß die Hamas schon vorher geschossen hatte, ist klar. Es war auch nicht die erste Führungsperson der Palis, die "ausgeschaltet" wurde.
Klar hülfe es, wenn die Hamas zum Teufel gejagt wird. Es hülfe freilich auch, wenn die Israelis mal ne andere Führung wählten. Frieden ist auf beiden Seiten unpopulär, auf beiden Seiten sucht die Mehrheit das Heil in der Gewalt.

Alipius hat gesagt…

@ Bundesbedenkenträger: Nee... Die Hamas hat schon ca eine Woche vorher tagelang Raketen in Richtung Israel geschickt. Israel hat übrigens alleine zwischen Januar und November 2012 mindestens 20 Petitionen an die UN geschickt und darum gebeten, den permanenten Beschuß aus Gaza anzuerkennen und zu verurteilen.